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Ein „Allrounder“ wird nach 28 Dienstjahren verabschiedet

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Bernd Teutscher bereitet den Gottesdienst vor.

Bernd Teutscher bereitet den Gottesdienst vor.

Heikendorf (kas) Vor 28 Jahren, am 1. Dezember 1989, trat Bernd Teutscher seinen Dienst in der ev. Kirchengemeinde Heikendorf an. Der aus Sachsen stammende Teutscher hatte bis dahin ein kirchliches Heim geleitet. In den Anfangsjahren seiner Arbeit als Küster stand die Kirchengemeinde auf schwachen, finanziellen Füßen. Der Kirchenvorstand förderte Bernd Teutscher nach Kräften, und so wurde er ein gefragter und unentbehrlicher Mitarbeiter. So manche schlaflose Nacht bereiteten ihm die Diskussionen, was mit dem maroden Kirchenzentrum Ecke Bergstrasse/Wilhelm-Ivens-Weg passieren soll. Es war ein langer und schwieriger Weg, so Teutscher, um alle von der schlechten Bausubstanz und einem Neubau zu überzeugen. Unter seiner Begleitung, und mit viel Sachkenntnis und Energie, wurde ein neues Gemeindezentrum, der ev. Kindergarten mit dem Jugendhaus, Werkstatt und Obdachlosenraum, zwei neue Pastorate, ein Mehrfamilien-Wohnhaus sowie viele Sanierungsarbeiten durchgeführt. Das alles hat viel Kraft gekostet, aber die Herausforderung hat auch Spaß gemacht, so Teutscher. Heute steht die ev. Kirchengemeinde Heikendorf auf soliden, finanziellen Füßen. An vielen Tagen im Jahr war nicht an einen acht Stunden Tag zu denken, gerade bei den großen Baumaßnahmen wurden es auch schon leicht mal 13 bis 14 Stunden. Viele Ideen brachte er in seiner Kirchengemeinde ein, und so wurden auch unter seiner Leitung die beliebten Seniorenfahrten durchgeführt, die er 18 Jahre lang begleitete. Bernd Teutscher hat mehrere Berufe gleichzeitig mit größter Sorgfalt ausgeführt, und trat als Ansprechpartner seinem Gegenüber immer freundlich auf. Insgesamt zehn Pastoren sowie vielleicht noch einmal so viele Vertretungspastoren hat Teutscher in den 28 Jahren kennen gelernt. Nun, am 12. November 2017 wird er im Gottesdienst um 10 Uhr verabschiedet. Wie gestaltet der Rentner Teutscher nun so seinen Tag: Ganz einfach, meint er. Ich habe in den Jahren viel vernachlässigt. Familie, Haus, Freunde, Briefmarkensammlung und vieles mehr treten jetzt in den Vordergrund. Ob das alles so gelingt, ist fraglich, denn Bernd Teutscher ist der besagte „Unruheständler“. Wer sich persönlich verabschieden möchte, ist herzlich eingeladen, zum Gottesdienst und zum anschließenden Empfang. Wir vom Probsteer wünschen jedenfalls alles Gute für die Zukunft und seinem Nachfolger Matthias Grams einen guten Start.



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