Reporter Eutin

Tag der Sicherheit in Klausdorf

Bilder
Der Renner: Das Aktionsmodul „Feuertaufe“ des LFV.         Fotos: Asmus

Der Renner: Das Aktionsmodul „Feuertaufe“ des LFV. Fotos: Asmus

Schwentinental / OT Klausdorf (kas). Über diese gelungene Aktion konnte die freiwillige Feuerwehr Klausdorf besonders stolz sein – in dieser Art und Weise hatten die Kameradinen und Kameraden der Wehr noch nie einen Tag der Sicherheit auf die Beine gestellt. Ortswehrführer Kai Lässig hatte alle motivieren können, und sogar der Wettergott hatte ein Einsehen. Rund um den Dorfteich in der Dorfstraße hatten sich am Sonnabend die teilnehmenden Personen mit ihren Fahrzeugen eingefunden. Das große Aktionsmodul des Landesfeuerwehrverbandes (LFV) fiel natürlich den Kindern sofort ins Auge. „Feuertaufe“ war hier angesagt, aber was hieß das genau? Die Kinder mussten ein wenig turnen und klettern, große Rollen überqueren, eine Kletterwand hinauf klettern und ganz von oben ging es auf einer Rutsche „ins Tal“. Vor diesem aufblasbaren Aktionsmodul stapelten sich die Schuhe der Kinder und immer wieder hörten die Eltern die Worte: „Noch mal!“ So erging es auch der sechsjährigen Emma Kudlek aus Klausdorf, die mit ihrem Vater vor dem großen Gefährt stand. Bald waren auch Elternteile bereit, sich dieser „Feuertaufe“ zu stellen und die Warteschlange wurde lang und länger. Auf dem Rundgang mit dem Schrift- und Pressewart Andre Schulz wurden die vielen Fahrzeuge und Stände erklärt, die bei bestimmten Einsätzen tätig sein könnten. Vorbei ging es Löschgruppenfahrzeug LF 10/6 mit einen Löschwassertank von 1.200 Litern Fassungsvermögen. Ein kleines Zelt mit durchsichtiger Folie erinnerte ein wenig an die Raumfahrt – es war vom Löschzug-Gefahrgut Kreis Plön, und war der sogenannte Dekontaminationsbereich (hier werden die Personen, die mit Gefahrstoffen in Berührung gekommen sind, gesäubert.) Es ist eine Ein-Personendusche. Dahinter war ein großes Zelt aufgeschlagen, wo die persönliche Schutzausrüstung eines Feuerwehrmannes oder einer Feuerwehrfrau ausgestellt waren. Gegenüber im Zelt war es neblig. Hier wurde das Zelt total vernebelt (ungiftig!) und man konnte die Wärmebildkameras bedienen. Dann war wieder Action für Kinder: Die Polizei hatte ihr beliebtes Motorradkarussell aufgebaut. Vorschriftsmäßig wurden die Kinder mit Sturzhelmen ausgestattet und konnten auf den schweren Motorrädern ihre Runden drehen. Ein weiterer Stand war das Zelt des Fotografen. In diesem Zelt konnten sich die Jugendlichen oder auch Erwachsenen mit einer Original Feuerwehrjacke oder auch mit Helm fotografieren lassen. Vielleicht gefiel den Kindern ja schon das Bild, und es ist der erste Schritt in die Jugendwehr damit getan. Ein großer Stand der Landespolizei Schleswig-Holstein folgte verschiedenen Angeboten. Auf der einen Seite wurde die Ausrüstung der Polizeibeamten gezeigt, wie Schutzschild, eine schusssichere Weste oder der berühmt- berüchtigte „Gummiknüppel“. Auf der anderen Seite wurde der Einbruchschutz präsentiert. „Leider sind die Menschen sehr träge“, wie Polizist Helm erklärt. „An unserem Stand kommt meist nur älteres Publikum.“ Viele kommen erst zur Polizei, wenn sie „Geschädigter“ sind. Dabei ist es so einfach, den „Langfingern“ das Leben schwer zu machen: Bei Dunkelheit Beleuchtung im Haus anstellen, wenn man außer Haus ist, und der billigste Einbruchschutz sind die guten Nachbarn. Einen garantierten Einbruchschutz gibt es aber leider nicht. Wer sich noch etwas von der Rundtour und dem Erlebten erholen wollte, der konnte sich am Feuerwehrhaus mit Wurst, Pommes, Kuchen und Getränken stärken, und den flotten Klängen des Spielmannszuges des Raisdorfer TSV lauschen. Eine rundherum gelungene Aktion, die höchste Anerkennung verdient.


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