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Frauennetzwerk engagiert sich gegen Minijobs

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Drei starke Frauen gegen dauerhafte Minijobs: Sabine Axt von der Beratungsstelle Frau & Beruf), Gudrun Dietrich, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Eutin, und Ute Behrens, die Vorsitzende des Kommunalpolitischen Frauennetzes e.V. (v. links).

Drei starke Frauen gegen dauerhafte Minijobs: Sabine Axt von der Beratungsstelle Frau & Beruf), Gudrun Dietrich, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Eutin, und Ute Behrens, die Vorsitzende des Kommunalpolitischen Frauennetzes e.V. (v. links).

Eutin (fs). Ob beim Bäcker, in Hotels oder als Aushilfe am Obststand – die sogenannten 450-Euro-Jobs sind überall zu finden. „Für Schüler, Studenten oder Rentner sind Minijobs gut, um ein bisschen extra zu verdienen“, findet Gudrun Dietrich, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Eutin. „Wer aber nur Minijobs ausübt, dem droht auf lange Sicht aber die Altersarmut. Gemeinsam mit Sabine Axt von der Beratungsstelle Frau & Beruf und Ute Behrens, der Vorsitzenden des Kommunalpolitischen Frauennetzes, will Dietrich nun Aufklärungsarbeit leisten. Gemeinsam haben sie einen Flyer konzipiert, der Arbeitgebern und Beschäftigten gute Argumente gegen 450-Euro-Jobs liefert. Zwar tauche das Thema auf Bundesebene immer wieder auf, doch tue sich nichts. „Wir wollen mit der Kampagne eine Diskussion anstoßen“, so Dietrich. Mit 21.000 Minijobs ist der Kreis Ostholstein einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung zufolge landesweiter Spitzenreiter. Fast zwei Drittel der Minijobs werden von Frauen ausgeübt. Dabei ist nicht nur die fehlende Altersvorsorge ein Problem. So genießen Minijobber zwar auf dem Papier die gleichen Rechte wie Festangestellte – doch in der Realität sei das meistens nicht der Fall, weiß Sabine Axt aus ihrer Beratungsarbeit: „Häufig sind geringfügig Beschäftigte Arbeitnehmer zweiter Klasse.“ Gerade für Frauen seien Minijobs zudem eine berufliche Sackgasse. Auch Arbeitgeber würden beim Verzicht auf Minijobs profitieren: „Für Mitarbeiter in einem sozialversicherungspflichtigen Midi-Job (450,01 - 850,00 Euro/Monat, Anm. d. Red.) muss ein Arbeitgeber ein Drittel weniger Abgaben zahlen, als für Minijobber“, rechnet Behrens vor. Viele gute Argumente also, die gegen Minijobs sprechen. Mit ihrer Informationskampagne wollen die drei Frauen nun aufklären. „Wir wollen mit Unternehmern sprechen, bei Versammlungen auftreten und den Flyer über die Kammern und Wohlfahrtsverbände verteilen“, erzählt Axt. 10.000 Exemplare werde die erste Auflage umfassen, auch bei den Arbeitsagenturen soll der Flyer ausliegen. „Wir wollen die Problematik mit den Minijobs dauerhaft thematisieren“, versichert die Gleichstellungsbeauftragte Dietrich.



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