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Telemedizin im Alltag: Wie digitale Sprechstunden den Zugang zur medizinischen Versorgung revolutionieren

Bild: Adobe stock

Viele Menschen, die in den letzten Jahren versucht haben, zeitnah einen Termin bei einem Facharzt zu erhalten, kennen das Problem der langen Wartezeiten. In zahlreichen Regionen Deutschlands sind Wartezeiten von mehreren Wochen eher die Regel als die Ausnahme, insbesondere dort, wo die Anzahl der Fachärzte gering ist. Gleichzeitig hat sich die Art der medizinischen Beratung in kurzer Zeit erheblich verändert. Videosprechstunden, digitale Anamnesebögen und elektronische Rezepte sind mittlerweile ein fester Bestandteil des Versorgungssystems. Für Patienten bedeutet dies einen direkteren Zugang zur Behandlung, ohne den Umweg über überfüllte Wartezimmer nehmen zu müssen.

Ablauf einer digitalen Sprechstunde

Der Prozess einer digitalen Sprechstunde ähnelt sich bei den meisten Anbietern. Zunächst füllen die Patienten einen medizinischen Fragebogen aus, in dem Informationen zu Symptomen, Vorerkrankungen und bisherigen Behandlungsversuchen erfasst werden. Ein approbierter Arzt überprüft die Angaben und entscheidet, ob eine Behandlung sinnvoll ist oder ob ein zusätzliches Gespräch per Video erforderlich ist. Fällt die Entscheidung positiv aus, wird das Rezept digital erstellt und kann direkt an die Apotheke des Vertrauens übermittelt werden.

Ein solches Modell hat sich auch im Bereich der medizinischen Cannabistherapie bewährt. Patienten mit entsprechender Indikation können sich auf Plattformen wie https://canngo.express/market/catalog/flowers bereits vor dem eigentlichen Fragebogen über verfügbare Präparate informieren und damit den ganzen Weg vom ersten Kontakt bis zur Apotheke nachvollziehen, ohne einen Termin in der Praxis wahrzunehmen.

Wo die Digitalisierung der Versorgung an ihre Grenzen stößt

Sicher lässt sich nicht jede medizinische Frage auf Entfernung beantworten. Akute Notfälle, jegliche körperliche Untersuchungstätigkeit und einige moderne Diagnosetechniken verlangen nach wie vor den persönlichen Kontakt zwischen Arzt und Patient. Bei komplizierteren Krankheitsbildern wird auch ein noch so gut formulierter Fragebogen oft nicht zur richtigen Diagnose führen. Qualitätssicherung wird dann auch ein wichtiges Problem.

Seriöse Anbieter arbeiten mit lizenzierten Ärzten zusammen und dokumentieren jede ihrer Entscheidungen überprüfbar. Die weniger seriösen verzichten meist darauf. Patienten sollten aufmerksam studieren, wer hinter einem Angebot steht, ehe sie ihre medizinischen Daten übermitteln.

Rechtlicher Rahmen: Vom Fernbehandlungsverbot zum E-Rezept

In der Vergangenheit war die ausschließliche Fernbehandlung in Deutschland berufsrechtlich nur schwer umsetzbar. Erst mit der Anpassung der Musterberufsordnung im Jahr 2018 wurde die Behandlung ohne vorherigen persönlichen Kontakt unter bestimmten Bedingungen gestattet. Diese Veränderung gilt als einer der wesentlichen Fortschritte für die heutige Telemedizin in Deutschland.

Ein weiterer wichtiger Schritt war die Einführung des elektronischen Rezepts. Seit dem 1. Januar 2024 ist das E-Rezept bei gesetzlich Versicherten für die meisten verschreibungspflichtigen Medikamente verbindlich vorgeschrieben. Auch medizinisches Cannabis ist grundsätzlich von den Regelungen des Betäubungsmittelrechts umfasst, wobei die Verschreibung seit dem Inkrafttreten des Cannabis als Medizin Gesetzes von 2017 möglich ist, sofern eine medizinische Indikation vorliegt. Diese gesetzlichen Grundlagen legen den Rahmen fest, in dem digitale Gesundheitsplattformen heute operieren müssen.

Was Patienten vor einer telemedizinischen Behandlung beachten sollten

Bevor Patienten sich für eine digitale Behandlung entscheiden, ist es ratsam, einige Kriterien zu berücksichtigen. Dazu zählen die Kostentransparenz, die Qualifikationen der behandelnden Ärzte sowie der Umgang mit persönlichen Daten gemäß der Datenschutz-Grundverordnung. Plattformen, die diese Aspekte offen kommunizieren, schaffen Vertrauen, sodass Patienten nicht ausschließlich auf Werbeversprechen angewiesen sind.

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Nachvollziehbarkeit des medizinischen Entscheidungsprozesses. Wird die Anfrage tatsächlich von einem Arzt geprüft, und sind die Kriterien erkennbar, nach denen eine Behandlung bewilligt oder abgelehnt wird? Diese Fragen lassen sich oftmals schon vor der ersten Anfrage durch einen Blick in das Impressum und die FAQ-Bereiche der jeweiligen Plattform klären.


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