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Menschen mit Einschränkungen durch Obstbau teilhaben lassen: Flächen für neue Streuobstwiesen gesucht

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Menschen mit Einschränkungen bieten Meike und Dr. Martin Barde – wie hier am Ruppersdorfer See – verschiedene Bildungsangebote. Um noch effektiver arbeiten zu können, suchen sie in der Gemeinde Ratekau weitere Flächen, auf denen Streuobstwiesen entstehen können.

Menschen mit Einschränkungen bieten Meike und Dr. Martin Barde – wie hier am Ruppersdorfer See – verschiedene Bildungsangebote. Um noch effektiver arbeiten zu können, suchen sie in der Gemeinde Ratekau weitere Flächen, auf denen Streuobstwiesen entstehen können.

Ratekau. Die „Obst-Werkerei“ (Dr. Martin und Meike Barde GbR Dr. Martin und Meike Barde Natur und Teilhabe gGmbH) aus Travemünde befähigt Menschen mit Einschränkungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und nutzt dafür Möglichkeiten im Obstbau mit Hochstämmen. Mittlerweile geht die Unternehmung in ihr sechstes Jahr und kann auf eine Vielzahl von Sozialprojekten, die Erhaltung von regionalen Obstsorten, die zur Verfügungstellung von gesundem biozertifizierten Obst und Naturschutzmaßnahmen verweisen.
Um noch effektiver arbeiten zu können, suchen die Inhaber der gemeinnützigen Einrichtung, Dr. Martin und Meike Barde, in der Gemeinde Ratekau vier bis viereinhalb Hektar Land für neue Streuobstwiesen.
Auf ihren 7,5 Hektar großen Flächen in Kleinsee, Kreuzkamp, Techau, Ratekau und am Ruppersdorfer See wurden bislang über 800 langlebige Obstbäume mit hohen Stämmen gepflanzt. Insgesamt gibt es bei ihnen über 100 alte Apfel- und Birnensorten. Dadurch erfahren die Flächen eine ökologische Aufwertung und bereichern darüber hinaus das Landschaftsbild von Ratekau und Umgebung.
Dem Ökosystemtyp Streuobstwiese kommt wegen seines Artenreichtums eine große Bedeutung für den Naturhaushalt und den Tierartenschutz zu. Führende Biologen sprechen deshalb von „Hot spots der Biodiversität“. „Neben dem Siedlungsschwerpunkt für gefährdete Vogelarten weisen unsere Flächen rund um Ratekau hohe Bestände an Käfern, Insekten und anderen Kleintieren auf“, so Dr. Martin Barde.
Natur wird durch Streuobstwiesen wieder zum Erfahrungsraum. Mit entsprechenden Bildungs- und Teilhabemodulen werden auf den Flächen Menschen unterschiedlichsten Alters Bildungsangebote unterbreitet.
„Damit wir mit der ,Obst-Werkerei’ nachhaltig wirken können, benötigen wir weitere Flächen rund um Ratekau“, bitten die beiden um Unterstützung. „Heutzutage stehen allerdings kaum Flächen zur Verfügung. Flächen gehören konventionell arbeitenden Landwirten oder sind für die Verwilderung freigegeben. Innovative nachhaltige Flächennutzungskonzepte haben zumeist das Nachsehen“, bedauern sie. „Wir möchten deshalb dazu aufrufen, uns aktiv zu unterstützen.“
Wer entsprechende Wiesen, Acker oder Brachen besitzt und diese verkaufen, verpachten, verschenken oder vererben möchte, damit der Kulturraum mit alten Obstsorten erhalten werden kann und weiterer Naturraum entsteht, wird gebeten, sich unter Telefon 04502/886792 oder info@obst-werkerei.de mit Dr. Martin und Meike Barde in Verbindung zu setzen.



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