Reporter Eutin

Gut besuchtes Spielefest & Plaudercafé der Flüchtlingshilfe Laboe, Brodersdorf, Wendtorf

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Ammar Mohammed Sale mit Emelie.

Ammar Mohammed Sale mit Emelie.

Laboe (uwr). Zum Spielefest mit Plaudercafé kamen besonders viele geflüchtete und alteingesessene Familien mit kleinen Kindern in die Räume der Volkshochschule Laboe. Während die kleinen Besucher sich beim Jonglieren und verschiedenen Balancespielen ausprobierten, konnten Eltern, Großeltern und Freunde der Flüchtlingshilfe ein gemütliches Beisammensein im Plaudercafé genießen: Das Kuchenbuffet war reich an internationalen Spezialitäten. Kai Rönnau von der Flüchtlingshilfe Laboe, Brodersdorf, Wendtorf empfahl ein Hefegebäck aus Jemen, welches ihm besonders gut mundete. Im Malzimmer schminkten Künstler Ammar Mohammed Sale und die stellvertretende Bürgermeisterin Wiebke Eschenlauer geduldig und mit viel Spaß Kindergesichter. Doch bei dem Andrang kamen sie gar nicht hinterher und gönnten sich nur eine kurze Pause, als der Zauberer kam. Fatima malte eine 15 auf die Hand eines Mädchens, welches auch geschminkt werden wollte. Eine gute Idee, da die Kinder so nicht anstehen, sondern spielen und basteln während der Wartezeit konnten. „Nummer 9“, rief Ammar, als Emelie fertig war. Immer wieder bildete sich eine Traube von Erwachsenen am Schminkstand, die fasziniert zusahen. Pünktlich kam der mit Spannung erwartete Zauberer Jeff de Fire. Der 12jährige Nassar schaute dem Zauberer aus dem Norden besonders gut auf die Finger, denn er zaubert selbst gerne. Ein Zauberstück ließ Zauberer Jeff de Fire, alias Jörn Dibbern, seinen Nachwuchskollegen vorführen. Mit seiner warmherzigen und lustigen Art gewann er schnell die Herzen seiner Zuschauer. Mit großer Fingerfertigkeit ließ er unter anderen Bälle auftauchen und wieder verschwinden, zerschnitt Seile und zeigte einen Moment später, dass es doch nur aus einen und nicht aus mehreren Teilen bestand. Gern hätten Erwachsene ihm mehr Fünf-Euro-Scheine gegeben, damit er sie in Fünfziger verzaubert. Doch nach der Vorstellung hatte Jeff de Fire alle Hände voll zu tun, damit alle Kinder mit einem eigenen Ballontier nach Hause gingen. Das Spielefest mit Plaudercafé war die letzte Veranstaltung der Aktionsreihe „Werde Pate für einen Tag“, welche durch die Zuwendung aus dem Programm „500 Landinitiativen” des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft gefördert wurden. Mit den zehn verschiedenen Events mit 20 bis 50 Teilnehmern wollten die Organisatoren das soziale Zusammenwachsen von Neu- und Altbürgern fördern. Teilnehmen konnten alle Bürger aus Laboe, Brodersdorf und Wendtorf. Inzwischen sind viele Freundschaften entstanden. Auch in Zukunft bleibt die Flüchtlingshilfe aktiv, erklärte Organisatorin Susanne Bartels am Sonntag. Die ersten neuen Ankömmlinge durch den Familiennachzug werden zum Beispiel aktiv unterstützt. Unter Leitung von Ute Weidt findet dienstags der Sprechtreff um 18 Uhr im Freya-Frahm-Haus statt. Hier können Geflüchtete in einem lockeren Gesprächskreis ihr Hör- und Sprechvermögen mit selbstgewählten Gesprächsthemen aus dem Alltag gezielt verbessern. Auch beim Theaterprojekt laufen die Vorbereitungen: Am 9. Mai soll im Lutterbeker die Premiere der Inszenierung von „Überlebende am Strand“ sein, einem Theaterstück mit Geflüchteten und Alteinwohnern unter Leitung von Joachim Rathke.



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