Reporter Eutin

Hammer und Amboss, das ist der Klang der Schmiede

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Lutterbek (kas) Die Lutterbeker Schmiede wurde 1628 erbaut und ist damit eines der ältesten noch erhaltenen Gebäude Lutterbeks. Kulturhistorisch ist sie auch über den Ort Lutterbek hinaus von Bedeutung. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Schmiede erstmals urkundlich erwähnt. Seit 1851 befindet sie sich im Eigentum der Familie Brockmann. Die Lutterbeker Schmiede ist die einzige Schmiede in der Probstei, die noch in ihrer ursprünglichen Form erhalten geblieben ist. Im Jahre 2005 wurde der Verein „Alte Lutterbeker Schmiede e.V.“ gegründet, mit dem Ziel, das alte Schmiedehandwerk wieder bekannt zu machen und sich für den Erhalt des historischen Gebäudes einzusetzen. Seit der Renovierung wurde die alte Schmiede 2006 wieder zu neuem Leben erweckt und seitdem sind wieder regelmäßig die Hammerschläge auf dem Amboss zu hören. Der Verein ist mittlerweile ein fester Bestandteil des Lutterbeker Dorflebens. Einmal monatlich außerhalb der Wintermonate ist die Schmiede am vorletzten Sonntag des Monats geöffnet, und das alte Handwerk wird vorgeführt. Henry und Elisabeth Schirmack aus Berlin-Tegel, die zurzeit Urlaub in Ratjendorf machen, hatten es im Probsteier Veranstaltungskalender gelesen, und sich auf den Weg nach Lutterbek gemacht. Es ist wirklich faszinierend was in den kleinen Dörfern der Probstei so alles geboten wird, meinten die beiden Großstädter. Interessiert schauten sie zu, was die drei Ehrenamtlichen für schöne Teile herstellten. Es wurde gebohrt, gehämmert, geschweißt, getrennt und gebogen. Der 1. Vorsitzende des Vereins, Heinrich Stark, erzählte vor der Schmiede den Zuschauern, was der Schmied früher handwerklich alles herstellen musste. Heute ist die Berufsbezeichnung nur noch ein Name und das Schlosserhandwerk hat zum Teil die Arbeiten übernommen oder es wird industriemäßig hergestellt und die Verbraucher kaufen es in Baumärkten oder im Internet. Der 2. Vorsitzende, Günter Lawrenz sowie Werner Lage und Holger Burmeister arbeiten hier Hand in Hand. Es werden kleine und große Mobile hergestellt, die im Garten oder auf dem Balkon Platz finden können. Auch kleine und große Weihnachtssterne, die mit einem Erdspieß versehen sind, gehören jetzt schon wieder zu den Rennern zwei Monate vor Weihnachten. Wir sind mit den Besucherzahlen übers Jahr sehr zufrieden, meint Stark. Die Schmiede ist aber nicht nur ein Ort für das Handwerk, sondern in der alten Schmiede kann man auch den Bund fürs Leben schmieden. „Seien Sie Ihres Glückes Schmied“ empfiehlt der ehrenamtliche Standesbeamte und Bürgermeister Wolf Mönkemeier. Über neue Mitglieder würde sich der Verein sehr freuen, denn es werden immer helfende Hände gebraucht. Auskunft erteilt gern Heinrich Stark unter 04343 – 97 85 oder im Internet unter www.altelutterbekerschmiede.de



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