Reporter Eutin
04. Juni 2016 | Allgemein

Eine Winterlinde für den Schlossgarten

Bilder
Der Landesverband Schleswig-Holstein der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald schenkte dem Schlossgarten den Baum des Jahres, eine Winterlinde.

Der Landesverband Schleswig-Holstein der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald schenkte dem Schlossgarten den Baum des Jahres, eine Winterlinde.

Eutin. Der Garten des Eutiner Schlosses verfügt über so manchen eindrucksvollen Baum, mächtige Buchen, weitgefächerte Weiden, die schnurgeraden Linden, die die berühmte Allee säumen – und jetzt hat sich ein noch ganz zartes Bäumchen hinzugesellt. Denn als der Landesverband Schleswig-Holstein der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in der vergangenen Woche ihre Jahreshauptversammlung auf der Landesgartenschau abhielt, pflanzte dessen Vorsitzende Dr. Christel Happach-Kasan unterhalb des Tempelgartens eine Winterlinde (Tilia cordata), den Baum des Jahres. Zusammen mit Christian Herzog von Oldenburg, dem Landtagspräsidenten Klaus Schlie, dem Eutiner Bürgervorsteher Dieter Holst und dem Eutiner Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz zum Spaten und gab der kleinen Winterlinde ein neues Zuhause in bester Gesellschaft. Er sei immer davon ausgegangen, die schnurgerade Allee im Schlossgarten sei eine Allee aus Winterlinden, schmunzelte der Bürgermeister, aber wie er gelernt habe, seien es Hybriden, da habe die Winterlinde gerade gefehlt. Ohnehin seien die Linden im Besonderen und der Wald im Allgemeinen in Eutin positiv besetzt. Und das nehme die Landesgartenschau mit ihrem Bildungsprogramm plietsch.grün ebenso auf wie die pädagogische Arbeit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. „Das ist ein Ereignis, das die Schutzgemeinschaft würdigt“, sagte Dr. Christel Happach-Kasan, „mit einem Gelände, das viele Möglichkeiten birgt, die auch umgesetzt wurden.“ Einhellig bekundeten die Gäste ihre Begeisterung über die Eutiner Landesgartenschau: Sie biete die gesamte gestalterische Breite der Möglichkeiten, Natur und Kultur zu verbinden, lobte der Landtagspräsident, auch dass sie das Thema Wald in einem so waldarmen Land wie Schleswig-Holstein aufgreife. „Ich bin begeistert.“ Lob fand er auch für die Arbeit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, die vor allem mit dem Baum des Jahres an die Öffentlichkeit steh – der Mensch schätze vor allem das, was er kenne, und die Kenntnis über Baumarten sei nicht mehr allzu verbreitet. Mit dem Baum des Jahres rücke die SDW eine Baumart und damit auch das Thema Wald in den Mittelpunkt, um dessen Erhalt und Artenvielfalt es bei der Arbeit der Schutzgemeinschaft es im Kern gehe. Die Landesgartenschau spiegele den Baum und seine Bedeutung für den Menschen wider – „die Menschen entdecken die Natur wieder als Erholungsraum.“ Auch die pädagogische Arbeit der Schutzgemeinschaft sei daher umso wichtiger, denn der Wald brauche Kontinuität und nachhaltige Beachtung – vor allem angesichts der Tatsache, dass der weltweite Raubbau andauere und Ökoräume unwiederbringlich zerstört würde. . „Schleswig-Holstein hat zu wenig Wald, nur einen Anteil von 12 Prozent. Deswegen wird der Tag des Baumes immer mit zahlreichen Baumpflanzungen verbunden, dem richtigen Projekt für Schleswig-Holstein.“ Dabei habe die Winterlinde weniger mit Wald als mit der Kultur des Baumes zu tun – in früheren Zeiten wurden Linden zu besonderen Anlässen gepflanzt wie die Friedenslinden in Ratzeburg oder die Gerichtslinde in Bordesholm. Spannendes über die Linde wusste der Herzog von Oldenburg zu berichten. „Eine Linde gehört in jeden Garten“, sagte er, „allein als Blitzableiter und als Feuerschutz, deshalb hat man Linden so oft so dicht an die Häuser gepflanzt. Zudem sorgen sie mit ihren tiefen Wurzeln für die Entwässerung. Und sie sind Erinnerungsbäume – wie diese Winterlinde, die an die segensreiche Arbeit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald erinnern soll. Deshalb ist die Winterlinde das i-Tüpfelchen für diesen Garten und ich verspreche, dass wir sie hegen und pflegen werden.“


Weitere Nachrichten Eutin am Mittwoch
Vor dem Schnitt, der den Projektstart symbolisiert (v.l.): Jörg Schumacher, Stefanie Hönig, Bernd Rubelt und Kerstin Stein-Schmidt. Symbolisch war dieser Schnitt auch für Stadtbaumeister Rubelt an seinem „ehrlich allerletzten Arbeitstag“. Er rief die Eutiner auf: „Bewahren Sie sich Mut und Fantasie!“

Vogthaus wird zum „Haus der Stiftungen“

19.05.2017
Eutin (wh). „Ich bin optimistisch, dass es sehr gut wird!“ sagte Jörg Schumacher von der Sparkassen-Stiftung, bevor er beim Projektstart mit der Schere das Band zerschnitt, das am Eingangsbereich des Vogthauses im Bauhofareal gespannt war. Auch Stadtbaumeister...
Vom Dach aus beobachtet die Entenmama, wie Harry Ehmke von der Haustechnik der Vital-Klinik ihre Küken einsammelt. Ihr Schnattern könnte als Schimpfen gedeutet werden. Oder ist es ein  Signal an  die Kleinen: Keine Angst! Das Spiel kenne ich noch vom letzten Jahr. Alles wird gut.

Elf Küken gerettet

18.05.2017
Bad Malente-Gremsmühlen (wh). Achtundzwanzig Tage lang verhielten sich Patienten und Mitarbeiter der Vital-Kliniken Malente in einem umbauten Innenhof besonders leise. Denn unter einem Busch brütete eine Stockente ihre Eier aus. Das war für die Patienten eine...

Grundschulkinder arbeiten emsig in der „Buchstabenwerkstatt“

18.05.2017
Sarau (t). Nach den Osterferien ging es für die großen Schüler, Klasse 3 und 4, auf Klassenfahrt nach Büsum. 24 Kinder ließen sich dort, begleitet von zwei Lehrerinnen, den Nordseewind um die Ohren wehen und erlebten eine spannende Woche. Währenddessen ging es in...
Die deutsche Besuchergruppe mit Schülerinnen und Schülern der chinesischen Partnerschule Meilong Middle School

Auewiesen-Schüler konnten China live erleben

17.05.2017
Bad Malente-Gremsmühlen (wh). Sie hatten noch einige chinesische Vokabeln im Kopf, als vor Ostern zwölf Schülerinnen und Schüler der Malenter Schule an den Auewiesen für vierzehn Tage ins Reich der Mitte flogen. Denn letzten Sommer hatte die Malenter Schule Besuch...
Barbara Block, Vorstandsmitglied des Baltikumvereins, Veranstalter Helge Nickel und Hans-Ingo Gerwanski, Sparkasse Holstein, bieten ein ungewöhnliches und vielseitiges Programm zum Eutiner Bluesfestival

Von Open Air über „Nightsessions“ bis hin zur Kunst

17.05.2017
Eutin (los). „Bluesige Zeiten“ werfen ihre Schlaglichter voraus. Zum 28. Mal dürfen sich die Eutiner auf das musikalische Festival freuen, das Helge Nickel (Kreativ Konkret) in diesem Jahr unter dem Motto „Young Roots“ veranstaltet. Die „Blues Baltica“ vom 18. bis...

UNTERNEHMEN DER REGION