Reporter Eutin

„Füße hoch – Kultur an“

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Wellingdorf/ Neumühlen-Dietrichsdorf (los). In Sachen Kreativität hat das Kieler Ostufer die Nase ganz weit vorn. Deutlich wurde das in Zeiten der Corona-Krise, als Kulturschaffende der Region für die digitale Teilhabe per Film- und Tontechnik in Szene gesetzt wurden. Lesungen mit Kurt Geisler, Norbert Aust und Horst Stenzel, Marionettenbau-Workshops mit Peter Beyer, Poetry-Slam mit assemble ART, ein Acrylmalkurs mit Astrid Krömer zählen zu den Beiträgen. Unter www.kieler-ostufer.de/digitalekultur sind die Filme inzwischen verfügbar. Aufgrund der Corona-Krise war das kulturelle Leben im Frühjahr 2020 zum Stillstand gekommen. „Auch die Büros für Stadtteilentwicklung mussten mit den Kunst- und Kulturtagen in Neumühlen-Dietrichsdorf, der KulturRotation 143 oder dem Wellingdorfer Stadtteilfest so einige kulturelle Veranstaltungen absagen“, erklärt Madleen Bergmann vom Stadtteilbüro Ost/ Büro Soziale Stadt Neumühlen-Dietrichsdorf. Ein Verlust – und nicht nur für Kulturfreunde und Organisatoren. Insbesondere die Künstler und Kreativen, die in diesem Zeitraum fest mit Engagements gerechnet hatten, seien in der Folge mangels Einnahmen von den Auswirkungen existenziell betroffen.
„Warum also nicht die Kultur zu den Menschen bringen und gleichzeitig Gutes für die Künstler und Kulturorte tun?“
Diese Fragestellung mündete in die „Digitale Kultur vom Kieler Ostufer“. Im Rahmen des Projekts haben Fachfirmen zusammen mit lokalen Kulturschaffenden, die überwiegend auch in den ursprünglich geplanten Veranstaltungen involviert gewesen wären, die Beiträge erstellt. Insgesamt 14 Filme sind bisher entstanden. Auf dem Ostufer der Kieler Förde wurde gefilmt, geschnitten und produziert. Inzwischen sind die ersten Ergebnisse online präsent. Im Schwerpunkt nutzten die beteiligten Akteure das Kulturareal Neumühlen-Dietrichsdorf und Wellingdorf auf der anderen Seite der Schwentine-Mündung für ihren Auftritt. „Es sollen später noch weitere Filme aus Ellerbek und Gaarden hinzukommen“, kündigt Madleen Bergmann an. Ein besonderer Dank gelte den beiden Kieler Firmen Plattenmonster GmbH und 3Komma3 für die Filmproduktion sowie dem Amt für Kultur und Weiterbildung der Landeshauptstadt Kiel, der Brunswiker Stiftung und der ZTS Grundstücksverwaltung GmbH als Unterstützern des Projekts und allen weiteren Beteiligten.


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