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Fahrzeugübergabe und Fahnensegnung: Die Feuerwehr Bad Schwartau-Rensefeld hat jetzt einen „König“

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Bad Schwartau. Gleich zwei neue Fahrzeuge für die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt wurden Mitte vergangener Woche in Bad Schwartau übergeben. Als Ersatzbeschaffung für das 22 Jahre alte Löschgruppenfahrzeug (LF1) verfügt die Ortswehr Bad Schwartau-Rensefeld damit nun über ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug mit der Kurzbezeichnung HLF 20. Zudem wurde die Gemeindewehr mit einem neuen Kommandowagen ausgestattet. Damit erhöht sich die Zahl der Fahrzeuge im Fuhrpark der Bad Schwartauer Feuerwehren auf insgesamt 14. Das hochmoderne HFL 20 schlägt mit 380.000 Euro zu Buche. An den Kosten beteiliegt sich der Kreis Ostholstein mit 77.000 Euro. Der Kommandowagen ist eine Neuanschaffung, die nicht förderfähig ist. Kosten: rund 30.000 Euro.
Zur Eröffnung der Feierstunde vor dem Rathaus sagte Bad Schwartaus Bürgermeister Uwe Brinkmann: „Die Kameradinnen und Kameraden sind hier auf dem Marktplatz angetreten, um ein sehr freudiges Ereignis zu feiern. Nämlich die materielle Unterstützung unserer Feuerwehr hier in Bad Schwartau.“ Dabei richtete er stellvertretend für die politschen Gremien der Stadt seinen Dank an die scheidende Bürgervorsteherin Birgit Clemens: „Mit dem Beschluss, die Neuanschaffungen zu ermöglichen, setzen Sie ein Zeichen, dass Sie im Sinne der Sicherheit der Bürger von Bad Schwartau geschlossen hinter uns stehen.“
Für die äußerst zeitaufwändige Planung des HFL 20 sprach Bad Schwartaus Verwaltungschef den Blauröcken seine Anerkennung und seinen „ganz herzlichen Dank“ aus.
Bad Schwartaus Gemeindewehrführer Lars Wellmannn ging anschließend vor allem auf den neuen Kommandowagen ein: Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen handelsüblichen, 150 PS starken VW Tiguan, Baujahr 2017 mit Automatikgetriebe. „Es ist keine Ersatzbeschaffung, sondern ein neues Fahrzeug, das wir bei uns in den Dienst stellen“, so der Feuerwehrchef. Das Fahrzeug wird als Führungs- und Dienstfahrzeug für Führungskräfte der Feuerwehrwehr genutzt. Wellmann: „Führungspersonal soll damit in die Lage versetzt werden, unabhängig und schnell einen Einsatzort zu erreichen, um eine erste Erkundung vornehmen zu können und flexiblel zu sein bei langwierigen Einsätzen wie Unwetter- und Großschadenslagen oder bei einem Stromausfall, wie wir ihn ja gerade erst hatten.“
Und der sportliche Flitzer mit dem amtlichen Kennzeichen OH - FF 921 soll die Effizienz der Wehr noch weiter erhöhen. „Das Fahrzeug wird auch von unserem hauptamtlichen Gerätewart für Dienstfahrten oder von unseren Mitgliedern zum Beispiel bei Lehrgangsteilnahmen genutzt. Bislang wurden solche Fahrten mit dem großen Sprinter durchgeführt – oftmals nur mit einer Person besetzt. Das ist unwirtschaftlich“, machte Lars Wellmann deutlich.
Nach ihm ging Benny Wendt, stellvertretender Gemeindewehrführer, auf die Zahlen und Fakten des neuen HFL 20 ein: „Gemäß aktuellem Feuerwehrbedarfsplan werden Großfahrzeuge alle 20 Jahre ausgetauscht.“ Der offizielle Antrag für die Ersatzbeschaffung sei bereits am 1. Juli 2013 erfolgt. „Uns war schnell klar: Ein Fahrzeug von der Stange wird hier nicht entstehen. Die Einsätze sind zu individuell. Jeder Einsatz ist anders. Jeder Einsatz erfordert anderes Gerät zu einer anderen Zeit in einer anderen Kombination.“ Und so habe alleine das Erstellen des Leistungsverzeichnisses 24 Stunden gedauert, so Wendt.
Insgesamt hat das Planungsteam über 600 Stunden ehrenamtliche Arbeit für das HLF geleistet.
Auch einen Namen haben die Blauröcke schon für ihr neues Prunkstück gefunden. „Unsere Königin hat ihren König gefunden. Die ,Königin’ ist unsere Drehleiter. Da das HLF unser Erstausrücker ist und so gut wie jede Einsatzlage abarbeiten kann, fiel schnell der Name ,König’, passend zur ,Königin’“, so Wendt.
Zu den Kosten von 380.000 Euro sagte er: „Moderne Technik gibt es nicht zum Discounter-Preis. Ohne diese Technik ist Lebenretten nicht möglich. Und ein Menschenleben ist mit Geld nicht zu bezahlen.“ Eines sei sicher, so Wendt weiter: „Dieses Fahrzeug wird an vielen Einsätzen beteiligt sein und viele Leben retten.“
Für den Kreisfeuerwehrverband Ostholstein überbrachte der stellvertretende Kreisbrandmeister Michael Hasselmann die Glückwünsche der 38 Wehren und sagte: „Mit den neuen Fahrzeugen erhöht ihr eure Schlagkraft erheblich. Jetzt ist es an Euch, das ­Beste daraus zu machen, indem ihr Euch mit ihnen vertraut macht.“
Im Anschluss an die Schlüsselübergabe durch Bad Schwartaus Verwaltungschef und Bürgervorsteherin Birgit Clemens an Ortswehrführer Olaf Dreyer wurden noch die neuen Fahnen der Freiwilligen Feuerwehr Bad Schwartau-Rensefeld gesegnet. Die neuen Fahnen sind durch die Fusion der beiden Ortswehren notwendig geworden. Mit der Botschaft, wie wichtig es sei, sich für seine Mitmenschen einzusetzen, sprach Pastorin Bente Küster abschließend den Segen.



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