Reporter Eutin
17. November 2016 | Allgemein

„Wir hoffen, nächstes Jahr die 100 Brutpaare zu erreichen“

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Eutin (ed). Wer schon mal einen in freier Wildbahn gesehen hat, weiß, wie königlich diese großen Vögel durch die Luft gleiten – ihre Flügelspannweite ist riesig, ihr Flug majestätisch. Selbst den unbeteiligtesten Zweibeiner lässt es nicht kalt, einen Seeadler zu erleben. Umso schöner ist es, dass diese großen Vögel, von denen es in den 60er Jahren mal eben vier Brutpaare in Schleswig-Holstein gab und von denen ein Experte damals sagte, es würden nie mehr als zehn Paare hier oben heimisch werden, sich wieder wohl bei uns fühlen. „86 Brutpaare hatten wir in diesem Jahr“, strahlte Hans Boldt von der Projektgruppe Seeadlerschutz, „und wir hoffen, dass sich das weiter steigert.“ Ihm und seinen Kollegen vom Seeadlerschutz übergab Georg Präkelt, Geschäftsführer des Gewinnsparvereins der Volksbanken und Raiffeisenbanken Norddeutschland eV, einen symbolischen Scheck über 2.500 Euro aus dem Gewinnsparen. „Der Sektor Helfen ist einer der wichtigsten Outputs unserer Lotterie.“ Von einem Gewinnsparlos für 6 Euro kommen 1,50 Euro in diesen Topf – und im Vorstand werde dann entschieden, wo in der Region das Geld dann hinkommt. Schon seit mehr als zehn Jahren hat die Volksbank seit einer Ausstellung über den Seeadlerschutz eine enge Verbindung zur Projektgruppe – „es hat sich eine richtige Partnerschaft entwickelt“, freut sich Hans-Wilhelm Hagen aus dem Vorstand der Volksbank Eutin, „wir unterstützen mit unserer Spende der gern den Schutz dieser faszinierenden Greifvögel, die in unserer Heimat ebenfalls heimisch sind.“ Er freut sich besonders, dass er kurz vor seinem Ruhestand noch einmal diese Spende übergeben darf. „Wir bedanken uns herzlich dafür“, freut sich Hans Boldt, „wir werden das Geld zum Teil für die Beringung einiger Seeadler nutzen – die Beringung nur von 25 Vögeln kostet 4.000 Euro. Und mit dem anderen Teil bestreiten wir Tierarztkosten.“ Denn immer wieder werden, obwohl sie sich zum Sterben ins Unterholz zurückziehen, verletzte oder gar tote Vögel gefunden. Gerade die ständig steigende Anzahl von Windrädern ist gefährlich für den König der Lüfte – „und jetzt sollen in Bosau wieder Windräder gebaut werden“, befürchtet Hans Boldt, „ganz in der Nähe eines Adlerhorsts.“ Aber es gibt auch einen kleinen Erfolg zu verbuchen: „Letztes Jahr hatten wir seit Langem wieder einen Fischadler da“, freut er sich mit einem Wehmutstropfen: „Wir wissen einfach nicht, wieso er hier nicht so verbreitet ist wie der Seeadler.“ Seit vielen Jahren haben die Vogelschützer ihre Aktivitäten auf weitere Großvögel wie Kraniche und Schwarzstörche erweitert – vor allem die Kraniche machen Freude. Seit der Wende haben sich rund 400 Paare hier niedergelassen. „Wir wissen nicht, wie die Ereignisse zusammenhängen“, lacht Hans Boldt, „freuen uns aber. Sie bleiben sogar bei uns bis spät in den Herbst hinein.“ Und neun Schwarzstorch-Brutpaare haben sich ebenfalls niedergelassen – „ihnen fehlen hier die großen Wälder mit Flüssen. Sie leben sehr heimlich“, weiß Hans Boldt, „nur sehr wenige von uns wissen, wo sie wohnen.“ Eine Riesenerfolgsgeschichte aber ist der Seeadler, der hier bei uns wieder heimisch geworden ist: „Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr die 100 Brutpaare erreichen.“ Wer übrigens Gutes tun und tolle Preise gewinnen möchte: Es gibt gerade im November und im Dezember attraktive Geld- und Dachpreise beim Gewinnsparen zu gewinnen. „Und je mehr Lose wir verkaufen“, schmunzelt Georg Präkelt, „desto mehr können wir helfen.“



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