Reporter Eutin

Nah beieinander zum Jahresauftakt

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Eutin (aj). Geht doch: Wenn es darauf ankommt, rücken die EutinerInnen auch mal enger zusammen: Kurzfristig war das Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ nach einem Wasserschaden in der Historischen Reithalle (Schlossterrassen) als Gastgeber des Neujahrsempfangs eingesprungen und hatte den Speisesaal der Rettbergkaserne als Ort für die Begegnung am Jahresanfang zur Verfügung gestellt. Dass es weniger Platz gab als gewohnt und geplant, tat der Stimmung unter den gut 300 Gästen keinen Abbruch. „Leute, das habt Ihr gut gemacht!“, dieses Lob von Bürgervorsteher Dieter Holst für alle, die hinter dem Gelingen der Veranstaltung standen, teilten die Anwesenden, wie der einmütige Applaus bezeugte. Dass Zusammenrücken und der konstruktive, vertrauensvolle Dialog miteinander künftig die Basis bilden mögen, „um Projekte voranzutreiben“ wünschte sich Holst in seiner Begrüßung. Es blieb die einzige Ansprache, denn statt einer Reihe von Grußworten wurden die Aus- und Einblicke den Gästen in diesem Jahr im Rahmen einer lockeren Talkrunde geboten. Unter der Moderation von Stadtsprecherin Kerstin Stein-Schmidt formulierten neben Holst auch Standortkommandeur Oberstleutnant Tobias Aust, Landrat Reinhard Sager und Bürgermeister Carsten Behnk ihre Schwerpunkte für die kommenden 50 Wochen. Als stolzer Repräsentant von 17 700 EutinerInnen zeigte sich der Rathauschef. Die Schulentwicklung und hier im Speziellen ein Beilegen des Streites mit der Bürgerinitiative „Vernunft macht Schule“ nannte er als ersten Punkt. Auch die beginnende Sanierung Am Rosengarten und das Feuerwehrgerätehaus standen auf seiner Liste. Notfalls, so kündigte Behnk an, werde es für das Feuerwehrhaus einen Nachtragshaushalt geben, versprach er in Richtung der Feuerwehrleute. Entsprechende Signale habe er von allen Fraktionen erhalten. Für Tobias Aust wird 2019 ein Jahr, in dem der Fokus auf Ausbildung und Übung liegt. Über einen Video-Einspieler sendeten Soldaten Grüße aus Afghanistan nach Eutin. Permanent seien dort 20 Eutiner Soldaten im Einsatz, so Aust. An die BürgerInnen richtete sich seine Ermunterung, den Kontakt zum Bataillon zu suchen: „Wir haben keine Berührungsängste. Es muss nicht gleich Sympathie daraus werden, aber Verständnis ist nicht schlecht“, so Aust. „Mehr Respekt“ - das war die zentrale Botschaft des Redebeitrags von Reinhard Sager: „Wir erleben im Dienst immer mehr harte Ansprachen“, berichtete er. Gegen beleidigende und herabwürdigende Äußerungen stellte er sich ausdrücklich vor seine MitarbeiterInnen: „Wir brauchen Streit in der Sache in einer Demokratie. Aber genauso brauchen wir den vernünftigen Umgang miteinander“, machte er unmissverständlich deutlich und fand damit die zentrale Botschaft für das Miteinander im beginnenden Jahr. Beschäftigen werden den Kreis im neuen Jahr unter dem Stichwort „Beltquerung“ der Kampf um einen 500 Millionen Euro-Zuschuss vom Bund für einen Lärmschutz und die Suche nach Gewerbeflächen, die bis 2030 abgeschlossen sein soll. Investiert werde in Radwege, Frauenhaus, die Berufliche Schule und Inklusion. Ab 2019 sei der Kreis Ostholstein kein Konsolidierungskreis mehr: „Wir sind wieder flüssig“, konstatierte Sager.
Was sich die EutinerInnen wünschen für die nächsten zwölf Monate, zeigten kurze Filmclips, gedreht auf dem Wochenmarkt: „Frieden!“, „Gesundheit!“ und „Dass die Politiker zusammenfinden für das Wohl der Stadt!“. Über das eigene Umfeld hinaus lenkten dann die Sternsinger das Bewusstsein der Gäste: „Das letzte Wort hat die Kirche“, meinte Pfarrer Bernd Wichert augenzwinkernd. Die Kinder sammelten für unterprivilegierte Kinder überall auf der Welt. Für die musikalischen Harmonien sorgte Kulturpreisträger Martin Karl-Wagner mit seinem Salontrio.



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