Reporter Eutin
02. Juni 2016 | Allgemein

Sammy ist der Allerbeste

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Hütchen-Parcours mit Sammy – Ben, Jacob, Felix, Maya und Helene finden es super auf dem Frohberg-Hof.

Hütchen-Parcours mit Sammy – Ben, Jacob, Felix, Maya und Helene finden es super auf dem Frohberg-Hof.

Eutin. So niedlich Lili, Lulu und Brösel, Caspar und Paulchen, Lori oder Clara auch sind, mit Sammy kommen sie nicht mit. Der Pony-Senior des Frohberg-Hofes mit seinen 30 Jahren auf dem Buckel und der liebenswerten Art, mit der er die Lütten durch die Gegend trägt, ist ohnehin das wohl freundlichste Pony der Welt und steht bei den Schulkindern des Bosauer Kindergartens Schwalbennest ganz, ganz hoch im Kurs. Einmal im Monat besuchen sie den Hof der Familie Frohberg, helfen beim Versorgen der Tiere, frühstücken im Grünen, lernen das Leben auf dem Bauernhof kennen und finden es einfach super. „Die Kinder blühen hier richtig auf“, lacht Kindergarten-Leiterin Sabine Hirner, „und fühlen sich super wohl. Sie wissen, was sie dürfen und was nicht.“ Zum Beispiel hinter einem Pferd rum gehen. „Der Umgang der Kinder gerade mit den Kleintieren ist toll, sie werden hier ganz ruhig, übernehmen richtig Verantwortung für die Tiere.“ Vor drei Jahren hat Bauernhof-Pädagogin Nicole Frohberg dem Kindergarten ihr Konzept vorgestellt – spielerisch lernen die Kinder nicht nur das Leben auf einem Bauernhof kennen sondern auch, wie es sich im Lauf der Jahreszeiten verändert, welchen Einfluss die Natur hat, woher Gemüse, Eier, Obst und auch das Fleisch kommt. Und dass man für ein Tier (oder auch ganz viele) Verantwortung übernimmt und es füttern und pflegen muss. „Das Konzept hat uns absolut überzeugt“, so Sabine Hirner, „es ist fundiert und das Gelände lädt zum Mitmachen ein, die Freundlichkeit des Hofes ist einfach toll. Die Tiere kennen die Kinder natürlich alle, aber hier dürfen sie sich um sie kümmern, das finden sie großartig.“ Im Winter werden die Boxen ausgemistet, im Sommer die Weiden abgeäppelt – muhende Kühe verlangen nach ihrem Futter, im Bauwagen gackern die Hühner schon aufgeregt, dass sie rauswollen und Hunger haben. Und die Meerschweine haben auch keine Lust, den Tag im Stall zu verbringen sondern wollen auf die Wiese. „zuerst haben wir die Hühner gefüttert“, erzählt Ben, „und dann die Weide saubergemacht“, ergänzt Felix. „Kühe gefüttert“, ruft Helene mit Lulu im Arm, denn nach den Kühen waren die Meerschweine dran. Ganz vorsichtig setzen die Kinder sie mit einer Möhre als Wegzehrung in eine Transportbox und tragen sie langsam zur Wiese, damit ihnen nicht schlecht wird. Hier klettern sie ins Gehege und lassen sie sorgsam raus, nicht ohne noch zusätzlich Löwenzahn gesammelt zu haben. Und dann endlich geht es rüber zur Pferdeweide und zu Samy: Felix, Helene, Maya, Ben und Jakob stehen auf dem Gatter und rufen im Chor „Sammy, Sammy, Sammy“ – und das brave Pony spitzt die Ohren und kommt angetrabt. „Sammy ist der Allerbeste“, seufzt Helene und streichelt das weiche Ponyfell. Aber Sammy wird nicht nur gekuschelt, mit ihm wird auch gearbeitet – mal muss er gestriegelt werden, mal absolvieren die Lütten mit ihm einen Hütchen-Parcours und ab und an dürfen sie auch reiten. „So bleibt es etwas Besonderes“, lacht Sabine Hirner, „aber für die Kinder ist jeder Bauernhof-Tag etwas Besonderes.“ Und jedes Kind hat seine ganz persönliche Lieblingsbeschäftigung – während Helene am liebsten Meerschweine knuddelt, füttert Felix am liebsten die Kühe, Ben zieht die Hühner vor, Jakob die Esel und Maya findet es super, Sammy zu führen. „Wir erleben die Kinder hier ganz neu, auch untereinander, sie wachsen richtig zusammen. Unser zweites Jahr ist schon fast um“, sagt Sabine Hirner ein bisschen traurig, „wir hoffen, dass wir es auch im nächsten Jahr wieder anbieten können, denn für die Eltern bedeutet es Zusatzkosten.“ Dieses Jahr konnte durch eine Elternspende finanziert werden, denn auch die Eltern merken, wie gut den Lütten der Tag auf dem Bauernhof tut. Strahlend erzählen sie noch nach Wochen davon, wie toll es war, Sammy zu reiten oder Lulu mit Löwenzahn zu füttern, die Hühner rauszulassen oder das neue Kälbchen zu streicheln. Erlebnisse, die die Kindergartenzeit unvergesslich machen – und die Kinder glücklich.



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