

Ein schöner Garten macht nicht nur glücklich, sondern auch stolz. Dabei ist es ganz gleich, ob man auf üppige Blumenbeete, gepflegten Rasen, klassische Ziersträucher oder einen Mix aus allem setzt. Manche Hobbygärtner wollen aber auch hin und wieder etwas ganz Neues ausprobieren und weg von den klassischen Geranien oder Tomatenpflanzen. Voll im Trend liegen derzeit außergewöhnliche oder etwas in Vergessenheit geratene Nutzpflanzen, die man hier und da einsetzen kann, ohne den kompletten Garten neu gestalten zu müssen.
Wenn man ein wenig experimentieren möchte, kann man gut mit Saatgut beginnen. Hanfsamen erleben beispielsweise gerade einen kleinen Boom, nicht nur im Garten, sondern auch in der Küche. Die Samen schmecken angenehm nussig, lassen sich über Salate streuen, ins Müsli mischen oder in Smoothies geben und punkten mit einem hohen Proteingehalt sowie einem guten Verhältnis von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Wer sie mal testen möchte, kann in speziellen Onlineshops Hanfsamen kaufen und dort auch nach weiterem ungewöhnlichen Saatgut stöbern.
Wunderbar pflegeleicht: Topinambur
Topinambur sieht man eher selten in deutschen Gärten, obwohl die Pflanze sehr einfach zu pflegen ist und nach dem Sommer mit einer reichen Ernte aufwartet. Sie schießt bis zu drei Meter in die Höhe, bildet im Spätsommer hübsche gelbe Blüten und sieht dabei ein wenig aus wie eine wild gewachsene Sonnenblume. Der eigentliche Schatz steckt allerdings im Boden: Ab dem Herbst kann man die Knollen bis ins Frühjahr hinein ernten und entweder roh, gekocht oder gebraten verzehren. Topinambur braucht nicht viel Wasser, kaum Dünger und benötigt nicht viel Aufmerksamkeit. Allerdings sollte man wissen, dass sich die Pflanze sehr fleißig über die ungeernteten Knollen vermehrt, die im Boden geblieben sind. Wenn man den Anbau kontrollieren möchte, plant man am besten eine eigene, klar abgegrenzte Ecke für Topinambur im Garten ein.
Das vergessene Wintergemüse: Die Schwarzwurzel
Ähnlich pflegeleicht wie Topinambur ist die Schwarzwurzel. Auch sie kann man nach dem Sommer frisch aus dem Boden holen und genießen. Im Geschmack erinnert sie leicht an Spargel, weshalb sie früher auch gern als Winterspargel bezeichnet wurde. Im Garten nimmt sie kaum Platz weg und stört die anderen Pflanzen nicht. Einzig das Ernten ist ein wenig aufwändig, weil die Wurzeln sehr
tief gehen. Am besten geht man mit einer langen Grabegabel ran, damit die Wurzeln nicht abbrechen.
Ideal fürs Hochbeet: Die Süßkartoffel
Die Süßkartoffel braucht Wärme und einen sonnigen Standort. Am wohlsten fühlt sie sich anfangs im Hochbeet, weil der Boden dort schneller warm wird und keine Staunässe entsteht. Ins Freiland kann sie nach den Eisheiligen entlassen werden, also frühestens Mitte Mai. Die Pflanze schmückt sich mit üppig rankenden Blättern, die den ganzen Sommer über dekorativ wirken. Im Herbst gibt es dann eine ordentliche Knollenernte.
Ein Tipp für alle drei Knollengewächse: Wühlmäuse machen vor keiner Knolle halt. Wenn man gelegentlich Probleme mit Nagetieren im Garten hat, sollte man die Pflanzen generell besser in Hochbeeten pflanzen. Als zusätzlichen Schutz vor den Tieren, legt man ein Drahtgitter auf den Boden des Hochbeets, bevor man es befüllt.
Wilder Grünbereich vs. Ziergarten
Wenn man eine Ecke des Gartens bewusst wild und natürlich halten möchte, erhält man einen interessanten Kontrast zwischen dem gepflegten Teil und der wilden Ecke. Dazu überlässt man sie ganz einfach sich selbst und schaut zu, welche Überraschungen heranwachsen. Zusätzlich kann man Saatgut für wilde Blumenwiesen verstreuen. Das ist nicht nur hübsch anzuschauen, sondern auch nachhaltig, denn die Blüten sind die Lebensgrundlage für Schmetterlinge, Wildbienen und andere nützliche Tiere.

































