Reporter Eutin

Ein Schulneubau mit Vorbildfunktion

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Heikendorf (kud). Kaum ein anderes Wort fiel bei der Feier zur Eröffnung der neuen Grund- und Gemeinschaftsschule Heikendorf so häufig wie „danke“. Lob gab es von allen Rednern reichlich, und das nicht nur für die pünktliche Fertigstellung des insgesamt 15,3 Millionen-Projekts (inclusive Mobiliar und Ausstattung).
In der Mensa haben sich zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft, Landesregierung eingefunden, um die lange Zeit der Entscheidungsfindung (Sanierung der alten Grundschule oder Neubau), die zügige Bauzeit bis zum Start am 7. Januar 2019 noch einmal revue passieren zu lassen. Leicht hatte sich die Gemeinde ihre Entscheidung nicht gemacht, eine komplett neue Schule entstehen zu lassen. Diese Sorgfalt, so Bügermeister Tade Peetz, habe sich gelohnt. „Schon beim Tag der offenen Tür durften wir feststellen, dass unsere neue Schule auf ein hohes Maß an Akzeptanz stößt.“
Im Jahr 2012 krempelte die Gemeinde erstmals dieÄrmel hoch in Sachen Lösung der Schulfrage. Schnell wurde klar, dass dies kein Thema werden würde, dass in einigen Bauausschuss- und Gemeindevertretersitzungen „durchgewunken“ werden kann. Ein „Lenkungsausschuss“ sollte die Sache in die Hand nehmen. Mit Hilfe von Gutachtern aus den Bereichen Bauen, Technik und Wirtschaft kristallisierte sich nach und nach heraus, dass eine Sanierung des alten Gebäudes nicht sinnvoll sein werde. Und so kam es 2015 zu dem Beschluss, eine neue Schule zu bauen.
„Man muss eben auch einmal mutige Entscheidungen fällen“, erklärte Landtagsabgeordneter Werner Kalinka. „Es ist ein richtiger Weg, in Bildung zu investieren.“
Vier Etagen, alle Räume barrierefrei zu erreichen, inklusive Fahrstuhl, Wlan in der gesamten Schule. Ausgelegt ist der Neubau auf bis zu 800 Schüler der Klassen eins bis zehn. Durch großzügig angelegte Fachräume sollen sie in ihrer neuen Schule die Möglichkeit haben, sich und ihre Talente unter pädagogischer Anleitung besser als bisher kennenzulernen.
Schulleiterin Brigitte Peschties schwärmt: „In alle Planungen sind die pädagogischen Ansprüche, die an eine moderne Schule gestellt werden müssen, eingeflossen. Und so können wir unseren Schülern künftig viel mehr Raum für Individualität und soziale Entfaltung bieten.“ Begeistert, so die Schulleiterin, sei sie auch vom Einsatz des gesamtes Lehrerteams, der Eltern und der Schüler, als es nach den Bauarbeiten an den „Feinschliff“ im Innenbereich gegangen sei.
Kreispräsident Stefan Leyk: „Unser Bildungswesen braucht Zuversicht und Zustimmung. Wir als Kreis waren von diesem Projekt von Beginn an überzeugt. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Schulbaus müssen wir nun auch bald das in die Jahre gekommene Gymnasium in Angriff nehmen.“
Thilo von Riegen, Leiter der Kommunalabteilung des Ministeriums für Inneres, ländliche Räume und Integration: „ Dieses Gebäude ist eine wirkliche Bereicherung für die Gemeinde. Wir als Land haben gern durch zinsgünstige Darlehen und Sonderbedarfszuweisungen gewährt.“
Carsten Hense vom bauausführenden Unternehmen Goldbeck Public Partner GmbH zeigte sich ebenfalls deutlich zufrieden. „Es gab eine enge Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Schule mit unserem Unternehmen. Und wir können stolz darauf sein, den Kostenrahmen eingehalten zu haben.“ 25 Jahre lang wird das Unternehmen nun alle in der Schule anfallenden Arbeiten übernehmen bis hin zum Winterdienst.
Viele Worte des Dankes für ein derart gutes Zusammenspiel gingen hin und her. Ein Name fiel dabei besonders häufig: Alexander Orth. Der ehemalige Bürgermeister habe immer zu diesem Projekt gestanden und es vorangebracht. Für viele am Neubau Beteiligte gilt er als „Motor“ für die neue Schule.
Und die zeigt gleich einmal, was Schule mit Kreativität und pädagogischem Können leisten kann. Die Musik-AG zog alle Register und veranlasste die Besucher zu Begeisterungsstürmen.


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