Reporter Eutin

„Toll, dass wir alles selbst machen dürfen!“

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Hutzfeld (sh). Beim Betreten der Schulküche der Heinrich-Harms-Schule in Hutzfeld nimmt man einen leckeren Duft wahr. Auf dem Herd steht ein riesiger Topf mit saisonalen Zutaten wie Steckrüben, Kartoffeln und Wurzeln, die gerade vor sich hin köcheln. Drumherum hat sich ein Teil der Klasse 6 f mit ihrer Klassenlehrerin Regina Seidensticker versammelt. Es wird abwechselnd gekostet und nachgewürzt. Noch ist der Eintopf nicht fertig ...

Jeden Freitag teilt sich die Klasse für das Fach Verbraucherbildung auf: Ein Teil der Schüler nimmt am Technik-Unterricht teil, der andere kocht. In zwei Doppelstunden, also in 90 Minuten, wird gemeinsam ein Gericht zubereitet, gekocht und gegessen. Und anschließend wird zusammen abgewaschen.
Letzten Freitag stand Steckrübeneintopf auf dem Stundenplan – wie kam es zu diesem Gericht?

Lasse berichtet: „Wir haben in der Klasse einen Jahreskalender. Auf den Kalenderblättern steht jeden Tag eine Frage, die wir in der Klasse besprechen – und neulich stand dort: ,Kennt ihr Steckrüben?’“ Und dieses Wintergemüse hat die Schüler dazu inspiriert, gemeinsam einen Steckrübeneintopf zu kochen. „Mir ist wichtig, dass wir saisonale und regionale Zutaten verwenden“, so Regina Seidensticker. „Dabei lege ich viel Wert auf die Praxis. Die Schüler lernen bei mir die Grundtechniken fürs Kochen, Braten und Backen.“
Insgesamt ist der Lehrerin die Gesundheit der Kinder sehr wichtig. „Ich achte auch darauf, dass sie immer genügend Wasser trinken und täglich Äpfel essen.“ Dabei zitiert die Klasse das Sprichwort im Chor: „An Apple a Day keeps the Doctor away ...“

In den fünften und sechsten Klassen steht „Kochen“ auf dem Stundenplan. Und wie finden das die Schüler?

„Ich finde es gut, dass wir immer so viel Neues lernen“, erzählt Kim. Lea ergänzt: „Toll ist auch, dass wir alles selbst machen dürfen wie zum Beispiel Gemüse schneiden.“ Thore nickt und sagt: „Oft dürfen wir hier Dinge machen, die wir zu Hause in der Küche nicht machen dürfen.“ Letztendlich sind sich aber alle einig, dass vor allem das gemeinsame Essen sehr viel Spaß bringt. „Nur das Abwaschen am Ende ist nicht so schön“, gibt Lois zu.

„Ich achte auch immer darauf, dass die Rezepte machbar und die Zutaten nicht zu teuer sind“, erklärt Regina Seidensticker. Meist wandelt sie klassische Rezepte für ihre Schüler individuell um und freut sich über Bestätigung. „Besonders schön ist es, wenn die Kinder die Rezepte später zu Hause bei ihren Familien nachkochen.“
Apropos: Wer den leckeren Eintopf nachkochen möchte, bekommt hier das Rezept für zwei Personen: 400 Gramm Steckrüben, 200 Gramm Kartoffeln und 200 Gramm Wurzeln schälen, waschen und in kleine Würfel schneiden. Eine Zwiebel hacken.

Einen Esslöffel Butter in einem Topf erhitzen und einen knappen Esslöffel Zucker drüber streuen und glasieren. Dann die Zwiebelstückchen darin bräunen. Anschließend die Gemüse-Würfel dazugeben und andünsten. 300 Milliliter Brühe dazu gießen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Inhalt im geschlossenen Topf rund 25 Minuten garen. Parallel nach Belieben zwei Kohlwürstchen in Scheiben schneiden und dazu geben. Am Ende den Eintopf nochmals mit Salz und Pfeffer würzen und abschmecken sowie mit gehackter Petersilie bestreuen. Guten Appetit!


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