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Betrugsversuch mit gefälschtem Goldschmuck in Jever und Varel: Woran erkennt man Falschgold?

Bild: Adobe Stock

 

Jever/Varel. Im Frühjahr 2026 kam es sowohl in Jever als auch in Varel zu mehreren Betrugsfällen. Zwei Männer sollen stationären Goldschmieden und Juwelieren mutmaßlich gefälschten Goldschmuck zum Ankauf angeboten haben.

Die Schmuckstücke bestanden zunächst die Echtheitsprüfung. Jedoch stellte sich in mindestens einem Fall heraus: Statt einer Echtgoldkette wurde der betroffenen Juwelierin eine Halskette mit „Rhenium-Kern“ verkauft. Deren Materialwert läge deutlich unter dem gezahlten Ankaufspreis.

Solche Betrugsfälle können auch in Privatpersonen, die Goldschmuck besitzen, Zweifel wecken. Wie können sie sich sicher sein, dass ihre vermeintlichen Schätze aus echtem Gold bestehen?



Kann man echten Goldschmuck von einer Fälschung unterscheiden?

Ob eine gerissene Goldkette oder ein aus der Mode gekommener Goldring – alter und ungeliebter Goldschmuck befindet sich in vielen Haushalten. Schätzungen zufolge besitzen mehr als 30 Prozent der Bundesbürger sogenanntes Altgold.

Bleiben solche Schmuckstücke vergessen in einer Schublade liegen, nehmen sie unnötig Platz weg. Daher kann es sinnvoll sein, sie zum Goldankauf in München oder einer anderen Stadt anzubieten.

Allerdings sollten die Besitzer im Vorfeld prüfen, ob Halskette, Ring und Co. aus echtem Gold bestehen. Um herauszufinden, ob ein Schmuckstück wirklich aus Gold gefertigt wurde, empfehlen sich für Laien zunächst zwei Tests.



Der Klangtest

Treffen eine Münze oder ein Ring aus echtem Gold auf eine harte Oberfläche, entsteht ein charakteristischer Klang. Ein klares, melodisches Geräusch mit einem wahrnehmbaren Nachhall.

Fällt dagegen Schmuck aus einem anderen Metall auf beispielsweise eine Tischplatte, ertönt beim Aufprall nur ein kurzes Scheppern.

Wer den Klangtest selbst einmal zu Hause nachmachen möchte, braucht nicht viel mehr als die vermeintliche Goldmünze und einen Tisch.

Anschließend wird das Goldstück zwischen Zeigefinger und Daumen genommen. Empfehlenswert ist es, es aus einer niedrigen Höhe auf die Tischoberfläche fallen zu lassen.

Wichtig: Sobald das vermeintliche Gold auf dem Tisch aufkommt, heißt es: Ohren spitzen. Denn den Nachhall, der auf echtes Gold schließen lässt, kann man leicht überhören. Daher kann es auch sinnvoll sein, den Klangtest zwei- oder dreimal zu wiederholen.



Der visuelle Test

Ebenso sollten sich Laien Goldschmuck und Goldmünzen genau ansehen, bevor sie sie zum Kauf anbieten. Bereits ein konzentrierter Blick kann schließlich Hinweise auf die Echtheit der scheinbaren Schätze liefern.

Zunächst empfiehlt es sich, die Farbe des Goldes in Augenschein zu nehmen. Echtes Gelbgold zeichnet sich durch einen sattgelben Farbton aus. Je höher dabei der Goldgehalt ausfällt, desto intensiver ist die Farbnuance.

Zwar glänzen echter Goldschmuck und Goldmünzen leicht. Ein zu strahlender und damit künstlicher Glanz kann jedoch auf eine Fälschung hinweisen. Gleiches gilt für eine zu blasse oder zu gelbstichige Färbung.

Bei der Farbkontrolle kann man die Oberfläche von Schmuck und Münzen direkt auf Abrieb kontrollieren. Echtes Gold behält seine Oberflächenstruktur auch nach mehreren Jahren oder gar Jahrzehnten bei. Kratzer sind zwar vor allem bei älteren Schmuckstücken keine Seltenheit. Jedoch darf das Material weder verblassen noch abblättern.

Zuletzt ist es wichtig, nach der Punzierung des Goldes zu suchen. Diese gibt bei echtem Gold den sogenannten Reinheitsgrad an. Schmuckstücke weisen zu dem Zweck in der Regel einen Goldstempel auf:

  • 333: Es handelt sich um 333er-Gold, das dementsprechend einen Feingoldanteil von 33,3 Prozent aufweist.

  • 585: Das sogenannte 585er-Gold besitzt einen Feingoldanteil von 58,5 Prozent.

  • 750: Das für Schmuckstücke bevorzugt genutzte 750er-Gold zeichnet sich durch einen Feingoldanteil von 75 Prozent aus.

Seltener besitzen Schmuckstücke die Prägung 999, die auf einen Feingoldanteil von 99,99 Prozent hinweist. Eine solche Punzierung findet sich hauptsächlich bei Anlagebarren und Goldmünzen.


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