Reporter Eutin
16. Juni 2017 | Allgemein

Miteinander – Zueinander

Bilder

Preetz (sh). Zwei Worte in einer fremden Sprache gesprochen. Jetzt die richtige Landesflagge dazu drücken. Gar nicht so einfach. War das Syrisch, Französisch oder gar Schwyzerdütsch? An einer Litfaßsäule hängen 16 Länderfahnen, vom Laptop kommen die Stimmen der Kinder. Alle sagen sie „Miteinander – Zueinander“ in ihrer Sprache. Das ist das Motto des diesjährigen Skulpturengartens in der Friedrich-Ebert-Schule (FES). Bereits zum 9. mal verwandeln sich das Atrium und einige Klassenzimmer der FES in eine wunderbare Phantasiewelt – dann wird der mit kleinen Teichen, Bäumen und Blumenrabatten versehene Innenhof über Nacht zu einem Ort der Kunst, gestaltet von allen Schülern der ersten bis vierten Klasse. Seit Freitag lädt der feierlich eröffnete Skulpturengarten wieder zum Schauen, Staunen, Fühlen und Mitmachen ein. Das bunte Fest lockte Schüler, Eltern und Großeltern, um sich die kreativen Kunstobjekte anzuschauen, die mit viel Begeisterung und Fantasie von den Klassen gefertigt wurden. Im Kunstunterricht und fächerübergreifend in einer Projektwoche schufen die Grundschüler der 16 Klassen beider Schulstandorte originelle Kunstobjekte: Brücken aus Leitern auf denen bunte Schuhe kleben, Fadenbilder, Steinobjekte, einen Heißluftballon, bunte Fischschwärme, Hände, Fußabdrücke und vieles mehr. Das Motto „Miteinander – Zueinander“ lasse viel Raum für eigene Idee der Kinder und die Begegnung verschiedener Kunststile und Materialien, sagt Kunstlehrerin Urte Hedrich. „Es geht auch um die Begegnung verschiedener Kulturen an der Schule und das gemeinsame Arbeiten.“ Das Thema hole auch die DAZ-Kinder (Deutsch als Fremdsprache) ab, denn sie waren es, die das Motto für die Klanginstallation in ihre Muttersprache übersetzten. Kurz nach der Eröffnung brach ein heftiges Gewitter los und die Gäste retteten sich in die Schule. Die Cafeteria mit dem riesigen Kuchenbüffet war dann der Ort des gelebten „Miteinander – Zueinander“. Hier hatte niemand etwas dagegen, den Sturzregen abzuwarten. Der Erlös aus der Cafeteria während der Ausstellungseröffnung kommt neuen Kunstprojekten und der Patenschule in Kolumbien zugute. Diese ganz besondere Ausstellung ist einen Besuch wert - der Skulpturengarten kann während der Schulzeiten besichtigt werden.



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