Reporter Eutin

Bitte nicht betreten!

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Plön (t). Zum Schutz der uferbegleitenden Vegetation und ihrer Tierwelt wurden kürzlich einige Bereiche des Uferabschnitts eingehegt. Viele der hier vorkommenden Pflanzenarten, darunter ein zierlicher Frühjahrsblüher wie der Wald-Gelbstern, aber auch Arznei-Baldrian, Weidenröschen und die Rote-Liste-Art Kohl-Lauch, vertragen keinen Vertritt. Ein intakter Pflanzengürtel mit dichtem Bewuchs stellt darüber hinaus einen wertvollen natürlichen Ufer- und Erosionsschutz dar, den es zu erhalten gilt.
Das Stadtwäldchen ist Teil eines Fauna-Flora-Schutzgebietes (FFH-Gebiet), in dem in besonderer Weise auf den Erhalt der wildlebenden Tier- und Pflanzenarten zu achten ist.
Daher macht die Stadt Plön darauf aufmerksam, unbedingt auf den Hauptwegen zu bleiben und die gesperrten Bereiche nicht zu betreten. Die Wahl des Absperrmaterials fiel bewusst auf natürliche Materialien wie Kokosstrick und Totholz- Stämme. Damit soll vermieden werden, dass das Material, falls es Vandalismus oder Sturm zum Opfer fällt, der Natur schadet.
Dieser bewusste Umgang mit der schützenswerten Vegetation und seinen Bewohnern in diesem Bereich steht - neben dem besonderen Schutzstatus als FFH- Gebiet - im direkten Zusammenhang mit dem neuen, naturnahen Pflegekonzept „Stadtgrün naturnah“. Es geht dabei insbesondere darum, besonders sensible Bereiche zu schützen und zu erhalten. Die Vielfalt der hiesigen Natur zu erleben, aber dabei Rücksicht auf die empfindlichen, oft am Waldboden übersehenen Pflanzen und Tiere zu nehmen, soll damit den Plöner:innen und seinen Besucher:innen ermöglicht werden. Hier gibt es für aufmerksame Beobachter:innen neben seltenen Pflanzenarten auch wunderschöne Libellen, Ringelnattern, Kröten und zahlreiche Wespenarten zu entdecken.
Entlang des Hauptweges wurden Schilder angebracht, die Hinweise zu den vorkommenden Arten geben und auf die Schutzbedürftigkeit der Flächen aufmerksam machen.
Zusätzlich wird die eindringliche Bitte ausgesprochen, mit Rücksicht auf die sensible Pflanzendecke am Boden das Nutzen jeglicher Trampelpfade im Waldgebiet zu unterlassen, insbesondere zwischen dem Hauptweg am Ufer und dem etwas weiter zurückliegenden Weg unterhalb des Hanges. Diese wurden ebenfalls ganz bewusst mit Baumstämmen versperrt.
Das Projekt wurde unter fachlicher Begleitung von Vertretern des NABU der Ortsgruppe Plön durchgeführt und wird durch diese auch aktiv unterstützt.


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