Kristina Kolbe

Ein Bürgerzentrum für Neustadt - Passende Räume gesucht

Thomas und Antje Hüttmann möchten einen Ort für Vereine schaffen und suchen nach passenden Räumlichkeiten.

Thomas und Antje Hüttmann möchten einen Ort für Vereine schaffen und suchen nach passenden Räumlichkeiten.

Bild: Kristina Kolbe

Neustadt in Holstein. Wenn sich die Mitglieder der Neustädter Ortsgruppe des Sozialverbands treffen möchten, ist es gar nicht so leicht, eine passende Location zu finden. Für die Gastronomiebetriebe sind diese Mitgliedertreffen wenig lukrativ, häufig werden Räume für einen längeren Zeitraum belegt, gleichzeitig wird wenig verzehrt, zusätzliches Personal muss bezahlt werden. Auch am Platz kann es mitunter scheitern, denn einige Mitgliedertreffen finden mit über 100 Personen statt. Für die Vereine ist es dadurch schwierig, geeignete Räume zu finden, die auch noch barrierefrei und zentral gelegen sind. Der Sozialverband hat mit einem Lokal in der Nachbargemeinde, wo die Teilnehmenden per Shuttle hinkommen, eine gute Lösung gefunden. Jedoch wünsche man sich eigentlich einen Raum im Herzen von Neustadt, so der Vorstand.

Diese Thematik ist altbekannt. Immer wieder berichten Vertretende der Vereine darüber, wie schwer es ist, für ihre Treffen geeignete Räumlichkeiten zu finden. Bürgermeister Mirko Spieckermann bestätigte, dass dieses Thema häufig an ihn herangetragen werde und dass sich seiner Einschätzung nach die Neustädterinnen und Neustädter einen Raum wünschen, in dem sie zusammenkommen können. Eine Lösung muss also her, das finden auch Antje Hüttmann vom Vorstand des Sozialverbands und Thomas Hüttmann von der Senioren-Union. Beide organisieren regelmäßig Vereinstreffen und kennen die Situation nur zu gut. Gemeinsam mit Erika Hoff, bekannt von der Frauen-Union und den Landfrauen, wuchs die Idee für ein Vereinsheim, das von allen Interessierten genutzt werden kann, natürlich ohne den Gastronomiebetrieben Konkurrenz zu machen.

Das Vereins- und Veranstaltungszentrum soll als zentraler Treffpunkt und Ort der Kommunikation für Neustadt dienen und zum Beispiel für Mitgliederversammlungen, Workshops, Vereinstreffen, aber auch Ausstellungen, Lesekreise oder Basteltreffs genutzt werden können, ohne zeitliche Einschränkung. Dort sollen Vereins- und Ortsaktivitäten gebündelt, kulturelle Angebote ermöglicht und ein offener Raum für Begegnung geschaffen werden. So steht es auch in dem Konzept der „Initiative Bürgerzentrum“, das Thomas Hüttmann erarbeitet hat. Die perfekten Räume standen bereits in Aussicht, die Initiative stand kurz vor dem Start. Doch dann das bittere Erwachen. Die Räume wurden anderweitig vermietet. Das Ehepaar Hüttmann muss wieder von vorn anfangen. „Ich bin Neustadt im Kopf schon X-mal durchgegangen, mir fällt einfach kein passender Raum ein“, erzählt Thomas Hüttmann im Gespräch mit dem reporter.

Es gäbe zwar Angebote, die von den Vereinen genutzt werden können, darunter die Mensa, bestimmte Gastronomiebetriebe oder andere städtische Räume, keine dieser Möglichkeiten biete jedoch alle Anforderungen, um die Idee eines Bürgerzentrums dort umzusetzen, so Thomas Hüttmann. Bürgermeister Mirko Spieckermann befürwortet das Vorhaben: „Ich bin sehr interessiert daran, mitzuwirken“, sagte er. Es habe bereits regen Austausch zwischen ihm und den Hüttmanns gegeben. Das Konzept steht und auch die Pläne zur Umsetzung sind konkret. Es fehlt nur noch der passende Raum.

Aufruf: Wer weiß was?

Wer beim Lesen des Artikels direkt eine passende Räumlichkeit im Kopf hat, darf sich gern telefonisch bei Thomas Hüttmann unter Tel. 04561/3587 melden. Gesucht werden barrierefreie, zentrumsnahe Räume, die Platz für mindestens 100 Personen haben. Idealerweise verfügen sie über Tische und Stühle sowie eine kleine Kaffeeküche. (ko)


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