Reporter Eutin

Kaiserwetter für den Königsschuss

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Der neue Gildekönig Karl-Wilhelm Sander „De Plattsnacker“ (Mitte) mit Ehefrau Thea Sander und dem Königsschützen Olaf Willrodt.

Der neue Gildekönig Karl-Wilhelm Sander „De Plattsnacker“ (Mitte) mit Ehefrau Thea Sander und dem Königsschützen Olaf Willrodt.

Heikendorf (kas) Endlich war es wieder soweit: Die Altheikendorfer Knochenbruchgilde von 1709 feierte ihr 308. Gildefest bei aller schönstem Wetter. Schon am Donnerstag begann es mit dem Grillfest um 11 Uhr auf dem Gildeplatz am Schulredder. Am Freitagabend um 20 Uhr ging es munter weiter mit dem schon traditionellen plattdeutschen Heimatabend in der Aula der Grund- und Gemeinschaftsschule Heikendorf. Mitwirkende an diesem Abend waren die Heikendörper Speeldeel und der Shantychor „De Brummelbuttjes“. Ebenfalls waren auch die Abordnungen der Möltenorter Knochenbruchgilde von 1655 sowie die der Neuheikendorfer Knochenbruchgilde von 1824 anwesend. Der Ältermann der Altheikendorfer Gilde, Heino Witt, begrüßte alle anwesenden Gäste, und freute sich über das zahlreiche Erscheinen. Geehrt wurde Uwe Träger, der nach 15 Jahren als Schützenobmann aus Altersgründen seinen Posten zur Verfügung gestellt hatte. Er bekam außer dem Beifall der Anwesenden noch einen Zinnteller als Erinnerungsgeschenk von Heino Witt überreicht. Mit dem gemeinsam gesungenen Schleswig-Holstein-Lied endete der Heimatabend. Der Sonnabend stand ganz im Zeichen der Schießwettbewerbe. Schon am Morgen traten die gewählten Schützen an, um auf den hölzernen Gildevogel für alle Gildemitglieder zu schießen. Das Schießen erfolgte nach einer verdeckten Schießliste, und jeder Schütze, der ein Teil des Vogels abschoß, hatte für das entsprechende Mitglied einen Kaffee- oder Menülöffel gewonnen. Wenn der Rumpf fällt, ist der neue Gildekönig ermittelt. Gleichzeitig wurde das Pokalschießen abgewickelt, und das Jungkönigspaar wird am Luftgewehrstand ermittelt. Um 14 Uhr startete der Festumzug vom Gildeplatz, um den 1. Ältermann Heino Witt, den noch amtierenden Gildekönig Heinz Potrafki und die Gildelade abzuholen. Auf dem Festplatz musikalisch mit den „Gildemusikanten“ wieder angekommen, wurde das Schießen fortgesetzt. Die Frauen boten wieder leckeren Kuchen und Kaffee an. Um 17.49 Uhr hat Königsschütze Olaf Willrodt mit dem 741. Schuss den Rumpf von der Stange geholt, und damit Karl-Wilhelm Sander zum neuen Gildekönig gekürt. Auf dem Dorfplatz wurde die neue Majestät 2017/2018 inthronisiert, und der stellvertretende Bürgermeister Karl-Wilhelm Scharpf gab ihm den Beinamen „De Plattsnacker“. Gewinner der einzelnen Pokale und Preise wurden ebenfalls auf dem Dorfplatz ausgezeichnet. Auch hat die Gilde 2017/2018 wieder ein komplettes Königspaar. Tabea Wallath und Paul Gesche konnten sich über die errungene Jungkönigswürde freuen. Beim Jugendpreisschießen hatte Paul Gesche auch die Nase vorn. Die Ehrenscheibe Vorstand/Gäste gewann Thorsten Härtelt und Björn Fischer war bei den Schützen und bei der Achtmannschaft erfolgreich. Den von Horst Schlüter gestifteten Jugendpreis gewann Daniel Karschewski, der auch den Pokal für die meisten Abschüsse des Gildevogels mit nach Hause nehmen konnte. Den Gildewanderpokal, gestiftet von der Förde Sparkasse, erhielt Matthias Grams und den Pokal, gestiftet von der Kieler Volksbank e.G., gewann Bernd Holst. Gleich zwei Erinnerungsbecher erhielt Björn Fischer für den Gewinn des Gildewanderpokals Vorjahr und den Königswanderpokal Vorjahr. Joachim Voigt erhielt den diesjährigen Königswanderpokal und bei den Damen erhielt Kirsten Härtelt die Erinnerungsplakette für den Gildefrauenwanderpokal Vorjahr. Den Gildefrauenwanderpokal, gestiftet von Manfred Greve, erhielt Monika Wiedemann.Mit einem Dämmerschoppen und einem gemütlichen Beisammensein auf dem Gildeplatz endete dieser würdevolle Tag. Am Sonntag, und das ist auch schon lange Tradition, klang das Gildefest ab 10 Uhr mit der „Drosselgilde“ aus. Ein gemütliches Beisammensein und ein Katerfrühstück rundeten das diesjährige Gildefest ab.



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