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„Gas geben“ für den guten Zweck

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(V. l.) Die Mitglieder des Kinderhilfswerks Michael Koops, Jörn Stoß vom Förderverein der Schule im Augustental, Walter Bischoff, Kinderhilfswerks-Vorsitzender Eckhard Jensen und Grundschullehrerin Caroline Heinrich sowie Schulleiterin Solveig Märzhäuser präsentieren den symbolischen Scheck mit der gesponserten Summe für die erlaufenen Kilometer.

(V. l.) Die Mitglieder des Kinderhilfswerks Michael Koops, Jörn Stoß vom Förderverein der Schule im Augustental, Walter Bischoff, Kinderhilfswerks-Vorsitzender Eckhard Jensen und Grundschullehrerin Caroline Heinrich sowie Schulleiterin Solveig Märzhäuser präsentieren den symbolischen Scheck mit der gesponserten Summe für die erlaufenen Kilometer.

Schönkirchen (los). Laufveranstaltungen finden am Schönkirchener Schulzentrum im Augustental regelmäßig statt. Im Oktober vergangenen Jahres gingen die Schüler jedoch für den guten Zweck an den Start, um beim Spendenlauf möglichst viele Runden zu drehen. In einem Kreis von Sponsoren und innerhalb der Elternschaft haben die Kinder und Jugendlichen der Klassen 1 bis 10 – insgesamt 401 Teilnehmer aus 21 Schulklassen - die Werbetrommel für jeden erlaufenen Kilometer gerührt und sich auf Schusters Rappen mächtig ins Zeug gelegt. Sportlehrerin Maren Fuljahn von der Sportfachleitung war bei der Organisation federführend und hatte die Laufstrecke von einem Kilometer im Bereich des Schulgeländes festgelegt. „Dabei kam es darauf an, die Runde in 60 Minuten möglichst häufig zu schaffen“, verdeutlicht sie. Und zwar mindestens im Joggingtempo. „Manche Schüler haben dabei richtig Gas gegeben.“ Das Ergebnis von insgesamt 3155 Kilometern brachte eine Summe von 5097,60 Euro ein. Das Geld sollte vor allem in die Schulhofgestaltung fließen. Ein Drittel der Summe, 1699,20 Euro hat jetzt aber auch das Kinderhilfswerk erhalten, das 1985 als Hilfsfonds in der Gemeinde aus der Taufe gehoben wurde. „Eine der größten Einzelspenden, die wir in letzter Zeit bekommen haben“, freute sich der Vorsitzende Eckhard Jensen. Das Kinderhilfswerk sei an vielen „Baustellen“ beteiligt, allerdings eher sozialer Natur. So werde regelmäßig die Schulspeisung finanziell unterstützt, um Kindern aus Familien mit knapper Haushaltssituation die warme Mittagsmahlzeit in der OGTS zu ermöglichen. Das ganze unbürokratisch und unauffällig, um die Gefahr einer Stigmatisierung zu bannen. So rechne das Catering-Unternehmen „auf kurzem Weg“ direkt mit dem Kinderhilfswerk ab, erzählt Jensen. Derzeit profitierten acht Kinder von dieser Unterstützung. Ebenso würden aber auch schon mal Schulranzen bezahlt oder die Teilnahme an Klassenfahrten ermöglicht, je nach Bedarf. Wie es damit aussieht und wo der Schuh drückt, wissen die Lehrkräfte wie Caroline Heinrich, die an der Grundschule unterrichtet, aber auch Mitglied im Kinderhilfswerk ist. So könne unbürokratisch geholfen werden. Vermieden werden soll, dass sensible Informationen nach außen dringen und Kinder und Familien Folgen eine mögliche Stigmatisierung erleben.
Der Hilfsfonds wurde ursprünglich für krebskranke Kinder in Schönkirchen gegründet, erinnert sich Jensen. Aktuell seien aber vor allem die Kinder der OGTS ins Blickfeld gerückt. So werde allein für das tägliche Mittagessen derzeit eine Summe von rund 3000 Euro jährlich veranschlagt, berichtet er stolz. „Seit der Gründung vor 33 Jahren konnten wir 360000 Euro an Spendeneinnahmen verbuchen, die wir in vollem Umfang an bedürftige Familien weiterleiten konnten.“ Das sei dem Umstand zu verdanken, dass die sieben Mitglieder des Kuratoriums die Verwaltungskosten persönlich übernähmen.



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