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„Eine Studenten-WG für Senioren“

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Projektmanager Jukka Heymann (o.l.) erläutert vor einer Bürgerversammlung die neue Senioreneinrichtung in Sielbeck. - Oben rechts: Dorfvorsteher Martin Syring, Bürgermeister Carsten Behnk und Bürgervorsteher Dieter Holst (v.l.). - Unten: Planskizze des neuen Wohnkomplexes für ambulant geführte Wohngemeinschaften demenzkranker Menschen.

Projektmanager Jukka Heymann (o.l.) erläutert vor einer Bürgerversammlung die neue Senioreneinrichtung in Sielbeck. - Oben rechts: Dorfvorsteher Martin Syring, Bürgermeister Carsten Behnk und Bürgervorsteher Dieter Holst (v.l.). - Unten: Planskizze des neuen Wohnkomplexes für ambulant geführte Wohngemeinschaften demenzkranker Menschen.

Sielbeck (wh). „Eine Studenten-WG für Senioren“ nannte der Hamburger Projektmanager Jukka Heymann die geplante Einrichtung, die in Sielbeck unter Einbeziehung des ehemaligen Virologischen Instituts am Kellersee entstehen soll. Zahlreiche Besucher einer Bürgerversammlung im Uklei-Fährhaus (darunter auch Bürgermeister Carsten Behnk und Bürgervorsteher Dieter Holst) verfolgten mit großem Interesse die Ausführungen Heymanns, der bereits eine Reihe ähnlicher Projekte erfolgreich auf den Weg gebracht hat (wie auf dem Koppelsberg in Plön) . Mit der Renovierung der denkmalgeschützten Villa wurde bereits begonnen. In diesem wunderschönen Fachwerkhaus sollen elf Wohnungen entstehen, „für anspruchsvolle Ruheständler“, wie Jukka Heymann betont.
Spätestens im Frühjahr 2019 soll es in und um die Villa herum richtig losgehen, und zwar mit dem Spatenstich für ein im nördlichen Bereich des 9000 qm großen Grundstücks gelegenes zweigeschossiges Gebäude, das zwei ambulant geführte Wohngemeinschaften mit je elf Plätzen für Demenzkranke aufnehmen soll. Im Zentrum dieses Komplexes ist ein großer Gemeinschaftsbereich vorgesehen, denn, so Heymann, der gemeinsame Aufenthalt und gemeinsames Tun (wie zum Beispiel Kochen und Essen) sei der Kern einer ambulanten WG.
Das Nutzungskonzept sieht außerdem vor, einen Demenzgarten im Außenbereich in Zuordnung zu der geplanten Wohnanlage zu gestalten, in der auch Kuschel- und Streicheltiere wie Schafe, Katzen und Hunde für das seelische Wohlbefinden der Demenzkranken willkommen seien. Nach dem Personalschlüssel befragt, sagte Jukka Heymann, dieser werde mit 30 vorgesehenen Arbeitsplätzen höher sein als in vergleichbaren Einrichtungen. – Zu den Ausführungen des Projektmanagers gab es keine Einwände der Bürgerversammlung.
In Abwesenheit der Investoren gab Dorfvorsteher Martin Syring bekannt, dass das leerstehende und mittlerweile baulich heruntergekommene „Hotel zum Uklei“ (voraussichtlich Ende Januar) abgerissen werde. An seiner Stelle sollen zwei zweigeschossige Gebäude mit je acht Miet- beziehungsweise Eigentumswohnungen entstehen.
Bürgermeister Carsten Behnk stellte in seinem Grußwort die Fortschritte der Eutiner Innenstadtsanierung vor. Er lobte die Aktivitäten der Sielbecker Bürgerschaft, die zuvor von Dorfvorsteher Syring detailliert für das vergangene Jahr in Erinnerung gerufen worden waren, wie zum Beispiel viele gemeinschaftsfördernde Veranstaltungen und die „Aktion saubere Landschaft“.



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