Den Menschen zur Seite stehen 365  |  21.12.2020 15:00

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Schönberg (t). Seit mittlerweile drei Jahren befindet sich das Familienzentrum Probstei in der Trägerschaft der Gemeinde Schönberg. In dieser Zeit hat sich viel getan. Die Angebote sind gewachsen und Koordinatorin Katrin Taubner erfreut sich einer Fülle von Eltern-Kind-Treffs, Beratungsangeboten und Workshops, die die Familien des Amtes in die Räumlichkeiten im Eichkamp in Schönberg einladen. „Gerade in der momentanen Situation ist es immens wichtig, Menschen, ob klein oder groß, zur Seite zu stehen und einen Ort der Begegnung und des Austausches zu schaffen“, so Taubner.
Dieses Angebot kann allerdings nur durch strenge Hygieneauflagen umgesetzt werden. So ist die Datenerfassung, das Händedesinfizieren und das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in den Besuchsalltag eingezogen. Auch die regelmäßige Desinfektion der genutzten Spielgeräte und des Mobiliars ist ein wichtiger Baustein, der zu einem sicheren Aufenthalt im Familienzentrum beiträgt.
Derzeit ist eine vorherige Anmeldung zu den Angeboten notwendig, um bei einer begrenzten Teilnehmer*innenzahl allen Bedarfen gerecht werden zu können. So kontaktieren Sie gerne die Koordinatorin mobil unter der Nummer 0171-2421232 oder per Mail an familienzentrum@gemeinde.schoenberg.de, wenn Sie beispielweise am Montagnachmittag in der Zeit von 15:30 bis 17:00 Uhr am Elterncafé für Eltern mit Kindern von 0 bis 3 Jahren teilnehmen möchten. „Zusätzlich ist das Familienzentrum Probstei nun auch auf Facebook und der Homepage der Gemeinde Schönberg vertreten. Seit dieser Präsenz ist generell ein vermehrter Zulauf zu beobachten“ freut sich Taubner über die Resonanz.
Für jegliche Art von Fragen und Nöten finden die Bürger*innen ein „Offenes Ohr“ im Familienzentrum Probstei. Ein eigens in der Corona-Pandemie ins Leben gerufene Netzwerk von Freiwilligen bietet eine Unterstützung beim Einkauf oder dem Hundespaziergang. Hilfesuchende wie auch Helfer*innen kontaktieren die Koordinatorin und finden durch ihre Vermittlung zueinander.
Das gut bestückte Tauschregal „Rund ums Kind“ hat sich in diesem Jahr als gern genutzter Flohmarktersatz etabliert. Eltern bringen Kleidung, Spielzeug, Kuscheltiere bis hin zu Babybettchen und Tragetüchern ins Familienzentrum und tauschen diese gegen Dinge ihrer Wahl ein.
Eine eigens ausgebildete Kita-Lotsin konnte in diesem Jahr mit 8 Wochenstunden fest bei
der Gemeinde Schönberg unter Vertrag genommen werden. Derzeit ist sie in einer Kita in der Gemeinde tätig. Bei Bedarf wird sie von weiteren Kitas angefragt. Für das kommende Jahr ist eine Ausweitung der Arbeitsorte geplant.
Für kommendes Jahr sind wieder Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse geplant und auch die Erste-Hilfe-Kurse am Kind, die einen großen Zulauf hatten, werden nachgeholt. Ebenfalls gab es erste Gespräche mit einer „Mawiba“-Trainerin aus der Umgebung, die im nächsten Jahr diesen beckenboden-schonenden Tanz werdenden oder jungen Müttern anbieten möchte. Auch über ein Angebot für Seniorinnen wird nachgedacht und für April ist eine Outdoor-Education für Kita-Personal und Lehrkräfte bei Dr. Johanna Pareigis geplant. „Bereits im vergangenen Jahr wurde eine Fortbildung mit dieser Referentin gut angenommen“, teilt Taubner zu diesem Angebot mit.
Dieses breite Angebot wird im Wesentlichen durch Landesmittel finanziert. Zusätzlich bringt die Gemeinde Schönberg als Träger des Familienzentrums einen Eigenanteil von über 8.000 Euro ein, um die pädagogisch wertvolle Arbeit im Familienzentrum zu unterstützen. „Die Angebote des Familienzentrums, die hier vom Standort Schönberg aus für die gesamte Probstei angeboten und auch abgefragt werden, sind für Familien wertvoll und haben sich etabliert. Es ist wichtig, dass diese Angebote auch dauerhaft verstetigt werden. Von daher bin ich allen Akteuren auf Kreis- und Landesebene dankbar, die sich für die dauerhafte Aufrechterhaltung dieser Angebote der Familienzentren stark machen“, äußert sich dazu der Schönberger Bürgermeister Peter A. Kokocinski. In der aktuellen Haushaltsplanung für das Jahr 2021 sieht das Land für die Familienzentren in Schleswig-Holstein eine Summe von 5,5 Mio. Euro einschließlich des Handlungsfeldes Integration vor. Damit würden die Mittel seit 2017 weiter erhöht und verstetigt. „Eine gute Entwicklung, die sicherlich alle Träger und insbesondere die Familien, die durch die Familienzentren gestärkt werden sollen, sehr positiv bewerten“, so Kokocinski weiter.
Die Notwendigkeit des Fortbestandes des Familienzentrums Probstei machten ebenfalls die anwesenden Mütter im Baby-Treff (üblicherweise dienstags 10 bis 11:30 Uhr) deutlich.
„Dies ist mein erstes Kind und ich bin froh hier diese Angebote wahrnehmen zu können.“, so Christine Pierre, Mama von Jara. „Ich hoffe, dass auch in Zukunft andere Familien davon profitieren können.“