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„Seine große Leidenschaft war das Schreiben“

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Witwe Silke Hansen enthüllt die Gedenktafel.

Witwe Silke Hansen enthüllt die Gedenktafel.

Schönberg (kas). Es war schon ein kleiner Menschenauflauf am Sonntag in der Kleinen Mühlenstraße in Schönberg. Bei herrlichem Muttertags-Wetter fanden sich vor dem Haus Nr. 10 Familie, Freunde, Nachbarn und Bekannte von dem vor fünf Jahren verstorbenen deutschen Schriftsteller, Regisseur und Intendanten, Konrad Hansen ein. Hier in diesem Hause verbrachte Konrad Hansen seine Kindheit und Jugend im Hause seiner Großeltern. Die stellvertretende Bürgermeisterin Antje Klein begrüßte die Gäste, die zu diesem besonderen Ereignis zusammen gekommen waren. Ein herzliches Dankeschön ging an Hanna und Otto Kempfert, die die Initiative zu diesem Projekt der Bewahrung der Schönberger Ortsgeschichte einen Beitrag von besonderer Art geleistet haben, so Klein. Der ehemalige Bürgermeister Wilfried Zurstraßen konnte noch mehr über Konrad Hansen erzählen. Hier in der Kleinen Mühlenstraße 10 verbrachte Hansen eine entscheidende Zeit seines Lebens, die ihn prägte. Mit sieben Jahren kam Hansen mit seiner Schwester und Mutter zu den Großeltern nach Schönberg. Nach dem Besuch der Volksschule und Mittelschule in Schönberg, besuchte Konrad Hansen das Gymnasium in Kiel-Wellingdorf. Hansen war schon sehr früh ein vielseitig interessierter Mensch. Das wurde auch bei seinem Studium deutlich. Seine große Leidenschaft aber war: Schreiben, schreiben und abermals schreiben. Er schrieb humorvolle, nachdenklich und ernsthafte Hörspiele, Theaterstücke und Kurzgeschichten, vorwiegend in plattdeutscher Sprache. Mehr als 50 Theaterstücke, neun Bearbeitungen und Übersetzungen von Theaterstücken, rund 60 Hörspiele und mehr als 20 Drehbücher für Fernsehspiele und –filme wurden von ihm verfasst. Er arbeitete als Redakteur, freier Schriftsteller, Programmgestalter und Leiter des Heimatfunks bei Radio Bremen und schließlich als Theaterintendant. Im Jahre 1980 wurde er Intendant des Hamburger Ohnsorg-Theaters. Viele Lesungen mit Konrad Hansen konnte Wilfried Zurstaßen live miterleben, die im Probstei Museum abgehalten wurden.“Mit einer Mischung aus Temperament, Humor und Spielkunst verstand er es, die Figuren aus seinen Büchern für uns als Zuhörer wieder lebendig werden zu lassen“, so Zurstraßen. Die Witwe, Silke Hansen, dankte im Namen der Familie für diese Auszeichnung, und zeigte sich sehr bewegt, als sie die Gedenktafel enthüllte. Somit ist Schönberg um eine Attraktion reicher geworden, und viele Einheimische und Touristen werden in der Kleinen Mühlenstraße 10 an einen großartigen Menschen erinnert!



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