Reporter Timmendorf

Feuer rückte auf Zeltlager in Offendorf zu: Kinder und Betreuer bleiben unverletzt – „Flori Feuer“ leistet seelischen Beistand

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Am Tag nach dem Feuer kamen zirka 60 Kinder, Betreuer und Rettungskräfte noch einmal zusammen, um das Erlebte zu verarbeiten. (Foto: FFW Ratekau)

Am Tag nach dem Feuer kamen zirka 60 Kinder, Betreuer und Rettungskräfte noch einmal zusammen, um das Erlebte zu verarbeiten. (Foto: FFW Ratekau)

Offendorf/Ratekau. Die wochenlang anhaltende Trockenheit forderte am vergangenen Freitag auch hier in der Region ihren Tribut. Auf einem Feld in Offendorf brach ein Feuer aus und führte zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte der Gemeinde Ratekau, weil ein Zeltlager von den lodernden Flammen bedroht wurde. Die 85 Kinder im Alter ab sieben Jahre sowie deren 45 erwachsene Begleiter konnten sich jedoch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Bei dem Zeltlager handelte es sich um ein Angebot der niedersächssichen Kirche. Durch ihr umsichtiges, rasches Handeln blieben alle Teilnehmer unverletzt.
Kurz nach 15 Uhr war der Alarm bei den Einsatzkräften eingegangen. Zusätzlich zu den Feuerwehren aus Offendorf, Ratekau, Ovendorf und Warnsdorf wurde auch die schnelle Einsatzgruppe des Rettungsdienstes aus Ostholstein sowie die Polizei alarmiert.
Schon vor der Ankunft der Rettungskräfte hatten sich die Kinder und ihre Betreuer in Sicherheit gebracht.
Um sicher zu gehen, dass wirklich alle unverletzt blieben, wurden sie jedoch noch an Ort und Stelle vom Rettungsdienst auf eine etwaige Rauchgasvergiftung untersucht.
Mithilfe eines sogenannten „Grubbers“ eines ortsansässigen Landwirtes wurde gegen die Flammen vorgegangen und das Feuer zum Erlöschen gebracht. Laut Christian Ziemann, Wehrführer der Feuerwehr Offendorf, habe es auf einer Fläche von knapp 1.000 Quadratmetern gebrannt. Der ungünstig stehende Wind erschwerte die Löscharbeiten erheblich, da der starke, schwarze Rauch und die Flammen sich zunehmend auf das Zeltlager zubewegten. Zur Sicherheit wurde der Bereich des Feldes und der Böschungsbereich, in dem es gebrannt hatte, unter Wasser gesetzt, um ein erneutes Entfachen des Feuers auszuschließen.
„Bei einigen Zelten konnten wir das Feuer gerade einmal einen halben Meter vorher stoppen und so verhindern, dass Hab und Gut Opfer der Flammen werden. Das war zum Teil wirklich sehr, sehr knapp“, schildert Ratekaus Wehrführer Markus Thiel, wie prekär die Lage war.
Und so hatten die Wehrführer aus Offendorf und Ratekau sowie Gruppenführer Wolfgang Bahs am Freitagabend den Gedanken, die zum Teil verängstigten Kinder am Samstagmorgen noch einmal zu besuchen. Einige Kameraden der beiden Orstwehren trafen sich um 11 Uhr, um mit „Flori Feuer“, dem Maskottchen der Feuerwehr Ratekau, den Feriengästen eine Freude zu bereiten. Es wurde das „Flori Feuer-Lied“ gesungen und getanzt, Naschis wurden verteilt und von der Feuerwehr Offendorf eine Wasserwand zur Abkühlung bereitgestellt. Zudem wurde den Kindern die Gerätschaften und die Fahrzeuge gezeigt und erklärt.
Alle Beteiligten waren sich einig, dass dieser Vormittag mit der Feuerwehr eine Abwechslung zu dem Erlebten vom Vortag war.



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