Reporter Timmendorf

Härtefallkommission fällte noch vor Weihnachten eine Entscheidung: Haffkruger Familie aus Albanien darf vorerst bleiben

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Mira Kola (links) und ihr Mann Lulash (rechts) freuen sich mit ihren Kindern Denisa und Lorenc, dass sie vorerst in Deutschland bleiben dürfen. Auf dem Foto fehlt Rudolfo, der sich während des Pressetermins auf einem Lehrgang befand. (Foto: Eknad)

Mira Kola (links) und ihr Mann Lulash (rechts) freuen sich mit ihren Kindern Denisa und Lorenc, dass sie vorerst in Deutschland bleiben dürfen. Auf dem Foto fehlt Rudolfo, der sich während des Pressetermins auf einem Lehrgang befand. (Foto: Eknad)

Haffkrug. Eine schöne Nachricht kurz vor Weihnachten: Am 7. Dezember hat die Familie Kola aus Albanien erfahren, dass sie für weitere drei Jahre in Deutschland bleiben darf. Viele Senioren und die Gemeinde Scharbeutz hatten sich für das Bleiberecht der Familie, die in Haffkrug lebt und gut integriert ist, eingesetzt („der reporter“ berichtete).
Mit einer Petition hatten Geschäftsführer und Bewohner der Kurparkresidenz Haffkrug, in der Mutter Mira als Küchenhilfe arbeitet, für das Bleiberecht der fünfköpfigen Familie gekämpft.
Insgesamt 2.666 Menschen aus ganz Deutschland hatten die Online-Petition im Internet innerhalb von zweieinhalb Monaten unterschrieben und es wurde schließlich ein Antrag bei der Härtefallkommission in Kiel gestellt. Nun stimmte die Härtefallkommission zu, dass die Familie vorerst für drei weitere Jahre bleiben darf.
Kurzer Rückblick: Im Jahre 2015 sind Mira Kola und ihr Mann Lulash mit ihren Kindern Rudolfo (20), Denisa (18) und Lorenc (14) vor einer Blutfehde aus Albanien nach Deutschland geflohen. Da Albanien aber als sicheres Herkunftsland gilt, drohte der Familie die Abschiebung. Nach eineinhalb Jahren im Kirchenasyl konnte die Kirchengemeinde Scharbeutz eine vorübergehende Duldung für die Familie erwirken.
In Haffkrug ist die Familie inzwischen sehr gut integriert, sei es in der Freiwilligen Feuerwehr oder beruflich: 2017 fing Mira Kola an, als Küchenhilfe in der Seniorenresidenz Haffkrug zu arbeiten. Denisa, die auch zur Aalprinzessin gekürt wurde, hat eine Ausbildungsstelle in einem Friseursalon begonnen und ihr ältester Bruder Rudolfo erlernt den Beruf des Klempners. Bis zum Ende ihrer Ausbildung hätten Beide bleiben dürfen, den Eltern und dem jüngsten Bruder drohte allerdings die Abschiebung.
Jetzt kann die Familie aufatmen, denn nach dem Urteil der Härtefallkommission darf die Familie gemeinsam zumindest für die nächsten drei Jahre in Haffkrug und in Deutschland bleiben.
„Die Härtefallkommission hat es für wichtig befunden, dass die Arbeitskraft dieser Familie hier in Deutschland gebraucht wird, zumal sich diese zu Fachkräften ausbilden lassen,“ berichtet Jürgen Plötzner, Geschäftsführer der Kurpark-Residenz Haffkrug, der die Online-Petition ins Leben gerufen hat. Er möchte Mira Kola jetzt eine Ausbildung zur Köchin ermöglichen. Als ausgebildete Fachkraft hätte sie bessere Chancen auf ein unbefristetes Bleiberecht. Um ihre Deutschkenntnisse weiter zu verbessern, besucht sie schon längere Zeit Sprachkurse an der VHS.
In Haffkrug und der Gemeinde Scharbeutz ist man erleichtert über das Urteil aus Kiel, das als vorzeitiges Weihnachtsgeschenk gesehen werden kann.



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