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Kulturpreis 2016 für Wilfried Zurstraßen

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Preisträger Wilfried Zurstraßen

Preisträger Wilfried Zurstraßen

Schönberg (kas). Zahlreiche Schönberger lockte der traditionelle Neujahrsempfang der Gemeinde in das Hotel „Am Rathaus“: Die Sitzplätze in dem großen Saal reichten nicht aus. Viele mussten Gäste das Geschehen stehend verfolgen. Nach dem Auftritt des Gospelchores der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Schönberg begrüßte Bürgervorsteherin Christine Nebendahl die Besucher, darunter den stellvertretenden Landrat Lutz Schlünsen, Bundestagsabgeordnete Dr. Birgit Malecha-Nissen sowie den Amtsvorsteher der Probstei Wolf Mönkemeier. Die stellvertretende Bürgermeisterin Antje Klein gab einen Überblick über 30 Jahre Kulturarbeit. Der Anfang 1987 sei schwer für die Verantwortlichen gewesen. Doch das Angebot fand rasch eine große Resonanz. „Nicht zuletzt auch aufgrund der touristischen Nachfrage“, verdeutlichte Klein. Viele bekannte Namen wie Götz Alsmann oder Gitte Henning seien nicht zuletzt dank des großen Engagements des langjährigen Bürgermeisters Wilfried Zurstraßen nach Schönberg gekommen. Er habe das Programm ins Leben gerufen, mitgestaltet und immer seinen Kurs trotz Gegenwinds gehalten. „Wir sind in der komfortablen Lage, dass die Gemeindevertretung Schönberg in 30 Jahren Kulturprogramm immer Geld im Haushalt einstellte“, erklärte Antje Klein und kam damit zum Ausblick auf das Jahr 2017. Der erstmals seit vielen Jahren wieder ausgeglichene Verwaltungshaushalt solle am 14. Februar beraten und beschlossen werden. Am 26. Februar wählt Schönberg einen neuen Bürgermeister. Und der neue Amtsinhaber bekommt viel zu tun: Planung und Erweiterung des Gewerbegebietes, mehr Krippenplätze, Barrierefreiheit an Bushaltestelle – all dies seien Projekte, die 2017 fortgesetzt oder neu begonnen werden sollen. Das aktuell größte Problem bescherte Sturmtief „Axel“ der Gemeinde. Für die Schadensbehebung hofft Antje Klein auf Hilfe des Landes und des Kreises, denn „ohne Sand, kein Strand“. Birgit Malecha-Nissen dankte Dr. Antje Klein, die sie seit September 2016 die Verwaltung führt, für diese geleistete Arbeit. Lutz Schlünsen hob hervor, dass der Kreistag die Umlage um 0,7 Prozentpunkte gesenkt habe, was die finanziellen Spielräume der Gemeinden ein bisschen erhöhe. Zwischen den Reden boten Musik und Show gute Unterhaltung: Der TSC Ostseebad Schönberg e.V. war mit einer Kindertanzgruppe unter Leitung von Jes Christophersen angetreten und bot den Zuschauern Videoclipdance. Marc Breitfelder und Georg Schroeter, bereits seit über 25 Jahren als Gäste bei „Schönberg kulturell“ dabei, sorgten mit Klavier- und Mundharmonika für den richtigen Blues-Sound. Abschließender Höhepunkt: Schönbergs Bürgervorsteherin Christine Nebendahl überreichte den Kulturpreis an den Wilfried Zurstraßen, da sich dieser auch nach seiner Amtszeit mit großem Engagement für die Reihe „Schönberg kulturell“ eingesetzt habe. Kulturpreisträger Zurstraßen, der mit Standing Ovations geehrt wurde, freute sich über die Auszeichnung. Sie gelte „für alle, die mitgeholfen haben, dass aus einem Setzling ein starker Kulturbaum“ geworden sei. „Kultur ist eine paradoxe Angelegenheit – sie kostet mehr als sie bringt, aber sie bringt mehr als sie kostet!“


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