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„Gefesselter Mann auf dem Waldfriedhof in Timmendorfer Strand“: 39-jähriger wegen mehreren Straftaten vor Gericht

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Am 15. Oktober 2018 wurde der gefesselte Mann, der zuvor als vermisst gemeldet wurde, auf dem Waldfriedhof an der B 76 in Timmendorfer Strand abgelegt. Die Tat war offensichtlich nur vorgetäuscht. (Foto: René Kleinschmidt/Archiv)

Am 15. Oktober 2018 wurde der gefesselte Mann, der zuvor als vermisst gemeldet wurde, auf dem Waldfriedhof an der B 76 in Timmendorfer Strand abgelegt. Die Tat war offensichtlich nur vorgetäuscht. (Foto: René Kleinschmidt/Archiv)

Timmendorfer Strand/Lübeck. Der mysteriöse Fall des angeblichen Entführungsopfers, das im Oktober verletzt und gefesselt auf dem Parkplatz des Waldfriedhofes aufgefunden wurde, geht am morgigen Mittwoch, dem 23. Januar, vor Gericht. Dem 39 Jahre alten Angeklagten wird neben dem Vortäuschen einer Straftat auch Betrug und Urkundenfälschung, schwerer Raub sowie ein Verstoß gegen das Waffengesetz zur Last gelegt. Wegen dieser Reihe an Straftaten muss sich der Lübecker ab heute vor dem Landgericht Lübeck verantworten.
Zunächst soll der Angeklagte im August 2017 unter Vorlage gefälschter
Ausbildungszeugnisse eine Einstellung als Projektkoordinator und Schulleiter in Lübeck erreicht haben, obgleich er über die dafür erforderliche Qualifikation nicht verfügte.
Des Weiteren wird ihm vorgeworfen, sich im Juli 2018 in der Filiale eines
Discounters in der Ziegelstraße in Lübeck vor dem abendlichen Ladenschluss versteckt und die Angestellten, nachdem diese das Geschäft verschlossen hatten, unter Vorhalt einer Softairpistole zur Herausgabe von Tageseinnahmen in Höhe von über 4.000 Euro gezwungen zu haben.
Bei einer Durchsuchung des Fahrzeugs des Angeklagten rund einen Monat später sollen Polizeibeamte zudem zwei nach dem Waffengesetz verbotene Einhandmesser gefunden haben.
Schließlich wird gegen den Angeklagten der Vorwurf des Vortäuschens einer Straftat erhoben. Er soll im Oktober 2018 gegenüber der Polizei behauptet haben, an seiner Wohnanschrift von unbekannten Tätern überfallen und anschließend mehrere Tage
lang gefangen gehalten worden zu sein, bevor die Täter ihn auf dem Waldfriedhof in Timmendorfer Strand an eine Bank gefesselt zurückgelassen hätten. Dort hatten ihn am 15. Oktober 2018 Zeugen gefesselt und verletzt aufgefunden.
Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, hat das Gericht drei Verhandlungstage anberaumt und bislang 15 Zeugen und eine Sachverständige geladen.



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