Reporter Eutin
26. April 2017 | Allgemein

Ein goldener Lilientraum für den Sommer

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Andrea Lüdtke und Ulf Seiler haben sich spontan der gartenbegeisterten Helfergruppe angeschlossen und in wenigen Minuten eine der vorbereiteten Flächen im Beet mit jungen Taglilien bepflanzt.

Andrea Lüdtke und Ulf Seiler haben sich spontan der gartenbegeisterten Helfergruppe angeschlossen und in wenigen Minuten eine der vorbereiteten Flächen im Beet mit jungen Taglilien bepflanzt.

Bad Malente-Gremsmühlen (los). Blumige Zeiten in der Gemeinde Malente. Trotz kalter Witterung waren 12 freiwillige Helfer am Sonnabend dem Aufruf zu einer Pflanzaktion der „Initiative für die Lilienstadt Malente“ am Lenter Platz gefolgt. Für insgesamt 70 Taglilien und einige „echte“ Lilien, die als Zwiebelgewächse zu unterscheiden sind, waren acht Teilflächen auf den angrenzenden Beeten von den Mitarbeitern des Bauhofs der Gemeinde bereits vorbereitet worden. Der Gattungsname Hemerocallis leitet sich Bezug nehmend auf die kurze Blütephase der Einzelblüte aus den griechischen Wörtern „hemera“ („Tag“) und „kallos“ („Schönheit“) ab. Insgesamt gilt die farbenfrohe Staude als besonders blühwillig und pflegeleicht, sofern der Standort genug Sonne und geeignete Bodenverhältnisse bietet. Hintergrund der Pflanzung ist die Idee, die langfristige Entwicklung Malentes analog zur „Rosenstadt Eutin“ zur blühenden „Lilienstadt Norddeutschlands“ anzuschieben. „Der Traum wäre es, wenn alle Malenter mitmachen und Lilien pflanzen würden“, wirbt Initiator Vito von Eichborn für das Vorhaben. Somit gilt es, in dem Ort buchstäblich Farbe zu bekennen. Die Gemeinde habe mit der blumigen Spende bereits einen Anfang gemacht und die Sommerblüher auch hinter dem Rathaus sowie am Marktplatz bereits einsetzen lassen. Die Blütezeit der ausgewählten Pflanzen fällt auf Juli und August und so hofft die Initiative auf farbenprächtige Eyecatcher, die das öffentliche Bild der Gemeinde im Hochsommer noch attraktiver erscheinen lassen. Die beteiligten Akteure freuen sich über die blumigen Pläne. „Es ist nur traurig, dass heute so wenige Leute da sind“, bedauert Sylvia Winkelmann, während sie mit Jutta Möller und Miranda Krützfeldt, die extra aus Timmdorf gekommen ist, eine Gruppe „Hemerocallis citrina“, so der botanische Name dieser zitronengelb blühenden Taglilienart, aus den Anzuchttöpfen löst und in die Erde setzt. Die geringe Beteiligung schieben die Pflanzen begeisterten Hobbygärtnerinnen dem unerfreulichen Wetter zu, das selbst eingefleischte Gartenfreunde abschrecken dürfte. Doch die Stauden sind innerhalb ihres Wachstumszyklus bereits in den Startlöchern und bilden am Lenter Platz ein Ensemble mit duftendem Lavendel. An anderer Stelle packen Andrea Lüdtke und Ulf Seiler spontan mit an und pflanzen die gelbe Taglilienart Hemerocallis lilioasphodelus. Auch zu Hause sollen ein, zwei der angebotenen Gartenschätze einen Platz im Blumenbeet bekommen. Die in Topfkultur gezogenen Stauden stehen am Stand bereit, der durch Unterstützung des Pflanzencenters Buchwald mit einigen Kisten junger Taglilien und vorgetriebener Zwiebelblumen bestückt ist. Da kulturgeschichtlich nicht immer sauber zwischen biologischen Gattungen unterschieden wird, gilt bei der Initiative „Lilienstadt Malente“ der Begriff Lilie, wie der Volksmund ihn benutzt – und somit auch für Taglilien. Auch für Gemüsebeet und Küche... Lilien und Taglilien sind vielseitig und durchaus nicht nur als „dankbare“ Zierpflanze vielversprechend. Viel Teile der meisten Lilien-Arten sind essbar. In China werden die Zwiebeln von Lilium brownii, Lilium regale, Lilium lancifolium und Lilium speciosum zu diesem Zweck angebaut und die Zwiebeln frisch oder getrocknet verzehrt. Auch Taglilien können in der Küche verwendet werden. Viele Arten dieser Gattung eignen sich als Nahrungsmittel: Junge Blattschösslinge schmecken roh süßlich, gekocht wie Spargel oder Sellerie, reife Blätter eignen sich geschnitten für Salat oder in Suppen. Somit haben die Pflanzen auch im Gemüsebeet einen berechtigten Platz verdient. Doch angesichts der prächtigen Blüten stellt sich die Frage, wer seinem gepflegten Gartenschatz mit dem Gedanken an den Kochtopf wirklich zu Leibe rücken möchte... Taglilien kulinarisch: Ein Pastarezept Pasta, zum Beispiel Nudeln nach Anleitung zubereiten. Zwischenzeitlich drei bis vier klein geschnittene Zwiebeln glasig anbraten, nach Geschmack variiert mit einer kleinen Handvoll gewürfeltem Schinken. Zwei bis drei Handvoll Taglilienblätter (in feine Streifen geschnitten) zufügen. Etwas Wasser hinein geben, dass den Pfannenbodenboden knapp bedeckt, und das Gemüse knapp fünf Minuten köcheln lassen. Dann drei, vier Löffel Schmand oder Saure Sahne unterrühren, die Sauce mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und über die Pasta geben.



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