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Restaurierungspreis geht an Eigner aus Eckernförde

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Laboe (uwr). In der letzte Woche fanden die 29. German Classics auf der Kieler Förde statt. Mehr als 130 klassische Yachten verwandelten den Laboer Hafen in ein Schiffsmeer. Teilweise lagen sie zu viert hintereinander am Hafen. An den beiden Regatten nahmen Seeleute auch aus Dänemark, Niederlanden, Schweden und Österreich teil. Schärenkreuzer, Spitzgatter, Seefahrtkreuer, KR-Kreuzer und Rennyachten waren im Regattafeld auf der Kieler Förde zu sehen. Nach den Seefahrten erwartete die Besucher und Teilnehmer trotz kühler Regenschauer ein umfangreiches Musikprogramm mit Jazzmusik und Singer-Songwriter-Sessions. Mit Spannung wurde die Verleihung des Restaurierungspreises am Freitagabend erwartet. Von drei Bewerbern konnten nur zwei vor Ort begutachtet werden. Der Bewerber aus Frankfurt/ Main konnte kurzfristig nicht anreisen und schied damit aus dem Wettbewerb aus. Die beiden Kandidaten machten es der dreiköpfigen Jury nicht einfach. Norbert Stuntz, Mitglied der Jury und des „Freundeskreises Klassischer Yachten“, erklärte, dass neben der historischen Bedeutung des Bootes, der Umfang der Restaurierung, die Originalität und Bauausführung sowie die Eigenleistung des Eigners in die Bewertung einfließen. Mit dem Restaurierungspreis will der „Freundeskreis Klassischer Yachten“ die Motivation für die Restaurierung alter Schiffe und die gegenseitige Hilfe fördern, damit möglichst viele alte Schiffe in der Nutzung verbleiben. In diesen Jahr hatten sich zwei Eigner mit kleinen Booten aus Eckernförde und Österreich beworben. Aber das war auch schon die einzige Gemeinsamkeit. Eigner Werner Trapp aus Eckernförde stellte sein Motorboot „Ajax“ vor. Auf einem Foto ist noch der Stahl-Schrotthaufen zu sehen, welches Werner Trapp entsorgen sollte. Doch der Oldtimer-Besitzer fand in einer Zeitung ein Bericht über Autoboote und erkannte im „Schrotthaufen“ das Juwel. 1928 wurde das Autoboot auf der Exquisitwerft gebaut. Mit viel Liebe zum Detail hat Werner Trapp dasMotorboot über fünf Jahre renoviert. Das Autoboot ähnelt dem Cockpit eines Autos. Es hat sogar ein Lenkrad. Der Motor ist 400 kg schwer, hat 120 PS und 4.2 Liter Hubraum. Heute gibt es kaum noch Autoboote. In Österreich gibt es zwei Hansejollen. Eine der 38-Fuß-Segelyachten hat seinen Heimathafen am Wolfgangsee in Österreich und gehört Eigner Thomas Körner, dem zweiten Bewerber um den Restaurierungspreis. Mit seiner Frau Heide ist er auf Segeltour. Von Salzburg ging es über Hamburg nach Dänemark zum Segeln und dann zur German Classics nach Laboe. Vor sieben Jahren fand er die Hansejolle in Dortmund. Als sie das erste Mal im Wasser lag, lief sie in einer Stunde voll Wasser. Nach 500 Stunden Restaurationsarbeiten erstrahlte die Hansejolle aus Mahagoni. Einmal im Jahr wird das Holz abgeschliffen, Schadstellen ausgebessert und neu lackiert. „Auf eine Stunde segeln, kommen zwei Stunden Arbeit“, verriet Thomas Körner. Die Hansejollen wurden in den 40er Jahren das erste Mal gebaut, der Entwurf von Henry Rasmussen stammt aus dem 20 Jahren. Die Boote sind 500kg schwer, lassen sich toll segeln und gelten als sehr sicher. Die Übernachtungsmöglichkeit und gute Trailerbarkeit sind zwei weitere Vorteile des Segelbootes. Seit 1960 gibt es beim DSV eine eigene nationale Klasse für Hansejollen. 2017 entschied sich die Jury für das Motorboot „Ajax“ bei der Verleihung des Restaurierungspreises. Jurymitglied Norbert Stuntz überreichte Werner Trapp den Wanderpokal, einen kupfernen Teekessel. Auf dem Kessel sind alle Namen der Schiffe und die Daten eingraviert. Zusätzlich erhält der Gewinner vom „Freundeskreis klassischer Yachten“ eine Fotosession vom Profifotografen. Auch Thomas Körner gratulierte dem Gewinner und freute sich schon, mit mehreren Hansejollen am nächsten Tag auf der Kieler Förde zu segeln, bevor es wieder heimwärts geht.



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