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Gemeinde Ratekau: Rück- und Ausblick beim traditionellen Schinkenbrotessen

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Im weihnachtlich dekorierten Bürgersaal hatte die Gemeinde Ratekau zum Schinkenbrotessen eingeladen. (Foto: Stefan Setje-Eilers)

Im weihnachtlich dekorierten Bürgersaal hatte die Gemeinde Ratekau zum Schinkenbrotessen eingeladen. (Foto: Stefan Setje-Eilers)

Ratekau. Auch in diesem Jahr hat die Gemeinde Ratekau wieder die Gelegenheiten genutzt, kurz vor den Feiertagen alle Dorfvorsteher, Vertreter aus Politik, Feuerwehr, Polizei, Rathausmitarbeiter und weitere engagierte Amtsinhaber der Gemeinde zu einem geselligen Abend bei Schinkenbrot und gekühlten Getränken einzuladen. Wie üblich, schaute Ratekaus Bürgermeister Thomas Keller dabei im Großen Bürgersaal des Rathauses auf die Ereignisse des ablaufenden Jahres zurück und gab einen Ausblick auf bevorstehende Aufgaben.
„Es ist erfreulich, dass wir in diesem Jahr nahezu alle Dorfvorstände in unserer Gemeinde neu besetzen konnten“. Mit Dieter Dammast sei zudem ein neuer Vorsitzender für den Seniorenrat gewählt, Gabriele Priedemann als Behindertenbeauftragte im Amt bestätigt. Weitere wichtige Personalien seien Melanie Rudek und Liane Laube. Melanie Rudek ist neue Schulleiterin in Pansdorf, Liane Laube hat die Leitung der Cesar-Klein-Schule in Ratekau übernommen.
„Dauerthema“ sei auch dieses Jahr wieder die Feste Beltquerung gewesen, so Keller. „Unsere Gemeinde ist von den möglichen Auswirkungen besonders stark betroffen.“ Aber, was den Schutz von Mensch und Natur angehe, habe Ratekau sich gegenüber der Bahn gut positioniert. Passend zum Thema erwähnte Keller den neuen Bahnhof Ratekau, der in den nächsten Jahren in Ratekau gebaut werden soll und „eine Bereicherung für die Gemeinde sein wird“. Aber: „Das wird sicherlich 6 bis 7 Millionen Euro kosten. Da sind wir auf Unterstützung vom Land angewiesen.“
Als eine der ersten Gemeinden im Land habe Ratekau die Straßenbaubeiträge aufgegeben. „Wenn mir hierzu überhaupt ein Urteil zusteht: Ich finde es richtig, dass die Politik so entschieden hat.“ Die Umsetzung der bisherigen Satzung habe „nur zu Ungerechtigkeiten geführt.“
Anfang des Jahres wurde das neue Feuerwehrhaus Ratekau eingeweiht, eine Woche später das Familienzentrum, das das größte und angebotsstärkste in ganz Ostholstein sei, bemerkte der Verwaltungschef nicht ohne Stolz.
Auch die auf insgesamt drei Jahre ausgelegte Ortskernumgestaltung gehe weiter. „Der geplante Fertigstellungstermin bis Ende 2019 ist realistisch“, so Keller.
Im Bereich der Kinderbetreuung zähle die Gemeinde Ratekau kreisweit zur Spitze. Aber selbst bei einer Betreuungsquote von 50 Prozent sei noch größerer Bedarf da. Weitere Angebote würden daher geschaffen. So wird unter anderem der Ev. Kindergarten in Ratekau erweitert.
In diesem Jahr legt die Gemeinde erstmals einen kaufmännischen Jahresabschluss vor. „Wir haben mehr eingenommen als erwartet.“ Sowohl die Einnahmen aus Gewerbe- als auch aus der Einkommenssteuer seien höher ausgefallen. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf 1,9 Milionen Euro, das Eigenkapital der Gemeinde liegt bei 50,1 Prozent.
Zum Jahresende liegt die Verschuldung bei 3,7 Millionen Euro, pro Kopf entspricht das 244 Euro. „Das ist im Vergleich zu anderen Gemeinden in Schleswig-Holstein sehr, sehr niedrig. Allerdings haben wir in den nächsten Jahren auch viele große Investitionen vor der Brust.“
Unter anderem stehe der Bau neuer Feuerwehrhäuser in Sereetz, Ovendorf und Offendorf an. Brandschutzmaßnahmen an einigen Schulen müssten angegangen werden, der Umbau der Sporthalle Sereetz schlägt mit rund 2,2 Millionen Euro zu Buche. Hierzu sollen entsprechende Zuschüsse eingeworben werden.
Weitere Vorhaben sind die Erneuerung der Badestege in der Badeanstalt Offendorf für rund 400.000 Euro und die Erneuerung der Laufflächen an der Hannes-Zobel-Halle, die um die 840.000 Euro kosten wird.
Investiert wird auch in die Ausstattung der Feuerwehren. In Ratekau gibt es 2019 ein neues Fahrzeug, für Ovendorf wird ebenfalls ein neues Fahrzeug in Auftrag gegeben. 140.000 Euro werden für Einsatzkleidung ausgegeben, weitere 50.000 Euro für den Austausch von Atemschutzgeräten. Zudem seien viele kleinere Maßnahmen in den Feuerwehren vorgesehen, die sich kostentechnisch vielfach im sechsstelligen Bereich bewegten.
Das Thema Datenschutz geht auch an der Gemeindeverwaltung nicht vorbei – und sorgt für zusätzliche Kosten. Weil im Bürgerbüro die drei Arbeitsplätze nicht räumlich voneinander getrennt sind, werden Umbauarbeiten fällig. Das jetzige Trauzimmer wird geteilt. In diese beiden Räume ziehen zwei Mitarbeiter ein, der dritte Platz wird im Zimmer der ehemaligen Gleichstellungsbeauftragen eingerichtet. Das gläserne Bürgerbüro wird dafür zum Trauzimmer.
In Sachen Klimaschutz konnte die Gemeinde Ratekau in diesem Jahr dank Klimamanager Alexander Herberger eine erfolgreiche Zertifizierung im Bereich Energiemanagement vermelden. „Über dieses Zertifkat freue ich mich besonders, weil zum einen die Arbeit unseres Klimamanagers gewürdigt wird. Zum anderen ist es einfacher an Fördergelder für Projekte zu kommen, wenn man entsprechende Zertifikate vorweisen kann – inbesondere beim Klimaschutz.“
Als letztes großes Thema ging Keller auf den Breitbandausbau ein. „Dort, wo derzeit weniger als 30 Mbit verfügbar sind, wird ausgebaut. Da gibt es Glasfaser bis ins Haus. Das ist eine Riesenchance“, forderte der Verwaltungschef dazu auf mitzumachen, um eine Quote von mindestens 60 Prozent zu erreichen, damit der Anbieter mit im Boot ist und die Arbeit aufnimmt. „Das ist wichtig. Eine zweite Chance wird es hier nicht geben. Das hat die Vergangenheit gezeigt“, so Keller.
Abschließend dankte er allen Dorfvorständen für deren großes ehrenamtliches Engagement, das spürbar zur guten Stimmung in der Gemeinde beitrage.



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