Reporter Timmendorf
15. Februar 2017 | Allgemein

DKMS-Aktion im Ostsee-Gymnasium Timmendorfer Strand: 51 neue potenzielle Stammzellenspender

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Timmendorfer Strand. Die DKMS, die gemeinnützige Gesellschaft der Deutschen Knochenmarkspenderdatei, informierte vor kurzem die älteren Schüler des Ostsee-Gymnasiums Timmendorfer Strand (OGT) über die Bedeutung von Stammzellenspenden. „Alle 15 Minuten erhält ein Patient in Deutschland die niederschmetternde Diagnose Blutkrebs. Nur ein Drittel der Betroffenen findet innerhalb der Familie einen passenden Stammzellenspender. Jeder siebte Betroffene findet gar keinen,“ berichtete Julia Matschke, Aktionsbetreuerin bei der DKMS in einem Vortrag. Blutkrebs ist eine tückische Krankheit, die das Rückenmark befällt und die Blutbildung stört. Eine Stammzellentransplantation ist häufig die einzige Aussicht auf Heilung für die Betroffenen. Doch damit das funktioniert, müssen die Gewebemerkmale des Spenders mit denen des Patienten zu 100 Prozent übereinstimmen. Die DKMS hat den Kampf gegen den Blutkrebs aufgenommen. Bisher haben sich über sieben Millionen Menschen weltweit registrieren lassen. Vor Ort war auch die 23-jährige Lea Menzner aus Bad Schwartau, die Internationale Not- und Katastrophenhilfe in Berlin studiert, berichtete den Schülern von ihrer Stammzellenspende. Nach der Registrierung im Juni 2014 erhielt sie im Oktober 2015 einen Anruf der DKMS, dass sie als potentielle Stammzellspenderin in Frage kommt und ob sie bereit wäre zur periphären Stammzellspende. „Ich sagte natürlich ,Ja’ und es ging zum Hausarzt zum Blutabnehmen,“ berichtet die Bad Schwartauerin. Zehn Tage später war klar, dass sie spenden sollte: „Dafür fuhr ich nach Berlin, um mich komplett durchchecken zu lassen. Die DKMS organisierte die Hin- und Rückfahrt und buchte das Hotel, so dass man sich um nichts selber kümmern musste.“ Im November 2015 ging es dann nochmal in die Klinik: „Es wurden Zugänge gelegt und man konnnte dabei zusehen, wie das Gerät die Stammzellen vom Blut trennte und diese einzeln aufgefangen wurden. Einzige Nebenwirkung war, das mir etwas kalt war. Aber dann gab es eine Wärmflasche und alles war gut.“ Am selben Tag durfte sie wieder nach Hause fahren. „So wie ich erfahren habe, war ,meine Patientin’ zum Zeitpunkt der Spende 49 Jahre alt.“ Drei Monate später spendete sie nochmal dringend benötigte Leukozyten für die Patientin. „Auch diesmal verlief alles gut und ich würde jeder Zeit wieder spenden und freue mich vielleicht nächstes Jahr ,meine Patientin’ kennenlernen zu können.“ Nach dem Vortrag haben sich 51 Schülerinnen und Schüler (und einige Lehrer) des OGT als potentielle Spender registrieren lassen. Dabei griffen sie zum Wattestäbchen, wischten sich damit Hautzellen von der Schleimhaut der Wangeninnenseiten und wurden so in vier Minuten zu potenziellen Stammzellenspendern. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis,“ so Julia Matschke von der DKMS, die sich darüber freute, dass auch einige Lehrer mitgemacht haben. Weitere Informationen über die DKMS finden Interessierte im Internet unter www.dkms.de.



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