Reporter Eutin

Verein ruft zu Spenden für Machbarkeitsstudie auf

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Motiviert waren die Beteiligten in das Vorhaben gestartet - hier ein Foto aus dem September 2020.

Motiviert waren die Beteiligten in das Vorhaben gestartet - hier ein Foto aus dem September 2020.

Bad Malente-Gremsmühlen (t/aj). Es war Punkt 16 auf der Tagesordnung der Malenter Gemeindevertretungssitzung am letzten Donnerstag: Im Zuge der Reaktivierung der Bahnstrecke Malente - Lütjenburg will die NAH.SH eine Machbarkeits- und Potenzialanalyse für den Schienen-Personen-Nahverkehr erstellen lassen, deren Leistungsbeschreibung in enger Abstimmung mit dem AK/Verein, der Stadt Lütjenburg und der Gemeinde Malente abgestimmt wird. Ziel der Machbarkeitsstudie ist die Erstellung einer Nutzungskonzeption für die gesamte Strecke bis Lütjenburg. So war es in den Sitzungsvorlagen angekündigt worden. Weiter hieß es: „Von Seiten des Landes (NAH.SH) wurde angeregt, dass auf Grund der Kosten (ca. 50.000 Euro) es landesseitig als wichtiges Signal und Zeichen angesehen wird, dass die gesamte Region hinter den Reaktivierungsabsichten steht und die Kommunen Lütjenburg und Malente sowie die Kreise Plön und OH sich daher jeweils mit einem ‚symbolischen‘ Beitrag i. H. v. 4.000 Euro an dem Gutachten beteiligen sollten.“ Der Kreis Plön (mehrheitlich), der Kreis Ostholstein sowie die Stadt Lütjenburg haben ihre finanzielle Beteiligung an der Studie (jeweils einstimmig), bereits beschlossen. Der Verein Schienenverkehr Malente-Lütjenburg e. V. ist ganz aktuell noch einmal auf die Bürgermeisterin Tanja Rönck zugekommen und hat um die finanzielle Beteiligung der Gemeinde Malente als zentral betroffene Kommune gebeten. Dazu aber mochte sich die Mehrheit der Malenter Gemeindevertretung nicht durchringen. Beim Verein Schienenverkehr Malente-Lütjenburg e.V. ist man irritiert: „Obwohl alle in der Gemeindevertretung vertretenen Parteien betonten, dass ihnen das Projekt sehr wichtig sei und sie inhaltlich weiterhin voll dahinterstehen, sei aber die Haushaltslage der Gemeinde Malente so desolat, dass sie den Betrag von 4000 Euro nicht bewilligen könnten“, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins. Weiter wird ausgeführt: „Es wäre ein Rückschlag für die enorme bisherige ehrenamtliche Arbeit des Vereins, wenn unser Projekt zum Kollateralschaden von finanziellen Problemen in der Malenter Gemeinde werden sollte. Insbesondere, wenn alle Fraktionen betonen, inhaltlich eigentlich hinter dem Projekt zu stehen. Und das vor dem Hintergrund der Riesenchance auf eine Einführung der RB bis zumindest Malente Nord, die jetzt besteht, weil diese Linie auch im Schienenverkehrsgutachten des Landes SH zur Optimierung des Schienenpersonennahverkehr bis 2035 enthalten ist. Für all die vielen engagierten Menschen in und um unseren Verein, die engagierten Menschen in diesem Projekt, die engagierten Bürger und Bürgerinnen, die teils die Strecke schon in Handarbeit freischneiden, für die Stadt Lütjenburg, für die ganze Holsteinische Schweiz und Hohwachter Bucht und alle weiteren Beteiligten wäre es extrem schade, wenn dies jetzt in der Öffentlichkeit als fehlendes Interesse seitens Malentes missinterpretiert wird.“ Einige Gemeindevertreter hätten spontan sogar angeboten, privat zu spenden, damit das vielversprechende Projekt keinen Schaden nimmt. Nun wolle man als Bürgerverein der Gemeinde Malente aushelfen und versuchen, die noch fehlenden 4000 Euro über Spenden zusammenzukriegen und so auch zu belegen, wie sehr die Region an einem Strang zieht und hinter diesem tollen Projekt stehe. Der Vorsitzende unseres Vereins, Prof. Dr. Monheim ruft daher zu Spenden auf: „Wer uns und die Gemeinde Malente dabei unterstützen möchte, die noch fehlenden 4000 Euro zur Durchführung des Verkehrsgutachtens zu finanzieren, kann dies durch eine Spende an unser Vereins- Bankkonto : IBAN DE50 2135 2240 0179 2412 86 (Sparkasse Holstein) unter Angabe des Verwendungszwecks Gutachten tun.“ Alternativ soll es möglich sein, auf der Plattform der Investitionsbank SH (IB.SH) für das Vorhaben spenden.


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