Reporter Eutin

Erst im Halbfinale war Schluss

Eutin/Liebenau (t). 114 Badmintonspielerinnen und -spieler der Altersklassen U17 und U19 traten am 9. und 10. Februar im niedersächsischen Liebenau beim 1. Norddeutschen Ranglistenturnier des Badmintonnachwuchses gegeneinander an und kämpften um Ranglistenpunkte und Medaillen.
Aus Ostholstein wieder mit dabei: Malte Gerdes (BSG Eutin) und Peer Grünewald (PSV Eutin). Also alles wie immer? Nicht ganz. Zum einen werden die beiden Eutiner seit kurzem vom neuen Landestrainer Péter Zsoldos aus Ungarn trainiert. Eine neue Trainingserfahrung mit neuen Impulsen – und in der Trainings- und Coachingsprache Englisch. Zum anderen wurde erstmals im neuen Jugend-Wettkampfsystem des Deutschen Badmintonverbandes (DBV) gespielt. Spieler dürfen nun auch außerhalb ihrer Region für Turniere melden. Dieses soll Spielern, die sich über eine Ebene nicht weiter hinaus qualifizieren konnten, ermöglichen, auch in anderen Regionen (Kreis, Bezirk, Landesverband, Gruppen) für Turniere zu melden. Daher wurde das Turnier in Liebenau zwar weiterhin als „Norddeutsches Ranglistenturnier“ ausgerichtet, zugleich weist die Bezeichnung „B-Rangliste“ auf die erste Ebene unterhalb der Bundesebene hin. In Liebenau waren daher sowohl Spieler und Spielerinnen aus den sieben nördlichen Bundesländern vertreten, aber auch „externe“ Spieler. Peer Grünewald und Malte Gerdes standen also sowohl „altbekannten“ als auch neuen Gegnern zum Beispiel aus Hessen und Sachsen gegenüber.
[Aus Sicht des Schleswig-Holsteinischen-Badmintonverbandes ist das neue Jugend-Wettkampfsystem des DBV ein zweischneidiges Schwert, das nicht nur Vorteile mit sich bringt: Zwar können die Spieler, die bei einem Turnier aus unterschiedlichsten Gründen fehlen (Krankheit, Verletzung, Urlaub, Saisonplanung, etc.) nun für ein anderes Turnier der gleichen Stufe (A=Bundesebene, B=länderübergreifend, C=Land,-D=Bezirk, E=Kreis) melden, allerdings ist dies für die Spieler aus dem nördlichsten Bundesland ein Wettbewerbsnachteil durch weite Entfernungen und lange Reisezeiten, während die zentralen Landesverbände deutlich im Vorteil sind. Es mag ein Zufall sein, dass das Herz des deutschen Badmintonsports eher in der Mitte Deutschlands schlägt.]
Gleich der erste „neue“ Gegner verlangte Peer Grünewald (PSV Eutin) alles ab. Den ersten Satz gab der an Position sechs gesetzte Eutiner mit 24:26 in der Verlängerung an Philipp Volovnik vom TSV Heimaterde Mülheim (NRW) ab. Dann lief es endlich „rund“: 21:13 und 21:17 im zweiten und dritten Satz bedeuteten den Einzug ins Viertelfinale. Dort traf der Vierzehnjährige mit Tarik Krukowski [3] vom FSV Nienburg 1990 (SAH) auf einen „alten Bekannten“. 12:21 und 17:21 unterlag Peer Grünewald und musste ins „kleine Halbfinale“ um die Plätze 5 – 8. Dort traf er auf seinen Freund und Doppelpartner Malte Gerdes, der parallel sein Vorrundenspiel ebenfalls sicher 21:16 und 21:19 gegen den Lokalmatator Tessen Winter aus Nienburg (NIS) für sich entschieden hatte und sein Viertelfinale gegen die Nummer zwei Nils Schmidt vom hessischen TV Hofheim mit 13:21 und 16:21 verloren hatte. Das Eutiner „Stadtduell“ ging mit 21:15 und 21:13 deutlich an Peer Grünewald.
Im Spiel um Platz 5 traf Grünewald dann auf Jeremy Dessau vom TSV Tempelhof-Mariendorf (Berlin/Brandenburg). Am Ende war es der 6. Platz für den jungen PSV-Athleten. Setzplatz bestätigt.
Gleiches galt für Malte Gerdes. Nach einem Dreisatzsieg gegen Erik Tilch mit 21:11, 16:21 und 21:16 belegte der BSG-Spieler am Ende den 7. Platz.
Am 10.02.2019 standen die Doppelkonkurrenzen auf dem Spielplan. Hier starteten Peer Grünewald und Malte Gerdes wie gewohnt gemeinsam im Jungendoppel U17. In der Vorrunde trafen die beiden vierzehnjährigen Eutiner auf Liu/Peter aus Sachsen-Anhalt. Mit sicheren 21:14 und 21:18 zogen sie ins Viertelfinale ein. Hier wartete ein „dickerer Brocken“: das Doppel Schmidt/Winter aus Niedersachsen. Entsprechend schwer war das Spiel. Den ersten Satz gaben Peer und Malte knapp mit 18:21 ab. Dann fanden sie in ihr Spiel und entschieden das Match mit Geduld und längerem Atem nach 21:19 und 21:16 in drei Sätzen für sich. Halbfinale.
Hier rechneten sich die beiden Norddeutschen wenig Chancen aus, ging es doch gegen die Seriensieger Graumann/Neumann aus Hamburg. Es wurde eine Zweisatzniederlage, bei der sich Grünewald/Gerdes teuer und achtbar verkauften: mit 11:21 und 12:21 verloren sie das Halbfinale und spielten nun um Platz 3 gegen Dang/Gatzsche aus Nordrhein-Westfalen. Auch dieses Match ging über drei Sätze: 21:18, 12:21 und 17:21. Am Ende fehlte es etwas an Kraft. Platz 4. Fazit: Mit neuem Trainer und neuem Spielmodus in einem größeren und stärkeren Teilnehmerfeld schlugen sich die beiden Eutiner mehr als achtbar und bestätigten bzw. übertrafen ihre Setzplätze. Jetzt heißt es regional – und überregional weiter Punkte zu sammeln. Ziel: Deutsche Meisterschaften.



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