Reporter Eutin

Fast schon wie ein Schulbau

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Mönkeberg (kud). Die neue KiTa in Mönkeberg hat nicht mehr viel von den verspielt anmutenden Kindergärten von einst. Eher wirkt das neue Gebäude wie ein Schulbau. Aber alle Beteiligten sind glücklich. Die Gemeinde Mönkeberg hat gelöst, woran viele andere Kommunen noch knabbern: Ein Projekt der Sonderklasse zu schaffen, und das auch noch pünktlich. Dies hat die Gemeinde den Handwerkern zu verdanken, die dafür sogar Wochenendsonderschichten eingelegt haben. Mit vielen Gästen wurde der Neubau nun eingeweiht.
Bürgermeisterin Hildegard Mersmann begrüßt entspannt ihre Gäste, allen voran Sozialminister Heiner Garg. Der hat sich auf den Weg gemacht, weil die Mönkeberger KiTa kreisweit eine Art „Vorzeigeprojekt“ werden soll. Denn hier wird nicht nur das per Gesetz verordnete Versorgungsangebot gelöst, sondern auch gleich noch die Möglichkeit geschaffen, sich als „demokratische“ Kindertagesstätte zertifizieren zu lassen. Heißt: „Die Kinder haben dank eines guten Raumangebots die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, an welchen Arbeitsgruppen sie teilnehmen möchten.“ Und so schauten auch viele andere Entscheidungsträger nicht nur aus den Nachbargemeinden, sondern auch vom Kreis herein, um zu lernen, was Gemeinde und der Träger, die AWO, da auf die Beine gestellt haben.
Hildegard Mersmann kann es noch immer nicht fassen: „Niemand hätte geglaubt, dass wir das in weniger als einem Jahr schaffen.“ Der erste Spatenstich fand im April statt. Schon im August ging es mit dem Richtfest weiter. Die Zeit saß der Kommune im Nacken, denn die zahlreichen Fördergelder waren an eine Fertigstellung bis 31. 12. 2018 gebunden. Nicht nur zeitlich, so die Bürgermeisterin, habe man dieses Ziel einhalten können, sondern auch finanziell.
Sozialminister Heiner Garg freut sich. „Das ist ein schöner Anlass für einen Termin zu Beginn des Neuen Jahres“. Das Land habe beobachtet, wie sich die „kinderfreundliche“ Gemeinde Mönkeberg für das ehrgeizige Projekt stark gemacht habe, auch gegen Widerstände. „Die Kinder finden hier räumlich, aber auch in der Umgebung wunderbare Möglichkeiten, sich und ihre Welt zu entdecken.
In dieser `Demokratie-KiTa“ werden sie lernen, wie Demokratie funktioniert.“
Um in den KiTas aber auch personell die Qualität liefern zu können, die nötig sei, brauche es Fachpersonal. Dringend richtete Garg einen Appell an junge Menschen, sich für den Beruf des Erziehers zu entscheiden.
Grußworte konnte Bürgermeisterin Mersmann noch einige entgegennehmen. Werner Kalinka, Landtagsabgeordneter: „Bei ihr gibt es den Spruch `Geht nicht` nicht.“
Bernd Schubert, kaufmännischer Geschäftsführer der AWO Schleswig – Holstein: „Es braucht eine ganze Gemeinde, um eine solche KiTa zu schaffen.“
Chefin des neuen Unternehmens wird Sabine Zimmer – Kubika. Gemeinsam mit ihrem Team wird sie nun, nachdem der Umzug erledigt ist, der Zertifizierung als „Partizipationskita“ entgegenarbeiten.
Das neue Projekt befindet sich am Vossbarg-Ost in Mönkeberg, am Ortsausgang Richtung Heikendorf. Entstanden ist ein Bau für sechs Gruppen mit Außengelände und Erschließungsstraße. Die Investitionskosten betrugen 3,85 Millionen Euro zuzüglich der Ausstattung, die mit 190 000 Euro zu Buche schlägt. Fördermittel gab es von Bund und Land in Höhe von 734,800 Euro, vom Kreis Plön 715, 402 Euro. Jeweils drei Gruppen für Kinder bis drei und über drei Jahren können in altersgerechten Gruppen- und Sanitärräumen untergebracht werden. Außerdem gibt es einen Musik-, Theater- und Konstruktionsraum. Auch für die Erzieher ist entsprechend Raum eingeplant, ebenso für die Eltern, die sich in einer gemütlichen Cafeteria austauschen und auf ihre Sprösslinge warten können. Ein Motorik-Zentrum soll den Kindern zu Gute kommen, die stillsitzen nicht so toll finden. Im Außenbereich werden in den kommenden Monaten Spielflächen hergerichtet. Sand, Klettern, Achterbahn, Hangrutsche, Spielhaus – das sind die wichtigsten Themen, die nach draußen locken sollen. Auf dem gesamten Gelände und im Innenbereich ist die neue KiTa rollstuhlgercht angelegt.



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