Reporter Eutin

Es soll etwas Besonderes werden

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Heikendorf (kud). Spielleiter Marc Wiens ist überrascht. Er betritt gerade die Spielstätte der „Heikendorfer Speeldeel“ und wird sogleich mit einem Ständchen und herzlichen Umarmungen begrüßt. Schwänzen wegen des Geburtstages? „So kurz vor der Premiere geht das nicht.“ Stühle werden vor die Bühne gerückt, das Licht geht an. Toseggersch Uli ist noch etwas unglücklich. Das Leuchtmittel in ihrer kleinen Leselampe ist defekt.
Noch schnell die Kaffeebecher füllen, die Requisiten checken, dann kann es losgehen mit der turbulenten Komödie „Allens op Krankenschien“ von Ray Cooney, die am Freitag, 22. März um 20 Uhr Premiere im Haus der Speeldeel am Schulredder hat. Bis Anfang Mai wird das Stück insgesamt 10 mal zu sehen sein. Auch Nachmittagsvorstellungen mit Kaffee und Kuchen gibt es. Genaue Termine und weitere Infos gibt es unter www.speeldeel-heikendorf.de und im Pressezentrum in der Passage am Schmiedeplatz.
„Wir freuen uns, einen derart amüsanten Stoff für unser Jubiläumsjahr gefunden zu haben“, so Spielleiter Marc Wiens und erinnert daran, dass der Erfolg dieser Theatergruppe besonders zwei Menschen zu verdanken sei: „Gründungsvater Horst Klotz und Gerhard Draasch, der die Gruppe von 1976 bis 2002 zu dem machte, was sie heute ist – eine feste Größe in der Region.“
Zwischen Bühne und Regie entspinnt sich gerade ein Dialog über die Aussprache eines Wortes. Dann geht es weiter im Text. Insgesamt 83 Stücke hat die Speeldeel seit ihrer Gründung auf die Bühne gebracht. In diesem Jahr steht außer „Allens op Krankschien“ auch noch ein Weihnachtsmärchen in hochdeutscher Sprache auf dem Spielplan. Im St. Annen-Krankenhaus auf der Bühne ist eigentlich noch alles in Ordnung. Dr. Rikus Mönkemöller (Sascha Hinz) versucht, eine Rede zu proben, die er gleich halten und die ihm einen beruflichen Aufstieg bringen soll. Aber dann kommt alles anders. Elfie Harder (Dörte Brillat), vor 18 Jahren und neun Monaten seine Geliebte, platzt mit einer wichtigen Neuigkeit ins Krankenhaus und wirbelt das Leben des Doktors komplett durcheinander. Er erfährt, dass er der Vater der gerade volljährig gewordenen Tochter ist. Und die will jetzt endlich wissen, wer ihr Vater ist. Das Chaos ist vorprogrammiert und lässt auch nicht lange auf sich warten. Neben der Tochter sorgen aber noch andere wirre Entwicklungen für Unruhe. Auf der Bühne brüllen sich Leute an, schieben sich gegenseitig Verantwortlichkeiten in die Schuhe. Und des Doktors beruflicher Aufstieg scheint von Minute zu Minute unwahrscheinlicher.
Schauspiellehrerin und Regisseurin Tina Wagner versucht sich von ihrem Regietisch Gehör zu verschaffen. Aber die Akteure auf der Bühne sind gerade so richtig schön in Fahrt. Sie nimmt es gelassen, lehnt sich zurück, nimmt einen Schluck Kaffee und fragt dann freundlich: „Soll ich lieber nach Hause gehen?“ Fröhliches Gelächter beendet die Szene, die ihren Zuschauern gesunde Lachmuskeln abverlangen wird – wie auch das gesamte Stück, das durch seine skurrilen Wendungen immer wieder verblüfft. Auf einem der Stühle vor der Bühne nimmt Rosi Schneider Platz und schmunzelt. In „Allens op Krankschien“ spielt sie die „Oma Helmi“. Seit 1974 gehört sie zum Ensemble und ist in diesem Jubiläumsstück die dienstälteste Akteurin.Aufführungstermine
Freitag 22. März 20 Uhr
Sonntag 24. März 15 Uhr
(einschließlich Kaffee & Kuchen)
Freitag 29. März 20 Uhr
Sonntag 31. März 15 Uhr
(einschließlich Kaffee & Kuchen)
Freitag 5. April 20 Uhr
Sonntag 7. April 17 Uhr
Samstag 13. April 18 Uhr
Sonntag 14. April 17 Uhr
Freitag 26. April 20 Uhr
Sonntag 28. April 17 Uhr
Freitag 3. Mai 20 Uhr
Samstag 5. Mai 17 Uhr

Karten für 9 Euro sowie für 12 Euro für die beiden Vorstellungen einschließlich des Kaffee & Kuchen-Angebots gibt es im Vorverkauf im Pressezentrum Heikendorf in der Passage am Schmiedeplatz. Reservierung auch online unter www.speeldeel-heikendorf.de


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