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Feierliche Fahrzeugübergabe: Ein neues Löschgruppenfahrzeug für Pönitz

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Pönitz. Feierliche Fahrzeugübergabe vor dem Feuerwehrgerätehaus in Pönitz: Bürgermeister Volker Owerien hat der Freiwilligen Feuerwehr Pönitz vor kurzem offiziell den Schlüssel für das neue Löschgruppenfahrzeug LF 10 überreicht. Es ersetzt das betagte LF 8 der Wehr aus dem Jahr 1994.
„Das Alter des Vorgängermodells ist schon ein Indiz für die Notwendigkeit der Neuanschaffung,“ sagte Bürgermeister Owerien in seiner Rede. „Aber noch viel wichtiger ist die Begründung, dass bei schwierigen Einsätzen unserer Wehren natürlich jede Sekunde zählt und es damit unser Ziel sein muss, auch bei unseren Fahrzeugen das Gerät vorzuhalten, das bei den unterschiedlichen Einsätzen unserer Wehren nicht nur größtmögliche Effizienz und Schlagkraft, sondern gleichzeitig auch höchstmögliche Sicherheit für die eingesetzten Kräfte ermöglicht. In diesem Sinne sind Löschfahrzeuge in den letzten drei Jahrzehnten natürlich stets fortentwickelt und verbessert worden.“ Diesem Anspruch an Effizienz und Sicherheit entsprach das 24 Jahre alte Fahrzeug einfach nicht mehr.
Owerien weiter: „Gerade die Tatsache, dass unsere Wehren als Antwort auf die zunehmende Technisierung in allen Lebensbereichen heute ein großes und vielschichtiges Einsatzspektrum - vor allem auf dem Gebiet der technischen Hilfeleistung – abdecken müssen, führt auch zu immer neuen Anforderungen an die Ausrüstung unserer Wehren. Entsprechend vielfältiges Gerät muss auch auf den Einsatzfahrzeugen mitgeführt werden.“
Die zusätzliche Beladung führte auch dazu, dass das Altfahrzeug dann für sein Gesamtgewicht mit nur 177 PS bei 5.860 cm³ Hubraum auch schlichtweg untermotorisiert ist. Das sieht mit dem neuen LF 10 schon etwas anders aus: Hier entwickelt der Euro 5 Motor 290 PS bei knapp 6.871 cm³ Hubraum schon deutlich mehr Kraft, um das zulässige Gesamtgewicht von 15,5 t zügig bewegen zu können. Darüber hinaus ist das neue Fahrzeug mit einem Vollautomatikgetriebe mit Allradantrieb sowie Schleuderketten für den Wintereinsatz ausgerüstet. Es verfügt über einen 1.800 Liter Löschwassertank mit einer Pumpenleistung von 2.000 l/min bei 10 bar, „was gerade für das erstausrückende Einsatzfahrzeug damit beste Möglichkeiten für den so wichtigen Erstangriff bietet“. Mit der zusätzlich im Fahrzeug verlasteten Tragkraftspritze kann das LF10 auch im Bereich der Wasserförderung über lange Wegstrecken, zum Beispiel bei Bränden von Gebäuden in Einzellagen, eingesetzt werden.
Insgesamt hat die Gemeinde Scharbeutz in das neue Feuerwehrfahrzeug insgesamt rund 310.000 Euro investiert. Davon entfallen 86.000 Euro auf das Fahrgestell, rund 194.000 Euro auf den Aufbau und rund 30.000 Euro auf die Beladung. „Ein Dank geht hier an den Kreis Ostholstein, der dieses Fahrzeug mit dem höchstmöglichen Förderbetrag von insgesamt 47.550 Euro aus der Feuerschutzsteuer fördern wird. Insgesamt verbleiben damit dann 262.450 Euro, die aus dem Gemeindehaushalt zu finanzieren sind,“ so Bürgermeister Volker Owerien, der unter den Gästen auch den neuen Kreispräsidenten Harald Werner und stellvertretenden Landrat Manfred Jaeger sowie den stellvertretenden Kreiswehrführer Michael Hasselmann begrüßen konnte. „Sicherlich ein erheblicher Betrag, aber eine Investition, die zur Sicherstellung des abwehrenden Brandschutzes und der technischen Hilfe in unserer Gemeinde unabdingbar ist. Denn, wie wichtig nicht nur gut ausgebildete, sondern auch gut ausgerüstete Wehren für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger ist, zeigen die insgesamt rund 300 Einsätze, die unsere sieben Wehren Jahr für Jahr abzuleisten haben,“ so Owerien, der abschließend den Damen und Herren der Gemeindevertretung dankte, dass sie - trotz nicht einfacher Haushaltslage und angesichts vieler notwendiger Investitionen auch in anderen Bereichen - in den vergangenen Jahren immer auch die notwendigen Haushaltsmittel bereitgestellt haben, um die Wehren so auszurüsten, dass sie ihre Aufgaben effizient und schlagkräftig - unter bestmöglichen Schutz der eigenen Gesundheit - nachgehen können.
Schließlich überreichte Owerien den Fahrzeugschlüssel an den kommissarischen Ortswehrführer Dennis Jordt, der sich ebenfalls bei der Gemeindevertretung für die finanzielle Unterstützung, aber auch bei allen Kameraden bedankte: „Viele Stunden der Planung sitzen in diesem Fahrzeug.“



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