reporter Neustadt

Kostenentwicklung bei der Sanierung der Fehmarnsundbrücke

Bild: hfr

Eutin. Zu der kürzlich veröffentlichten Kostenentwicklung bei der Sanierung der Fehmarnsundbrücke nimmt Landrat Timo Gaarz wie folgt Stellung:

„Die jetzt veröffentlichten Zahlen führen uns eindrücklich vor Augen, welche finanziellen Dimensionen mit dem dauerhaften Erhalt dieses besonderen Bauwerks verbunden sind. Wenn für die Sanierung inzwischen rund 170 Millionen Euro veranschlagt werden, zeigt das, welche enormen finanziellen und technischen Risiken mit seinem dauerhaften Erhalt verbunden sind.

Gerade vor diesem Hintergrund wird noch einmal deutlich, warum wir uns entschieden dagegen wehren, dass die Straßenbaulast für die Fehmarnsundbrücke auf den Kreis Ostholstein übertragen wird. Es geht nicht nur um die laufende Unterhaltung, sondern auch um künftige Sanierungen und Investitionen in einer Größenordnung, die für einen Kreis nicht kalkulierbar und auf Dauer nicht tragbar sind.

Die Fehmarnsundbrücke ist ein Bauwerk von herausragender europäischer sowie nationaler Bedeutung und zugleich Teil der Verkehrsachse der Festen Fehmarnbeltquerung im transeuropäischen Verkehrsnetz. Deshalb muss sie in der Verantwortung des Bundes bleiben. Solche finanziellen Risiken dürfen nicht auf den Kreis und damit letztlich auf unsere Städte und Gemeinden verlagert werden. Die Verantwortung gehört auf die staatliche Ebene, die der Bedeutung dieses Bauwerks und diesen Investitionssummen gerecht werden kann.“ (red)


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