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Sarkwitz erhält den ersten E-Dorfbus in Schleswig-Holstein

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Bürgermeister Volker Owerien bei der offiziellen Übergabe des E-Dorfbusses an Dorfvorsteherin Marion Urban, im Hintergrund freuen sich Klaus Kastenholz, Harry Brockmann und Renate Löw vom Dorfvorstand für die Sarkwitzer. (Foto: René Kleinschmidt)

Bürgermeister Volker Owerien bei der offiziellen Übergabe des E-Dorfbusses an Dorfvorsteherin Marion Urban, im Hintergrund freuen sich Klaus Kastenholz, Harry Brockmann und Renate Löw vom Dorfvorstand für die Sarkwitzer. (Foto: René Kleinschmidt)

Sarkwitz. Die Gemeinde Scharbeutz hat für die Dorfschaft Sarkwitz den ersten E-Dorfbus Schleswig-Holsteins angeschafft. Unter dem Förderschwerpunktthema „Klimawandel und Mobilität“ wurde das Projekt von der Aktivregion Innere Lübecker Bucht gefördert. Das ausgewählte Fahrzeug, ein Nissan e-NV200, kostet inklusive Ladestation knapp 35.000 Euro. „Dieser E-Dorfbus ist das einzige in Serienproduktion erstellte Elektrofahrzeug mit bis zu sieben Sitzen, das für diesen Zweck bestellt werden konnte,“ berichtete Bürgermeister Volker Owerien bei der offiziellen Übergabe an den Dorfvorstand von Sarkwitz. Eigentlich sollte der neue elektrobetriebene Siebensitzer das bisherige alte, aber inzwischen schrottreife, City-Mobil schon früher ersetzen. „Dadurch, dass es nun etwas länger gedauert hat, haben wir den Vorteil, dass wir nun das neueste Modell mit einer besseren Batterieleistung erhalten haben,“ betont der Bürgermeister der Gemeinde Scharbeutz. Die Zuwendung aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklungs des ländlichen Raums (ELER) beträgt 16.116 Euro, was 55 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten entspricht.
Gemäß Förderantrag sollen folgende Ziele erreicht werden: Zum einen die Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs und zum anderen die Reduzierung des CO²-Ausstoßes durch Einsatz klimafreundlicher Mobilitätsformen sowie der Einsatz erneuerbarer Energien. Zum Laden des E-Dorfbusses wurde sichergestellt, dass an dem Ladepunkt am Dorfgemeinschaftshaus Sarkwitz Ökostrom aus europäischen Wasserkraftanlagen geliefert wird. „Der E-Dorfbus hat einen Ladeanschluss mit Wechselstrom am Dorfgemeinschaftshaus erhalten und kann damit innerhalb von einer Stunde auf 80 Prozent seiner Leistung aufgeladen werden“, erklärt Bürgermeister Volker Owerien. „Unsere Sarkwitzer Dorfbewohner können mit dem neuen Elektrofahrzeug im Alltag mobiler sein und stärker am sozialen Leben teilnehmen. Und die Gemeinde fördert zudem den Klimaschutz,“ so Owerien.
In der Dorfschaft Sarkwitz mit knapp 390 Einwohnern besteht Bedarf zum Beispiel für den Transport von Schulkindern zur zirka neun Kilometer entfernten Schule in Pönitz oder zum Transport von älteren Menschen für Besorgungen wie Einkaufen in den nächstgelegenen, zirka fünf Kilometer entfernten, Einkaufsmarkt. Ohne diesen, mit Hilfe von ehrenamtlichen Helfern organisierten, Bürgerbus ist es vielen Menschen in Sarkwitz und Umgebung nicht möglich notwendige Wege zu unternehmen, was zur weiteren Abwanderung aus den Dörfern führen wird. Dem möchte die Dorfschaft Sarkwitz entgegenwirken und ist bereit ein selbstorganisiertes Transportmittel zu unterhalten. Deshalb wurde die Gemeindeverwaltung Scharbeutz gebeten zu helfen, ein Elektro-Fahrzeug anzuschaffen, das klimafreundliche Mobilität der Bürger und Bürgerinnen des Einzugsbereiches ermöglicht. Schon vor über einem Jahr hatten die Sarkwitzer das Projekt E-Dorfbus aufgegriffen und selbstständig geplant.
Die Bürger der Dorfschaft Sarkwitz sind bereit, die Organisation des elektrischen Bürgerbusses in eigener Verantwortung zu übernehmen. Die unterschiedlichen Fahrten zur Kirche, zum Einkaufen, zum Arzt, zur Schule sowie mit der Jugendfeuerwehr oder dem Sportverein werden von zwölf ehrenamtlich tätigen Fahrerinnen und Fahrern durchgeführt. „Für Fahrten zur Schule oder zur Kirche gibt es feste Fahrzeiten, es gibt aber auch die Möglichkeit, individuell abgestimmte Fahrten telefonisch anzumelden,“ berichtet Dorfvorsteherin Marion Urban, die sich im Rahmen der offiziellen Schlüsselübergabe – genauso wie Bürgermeister Owerien – bei der Aktivregion Innere Lübecker Bucht für die Bereitstellung der Fördergelder bedankte. „Im Unterschied zu anderen Bürgerbus-Modellen gibt es dieses Gesamtkonzept kein zweites Mal und ist somit einmalig in Schleswig-Holstein,“ betonten Bürgermeister und Dorfvostand. „In Sarkwitz wird sich mit dem neuen E-Fahrzeug die Lebensqualität noch mehr verbessern und die Dorfgemeinschaft weiter gestärkt,“ so Owerien abschließend.


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