Reporter Eutin

„Wir machen was!“

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(V. r.) Jutta Briel und Wiebke Heller.

(V. r.) Jutta Briel und Wiebke Heller.

Heikendorf (t). Auftaktveranstaltung für ein Aktionsforum „Wir machen was!“ am kommenden Mittwoch, 20. März. Die Heikendorferinnen Jutta Briel und Wiebke Heller laden zu der Veranstaltung um 19 Uhr in den Lesesaal des Heikendorfer Rathauses ein. Das Treffen zielt darauf, sich zu vernetzen und mit verschiedenen Aktionen mehr Menschen für eine nachhaltige Lebensweise zu gewinnen, wünschen sich die Organisatorinnen: „Stellen Sie sich vor, Heikendorf könnte klimaneutrale, nachhaltige Gemeinde werden.“ Es geht um Themen wie Energieverbrauch und Verkehr, Verpackungsmüll, Fairer Handel, Ernährung und Landwirtschaft.

Das Projekt will an die Arbeit der Agenda 21-Gruppe anknüpfen. Auf der Grundlage des Aktionsprogramms der Vereinten Nationen nach der Konferenz von Rio hatte sich auch in Heikendorf eine Agenda 21-Gruppe gebildet und 2003 eine lokale Agenda für Nachhaltigkeit auf den Weg gebracht. In Heikendorf gibt es weitere Initiativen wie die Fair-Trade-Town für fairen Handel, der BUND für Umwelt und Naturschutz, das Generationen übergreifende, ökologisch und sozial ausgerichtete Wohnprojekt Torfwiesenau, die hierzu Schnittmengen aufweisen und eingebunden sind.

„Jeder Schritt ist ein Gewinn“, sind die Veranstalterinnen überzeugt. Jutta Briel und Wiebke Heller haben durch die Arbeit in der Tansaniapartnerschaft der Kirchengemeinde Heikendorf mit eigenen Augen die Auswirkungen der hohen CO2 Emissionen in den Industriestaaten auf die Partner in Afrika gesehen. Jutta Briel meint: „Wir leben hier zu sehr auf Kosten der Menschen in Entwicklungsländern!“ Wiebke Heller denkt auch an die künftigen Generationen. „Wenn wir wollen, dass unsere Kinder und Enkel noch eine lebenswerte Zukunft haben, dürfen wir nicht länger zu Lasten der Zukunft leben - es reizt uns sehr, einen anderen Lebensstil auszuprobieren und uns mit anderen zu vernetzen.“
Hintergrund: Die Deutschen verbrauchen zurzeit etwa drei Erden. Der Klimawandel wird von Fachleuten als größte Herausforderung der Welt angesehen. Der kürzlich veröffentlichte Bericht des Weltklimarates rüttelt auf. „Es ist Zeit, umzudenken und zu handeln!“, sagen die Initiatoren. „Was können Bürger neben politischem Engagement ganz konkret in Alltag tun, um durch einen nachhaltigeren Lebensstil einen individuellen Beitrag zur Begrenzung der Klimaerwärmung, zur Erhaltung der Artenvielfalt, zur Reduzierung des Plastikmülls und damit zur Erhaltung einer lebenswerten Umwelt zu leisten?“


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