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Neujahrsempfang in Bad Schwartau: Große Investitionen und hohe Fördermittel

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Premiere für Bad Schwartaus Bürgervorsteherin Wiebke Zweig. Gemeinsam mit Bürgermeister Uwe Brinkmann begrüßt sie in der Mensa der Gemeinschaftsschule die Gäste (hier Stadtrat Carsten Dyck) zum Neujahrsempfang. (Foto: Persson-Drzewiecki/hfr)

Premiere für Bad Schwartaus Bürgervorsteherin Wiebke Zweig. Gemeinsam mit Bürgermeister Uwe Brinkmann begrüßt sie in der Mensa der Gemeinschaftsschule die Gäste (hier Stadtrat Carsten Dyck) zum Neujahrsempfang. (Foto: Persson-Drzewiecki/hfr)

Bad Schwartau. Auch in diesem Jahr folgten viele Bad Schwartauer der Einladung der Stadt Bad Schwartau zum traditionellen Neujahrsempfang. Wiebke Zweig als neue Bürgervorsteherin hieß die Gäste am vergangenen Sonntag in der Mensa der Elisabeth-Selbert-Gemeinschaftsschule willkommen, zu denen unter anderem auch Abordnungen der Patenstädte sowie Lübecks ehemaliger Stadtpräsident Peter Sünnenwohld gehörten. „Ich bereue nichts. Ich bekomme viel zurück“, kommentierte Wiebke Zweig ihren Amtsantritt im Juni vergangenen Jahres und fügte hinzu: „Ich lerne immer mehr Menschen kennen, die sich ehrenamtlich in unserer Stadt engagieren. Bei allen, die das tun, möchte ich mich bedanken.“
Bürgermeister Uwe Brinkmann unterstrich in seiner Neujahrsansprache die Bedeutung des Gemeinwesens. Bad Schwartau sei eine intakte Stadt mit engagierten Mitarbeitern in der Stadtverwaltung.
Als Beispiel für postive Veränderungen in der Stadt nannte er den Weihnachtsmarkt mit seinen Neuerungen. Unterschiedliche Interessen von Wochenmarktbetreibern und lokaler Wirtschaft hätten unter einen Hut gebracht werden müssen. Das sei gelungen. „Ich hoffe, dass dieses Pflänzchen weiter wachsen wird“, so Brinkmann. Zu seiner eigenen Rolle sagte er: „Demokratie braucht Führung und die übernehme ich gerne.“ So seien unter seiner Leitung einige Neuerungen im Rathaus eingeführt worden. Unter anderem gebe es nun ein Zentrales Gebäudemanagement. „Egal, ob im Kindergarten oder im Feuerwehrhaus. Gibt es irgendwo Probleme, kann man die hier melden und es wird sich umgehend darum gekümmert.“ Neues Personal sei ebenso in den Bereichen Gesundheit und Kultur hinzugekommen.
Dabei erinnerte er an das Familienfest im Sommer letzten Jahres. „Das war ein erstes und starkes Signal, dass wir alle Generationen in unserer Stadt mit einbinden wollen.“ Und mit dem neuen Konzept der mobilen Jugendarbeit solle die Jugendarbeit in der Stadt weiter gestärkt werden. „Hier haben wir sehr viele positive Rückmeldungen bekommen“. Nicht verwunderlich, denn „nirgends im Kreis Ostholstein wird pro Jugendlichem mehr Geld ausgegeben als in Bad Schwartau.“ Und hier werde es auch in Zukunft keine Kürzungen geben, versicherte der Verwaltungschef.
Wie von ihm im Wahlkampf versprochen, seien ebenso Erfolge in Sachen Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit zu vermelden. Der große „Elefanten-Staubsauger“, mit dem Müll von den Straßen der Innenstadt entfernt wird, sorge für viele positive Rückmeldungen. In diesem Bereich „wollen wir weiter investieren.“
Für den „Brennpunkt Bahnhof“ sei es zudem gelungen, Fördermittel einzuwerben, um die Bahnhofshalle zu sanieren. Leider sei es jedoch nicht gelungen, die soziale Kontrolle über das Gebäude zu erlangen – wie etwa durch die vorgeschlagene Ansiedlung eines Fitness-Studios.
Bad Schwartau habe herausragenden Charakter als Schulstandort. „Mit zwei Grundschulen, zwei staatlichen Gymnasien und einem privatem Gymansium, der Gemeinschaftsschule sowie Förderschulen werden Sie dieses Angebot nirgendwo in der Region finden.“ Allerdings sei dies auch Bürde zugleich. Denn all diese Gebäude müssten auch gehegt und gepflegt werden – und wenn es sein müsse, auch neu gebaut. So sei eine Investition im fünfstelligen Bereich in die neuen Sanitärräume und in den Umbau des Schulhofs der Grundschule Bad Schwartau unumgänglich. Das Gleiche passiere in Cleverbrück. Hier werden zudem 3,9 Millionen Euro in einen Neubau investiert. Auch die Sanitärräume und der Schulhof der Gemeinschaftsschule werden auf Vordermann gebracht. Zwei Millionen Euro nimmt Bad Schwartau zudem in den nächsten Jahren in die Hand, um den Medienentwicklungsplan an allen Schulen umzusetzen. Am Leibniz-Gymnasium werden die Naturwissenschafts-Räume für rund 4,5 Millionen Euro erneuert. Das größte Vorhaben ist jedoch der Neubau des Gymnasiums am Mühlenberg. „Hier werden einstellige Millionenbeträge nicht helfen“, so Brinkmann. „Ich bin allerdings auch der festen Überzeugung, dass das richtig, wichtig und gut für den Schulstandort Bad Schwartau ist.“
Insgesamt sieht der Haushalt der Stadt Investitionen von rund 30 Millionen Euro für das kommende Jahr vor. Vor einer „finanziell angespannten Haushaltslage“ und der Tatsache, dass Beiträge, Steuern und Abgaben seit 20 Jahren nicht erhöht worden seien, müsse überlegen, wie man die Einnahmen und Ausgaben wieder in ein Lot bringen könne. Allerdings sei die Stadt derzeit rein rechnerisch schuldenfrei.
In den zurückliegenden 30 Jahren habe Bad Schwartau von Rücklagen in Höhe von 30 Millionen Euro gezehrt, die aber nun aufgebraucht seien. „Ich bin daher sehr gerne in Kiel und Berlin Klinken putzen gegangen, um der Stadt Handlungsspielräume zu eröffnen“. So sei Bad Schwartau in die zwei Förderprogramme des Landes beziehungsweise des Bundes „Aktive Ortsteilzentren“ und „Soziale Stadt“ aufgenommen worden. „Wir erwarten zusammen eine Fördersumme von ebenfalls 30 Millionen Euro“. Davon muss die Stadt ein Drittel selbst aufbringen, ein Drittel gibt das Land und ein Drittel der Bund. Bei dieser Drittelfinanzierung ließe sich bespielsweise der geplante Ankauf des Amtsgerichtes realisieren.
„Mit dem Förderprogramm ,Aktive Ortsteilzentren’ haben wir einen Grundstein für die nächsten Jahre gelegt. Und ich glaube – egal, wie lange ich im Amt bin – mein politisches Erbe werden auch meine Nachfolger noch mitnehmen, um diese Stadt zu prägen und zu gestalten. Sie sehen, dass wir mit diesem eingeschlagenen Weg eine historische Dimension für die nächsten 30 Jahre erreicht haben.“
Außerdem habe die Stadt rund 100 städtische Grundstücke ausgemacht, auf denen in Verbindungmit dem Förderprogramm „Soziale Stadt“ bezahlbarer Wohnraum geschaffen und soziale Projekte realisiert werden können. Jedoch könne man es auch hier nicht immer allen recht machen aber zumindest der Mehrheit. „Hierzu brauchen wir unser Gemeinwesen“, so Brinkmann abschließend.



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