Reporter Eutin

Große Aufgaben für Laboe 2019

Laboe (uwr). Am Sonntag fand der traditionelle Neujahrsempfang der Gemeinde Laboe statt. Interessierte Einwohner, Vertreter von Vereinen, Gemeinderäte und Kreistagsabgeordnete drängten sich in die Schule. Schnell waren alle Plätze besetzt, viele mussten stehen und so kam es nicht überraschend, dass Bürgermeister Marc Wenzel sich einen schönen, großen Festsaal für Laboe wünschte, wie er bei dem Neujahrsempfang der Gemeinde Schönberg gesehen hatte. Schließlich sind im nächsten Jahr vielleicht schon die Bewohner des neuen Baugebietes „Krützkrog“ dabei. Unter den Gästen begrüßte er auch den Schönberger Bürgermeister Peter A. Kokocinski.
Für das neue Jahr mit vielen bedeutenden Aufgaben, wünschte Bürgermeister Marc Wenzel allen „Mut für Neues und Mut, Bewährtes zu behalten“, Mut für Entscheidungen und einen Bürgermeister mit Kompetenz, Weitsicht und Mut.
Es gab zwanzig Bewerbungen. Die drei schon bekannten Bürgermeisterkandidaten Inken Kuhn, Heiko Voss und Günter Petrowski nutzten die Gelegenheit nach dem Neujahrsempfang mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Am 7. März können sich alle Kandidaten in einer Informationsveranstaltung in der Jenner-Arp-Sporthalle Laboe mit ihren Ansichten vorstellen.
Mar Wenzel seien die unterschiedlichen Bedürfnisse der Menschen als Bürgermeister noch einmal sehr bewusst geworden. Aber der Rosengarten sei zum Beispiel ein lebendiger und gut besuchter Platz, wo die Skatebahn in seinen Augen gut hinpasse. Gleichzeitig sprach er sich klar für eine Meerwasserschwimmhalle in Laboe aus. „Laboe war und ist bereit für eine Meeresschwimmhalle“, betonte Marc Wenzel. Gleichzeitig warb er bei den Umlandgemeinden und der Gemeinde Schönberg um Unterstützung für ein touristisch-orientiertes Bad. Er versprach mit Blick auf seinen Schönberger Kollegen, dass Laboe vorangehe und einen Vorschlag für die Schwimmhalle unterbreiten werde.
Ein weiterer Schwerpunkt im kommenden Jahr liege beim Küstenschutz. Der Winter sei noch nicht vorbei und die Schäden nach den ersten zwei Sturmfluten größer als 2018. Der Untergrund beim Kiosk Birkenweg ist so zerstört, dass eine Sandaufschichtung nicht ausreichen werde.
Marc Wenzel warb für ein ganzheitliches Konzept von Hafen bis zur El Meson Playa, welches Küstenschutz und Tourismus zusammenführe. Mit einem soliden Konzept sei es leichter, Fördergelder zu beantragen und am Ende sei es auch günstiger, als immer „Flickwerk“ zu betreiben.
Immer wieder beeindrucke ihm, wie viele Menschen sich ehrenamtlich in Laboe auf vielfältige Weise beteiligen. Die Ausgangsbasis sei der Veranstaltungsservice, aber die zusätzlichen Angebote kämen von den Bürgern. Die gemeinsamen Erfolge seien der Antrieb weiterzumachen und hier sehe er auch die Verpflichtung der Gemeinde, die Vereine zu unterstützen, damit zum Beispiel in diesem Jahr auch wieder ein Weihnachtsfeuer stattfindet.
Mit einer Überraschung kam Norbert Maroses, der die Grußworte des Kreises Plön überbrachte und verkündete, dass der Kreis die Gemeinden besonders bei der Beseitigung der Sturmschäden unterstützt und der Wirtschaftsausschuss 500.000 Euro dafür bereitgestellt habe. Gerade beim Küstenschutz in Verbindung mit dem Tourismus plädierte er, wie Marc Wenzel für eine langfristige Lösung. „Hier ist auch das Land gefordert, sich zu beteiligen“, betonte er nachdrücklich. Mit einer weiteren Senkung der Kreisumlage für die Gemeinden, hätten die Haushalte zusätzliches Geld zur Verfügung.
Norbert Maroses gratulierte dem Theater Laboe Lachmöwen zur gelungenen Premiere „Wer hett, de hett!“ und empfahl den Besuch bei zu großen Diskussionen, denn er habe den Eindruck, dass in Laboe gern eifrig über die Zukunft diskutiert werde.
Pastor Daniel Kuhl von der Evangelisch-Lutherischen Anker-Gottes-Gemeinde Laboe wünschte den Laboern in dem wichtigen Jahr die Jahreslosung „Suche den Frieden und jage ihm hinterher“ nicht aus den Augen und Ohren zu verlieren. Es seit schon an der Gartenpforte manchmal nicht einfach, den Frieden zu wählen, dafür aber um so wichtiger.
Die musikalische Begleitung klang für viele Besucher ungewohnt. Said Ibrahim Ismail, in Laboe besser bekannt unter „Ibo“, wohnt seit einigen Jahren in Laboe. Er entlockte seiner Saz (eine Langhalslaute, Zupfinstrument) syrische Melodien.
Der Laboer Herrenkochclub hatte schon Rübenmus für alle vorbereitet, das Team Laboe warme sowie kalte Getränke und so klang der Empfang mit einem gemeinsamen Mittagessen aus.



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