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Beschlossene Sache in Bad Schwartau: Das Gymnasium am Mühlenberg wird neu gebaut

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Während die Hände der CDU-Vertreter unten blieben, sprachen sich die anderen Stadtverordneten für den Neubau des Gymnasiums aus. (Foto: Stefan Setje-Eilers)

Während die Hände der CDU-Vertreter unten blieben, sprachen sich die anderen Stadtverordneten für den Neubau des Gymnasiums aus. (Foto: Stefan Setje-Eilers)

Bad Schwartau. Fenster lassen sich nicht öffnen, es regnet durch die Decke und möglicherweise wurden gesundheitsschädliche Materialien seinerzeit verbaut. Kurzum: das Gymnasium am Mühlenberg in Bad Schwartau ist marode. Das steht seit einiger Zeit fest. Doch wie damit umgehen? Sanieren, Teil- oder gar kompletter Neubau?
Nach eingehender Prüfung durch externe Fachleute hatte die Stadtverwaltung Bad Schwartau den entsprechenden politischen Gremien den Neubau empfohlen, da dieser in Bezug auf die zu erwartenden Gesamtsumme für eine Sanierung nur unwesentlich mehr kosten würde (Neubau laut VBD Planungsbüro: 28 Millionen Euro).
Am vergangenen Donnerstagabend stand nun die Entscheidung darüber an. Vor zahlreichen anwesenden Eltern und Schulvertretern lieferten sich in der Stadtverordnetenversammlung vor allem GRÜNE und SPD eine heftige Debatte mit der CDU, deren Vertreter immer wieder darauf hinwiesen, dass die Kosten für einen Neubau mit bis zu 40 Millionen aus dem Ruder laufen könnten. Sie forderte neue Zahlen für alle drei Varianten. „Schließlich ist das hier die größte Investition über die wir als Stadtverordnete jemals entschieden haben“, so Frank Schumacher (CDU). Torben Suhr (CDU) versuchte die Gefahr einer Kostenexplosion anhand einer Grafik, die sein Architekturbüro erstellt hatte, noch zu unterstreichen.
Doch auch das konnte die Bedenken aus dem Gegenlager nicht zerschlagen. Zudem wiesen Grüne und SPD darauf hin, dass längst Zahlen für alle Optionen vorlägen.
Gudrun Berger (Grüne) ließ schließlich wissen, dass sie sich eindringlich mit den vermeintlich gesundheitsschädlichen Decken, die in dem Schulgebäude verbaut sind, befasst habe, und wies auf die Gefahren während einer Sanierung hin, was Uwe Beckmann (SPD) zu dem Schluss brachte: „Da ist die Finanzierung zweitrangig. Die Gesundheit ist erstrangig.“ Allerdings konnte keines der beiden Lager die Gegenseite mit ihren Argumenten überzeugen, so dass es nach rund 90-minütiger Debatte zur Kampfabstimmung kam. Mit 16 Stimmen sprachen sich SPD, GRÜNE, FDP?und BfBS für den Neubau auf dem benachbarten Sportplatz aus. Die CDU brachte es lediglich auf elf Gegenstimmen, so dass die Verwaltung unter lautstarkem Beifall der Schulvetreter beauftragt wurde, alles für den Bau des neuen Gymnasiums in die Wege zu leiten.



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