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Pingstsüünobend-Umzug in Stein

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Stein (kas). Mit dem Pingstsüünobend-Umzug wird in Stein ein alter Brauch gepflegt, der in der Probstei einmal verbreitet war - die Pfingstgilde wurde früher in allen 20 Probsteier Dörfern gefeiert. Nach dem ersten Weltkrieg 1914 – 1918 haben davon 19 Dörfer dieses Brauchtum aufgegeben. Nur in Stein hatte der Pfingstfreitag und der Pfingstsonnabend weiter Bestand.
Einzige Ausnahme: Am 23.3.1971 wurde das Dorfhotel Stein durch ein Feuer vernichtet, und es trat in Ermangelung eines Tanzsaals eine Unterbrechung von einigen Jahren ein, bis das „Haus des Kurgastes“ 1976 fertig gestellt wurde. Somit konnte die Pfingstgilde wieder aufgenommen werden, allerdings schwand das Interesse.
Der Fremdenverkehrsverein Stein ergriff die Initiative und startete einen Versuch mit dem Pingstsünnobend, da am Sonnabend früher bei den Fischern getanzt wurde.
Um allen Beteiligten die Möglichkeit einer Teilnahme zu gewähren, backen die Hausfrauen nach altem Brauch und Rezepten das Probsteier „Nationalgericht“, Pförtchen mit Stachelbeermus und Butt. Alles wird übrigens kalt gereicht, denn an diesem Tag hat die Frau des Hauses ihren besonderen Tag.
Bei Ankunft des Festzuges klopft der Ältermann mit seinem nunmehr 126 Jahre alten Handstock an die Haustür und begrüßt den Hauswirt mit folgendem überlieferten Spruch: „Een beeten still int Huus! Hier schall Hinnerk den Vördanz hemm, mit de Frau int Huus!“ Es tanzt immer die Hausfrau, und den gewünschten Tänzer kann sie beim Ältermann benennen. Nach dem zünftigen Vortanz wird „Köm“ gereicht. Der Ältermann bekommt immer das erste Glas Schnaps, dann folgen das vortanzende Paar und danach die Musikanten. Nach diesem Ablauf dürfen alle Teilnehmer tanzen und werden mit Korn bewirtet. Danach klopft der Ältermann wieder mit folgenden Worten ab: „Wie wüllt düssen Naver ok nie ganz verteeren, laat uns nu man een Huus wiedergaan.“ So geht es weiter, bis der letzte Gastgeber besucht wurde. Der Ältermann erkennt das gastgebende Haus an einer mit frischem Grün geschmückten Haustür. In der Regel sind rund 30 geschmückte Häuser zu besuchen. Am Abend beginnt der allgemeine Festball.



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