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Anbaden im Großen Plöner See

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Bosau (jo). Ein erfrischendes Bad im Großen Plöner See am Bosauer Sandstrand am Samstagmorgen klingt nach einer schönen Idee. Doch was wird daraus, wenn es Anfang Januar ist und die Wassertemperatur bei gerade mal 3 Grad liegt? Rund 25 mutige Schwimmerinnen und Schwimmer meldeten sich trotz (oder wegen?) der niedrigen Temperaturen zum Anbaden im Großen Plöner See an. Das Anbaden an sich hat bereits eine lange Tradition, in diesem Jahr wurde es das erste Mal vom DLRG-Ortsverein organisiert. Auch das THW Plön und die Bosauer Feuerwehr waren vor Ort und halfen tatkräftig. Für die wagemutigen Schwimmer standen nicht nur beheizte Zelte zum Umziehen, sondern auch eine Suppe und ein Heißgetränk zur Verfügung.


Diese wärmende Mahlzeit war in der Anmeldegebühr von 5 Euro inbegriffen. Um in Bosau ins sehr kühle Nass zu springen, waren Julius und seine Mutter Dominika Ende extra aus Hamburg angereist. „Ein bisschen Erfahrung haben wir, im Oktober und im Frühjahr letztes Jahr waren wir auch im Wasser“, berichtete die Hamburgerin. Nach der intensiven Abkühlung stand für sie ihr Ferienhaus mit warmer Dusche bereit. „Dass in Bosau solche Events stattfinden, ist schön. Wir machen hier gerne Urlaub in unserem Ferienhaus und an Veranstaltungen der Gemeinde wollten wir jetzt auch endlich mal teilnehmen.“ Der Rest der Familie verfolgte das Unternehmen lieber in dicker Jacke vom trockenen Ufer aus. Um 11 Uhr war es so weit: Die tollkühne Gruppe lief voller Motivation gemeinsam ins Wasser. Doch bereits nach kurzer Zeit drehten die ersten mindestens genau so schnell um, wie sie reinliefen. Allzu verständlich.


Manche besonders frostfesten Schwimmer schwammen aber sogar den langen Weg um die Badeplattform im See.


Für Dominika und Julius Ende aber ging es direkt nach der ersten Runde sogar noch einmal hinein. „Kurz nach dem Verlassen war es gar nicht mehr kalt, dann haben wir die Situation genutzt und sind gleich nochmal rein“ , so die Mutter. Sehr kalt war es dennoch, da waren sich beide einig: „Sobald man mit der Brust im Wasser ist, schnürt es einem regelrecht die Luft ab.“ Gut zu wissen also, das Retter der DLRG auf SUP-Boards zur Rettung der Teilnehmer jederzeit bereit waren. Für alle Kaltschwimmer ging aber glücklicherweise alles glatt und anschließend wurde der etwas andere Badegang bei einer Suppe und einem Punsch ausgewertet.


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