Reporter Timmendorf

Feierliche Taufe im Niendorfer Hafen: Ein neues Boot für die DLRG Lübecker Bucht

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Erste Probefahrt mit einem Teil der Förderer.  Foto: DLRG

Erste Probefahrt mit einem Teil der Förderer. Foto: DLRG

Niendorf. Große Freude bei der DLRG Lübecker Bucht: Das neue, rote Rettungsschlauchboot ist eingetroffen und wurde vor kurzem im Niendorfer Hafen getauft. Das neue Jet-Boot inklusive Trailer hat 46.000 Euro ­gekos­tet und konnte Dank zahlreicher Spender und Förderer beschafft werden. „Nachdem unser altes Boot aus den 90er Jahren doch sehr in die Jahre gekommen war, ist ein Ersatz dringend nötig geworden,“ berichten Vorsitzender Olaf Techen und sein Stellvertreter Thomas Walz.
Eingesetzt werden soll das Boot in ­erster Linie zur Ausbildung von Bootsführern und zum Training der Mitglieder des Jugend-Einsatz-Teams. „Auch Absicherungseinsätze werden zum Aufgabenbereich dazuzählen, beispielsweise Regattabegleitungen der benachbarten Segelvereine sowie perspektivisch auch der Travemünder und Kieler Woche. Denkbar wäre auch in Einzelfällen die Unterstützung bei Einsätzen im Bereich des Strandes, auch wenn es nicht für den Strandwachdienst, sondern primär für den Ortsverein beschafft wurde.“
Das Boot der Firma Ribcraft (Köser Marine Kiel) ist 5,85 Meter lang und mit einem 115 PS starken Außenbordmotor ausgestattet. Somit ist es auch für schwierige Einsatzbedingungen auf der Ostsee geeignet. Für die Besatzung sind drei feste Sitze vorhanden, insgesamt finden jedoch bis zu zwölf Personen Platz auf dem Schlauchboot. Ein Patient kann liegend transportiert werden. „Dank GPS-Seekarte und Funkgerät können wir auch bei schlechten Bedingungen manövrieren und mit anderen Rettungseinheiten kommunizieren,“ so Techen und Walz. In einer engen Kooperation kann die Freiwillige Feuerwehr Niendorf/Ostsee im Einsatzfall auf das Boot zugreifen, die einen Schlüssel für das Rettungsboot erhalten hat.
„Da das neue Boot überhaupt nicht in unseren Haushalt passte – wir brauchten nämlich auch ein neues Auto – wollten wir den Versuch wagen, es ausschließlich über Spenden zu finanzieren,“ so DLRG-Vorsitzender Olaf Techen in seiner Rede. „Wir sind dann an unterschiedliche Anbieter herangetreten und haben uns letztlich für dieses Schlauchboot entschieden – nicht das günstigste, aber auch nicht das teuerste – aber das augenscheinlich beste Boot, weil es auch qualitativ hochwertig ist. Das ist der Typ, den auch die Wasserschutzpolizei fährt.“ Verschiedene Sponsoren steuerten insgesamt 5.000 Euro bei. 30.000 Euro gab es von der Peter Petersen-Stiftung, die unter anderem die Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen fördert. Und für die Ausbildung wird es dann auch hauptsächlich benötigt. „Wir haben zurzeit wieder zwölf Anwärter für den Sportbootführerschein sowie vier Anwärter für den DLRG-Bootsführerschein in der Ausbildung. Darunter sind auch zwei Feuerwehrleute,“ so Olaf Techen. „Und dann ist das Boot natürlich Ausbildungsmittel für die Jugendgruppe, das Abbergen von Personen aus dem Wasser, die Versorgung der Verletzten an Bord, oder einfach ,nur’ um Seemannschaft zu erlernen.“ Die Gemeinde Timmendorfer Strand übernahm den Restbetrag in Höhe von 11.000 Euro.
Ende März wurde das neue Boot von Taufpatin Mia und dem ersten Vorsitzenden Olaf Techen feierlich auf den Namen „Lübecker Bucht“ getauft. Während der Feierstunde waren auch zahlreiche Gäste aus Politik, der benachbarten und befreundeten Vereine und Organisationen sowie viele Mitglieder der DLRG-Ortsgruppe anwesend. Am Anschluss wurde das neue Einsatzmittel durch Pastor Johannes Höpfner gesegnet. Danach durften die Spender und Förderer für eine Probefahrt im neuen Boot Platz nehmen.



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