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Herbst im Hassendorfer Kindergarten Wirbelwind

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Diese vier kleinen Hassendorfer finden das bunte Laub einfach großartig – aber das ist nicht das einzige Schöne, was der Herbst zu bieten hat. Frischer Apfelsaft, die letzten Kartoffeln im Garten und natürlich das Martinsfest machen den Herbst spannend.

Diese vier kleinen Hassendorfer finden das bunte Laub einfach großartig – aber das ist nicht das einzige Schöne, was der Herbst zu bieten hat. Frischer Apfelsaft, die letzten Kartoffeln im Garten und natürlich das Martinsfest machen den Herbst spannend.

Hassendorf (ed). Auch wenn er grau und trübe sein mag, zumindest vom Wetter her, die Kinder des Kindergartens Wirbelwind in Hassendorf finden den Herbst super – da ist nämlich eine ganze Menge los in dem kleinen evangelischen Kindergarten. Im Gemüsegarten sind Eltern und Großeltern fleißig dabei, die letzten Kartoffeln auszugraben, die Erdbeeren umzupflanzen und den Garten winterfest zu machen. Derweil basteln die Großen an ihren Laternen und alle anderen treffen sich zum Toben im bunten Laub draußen im Garten. Von Langeweile keine Spur. Und den Herbst haben die kleinen Wirbelwinde ja schon vor Wochen eingeläutet – mit Apfelsaftpressen und Brötchenbacken im Lehmbackofen bei Henners Großeltern. Schon ein paarmal haben die Oma und der Opa von Henner seinen ganzen Kindergarten dazu eingeladen, im selbstgebauten Lehmbackofen Brötchen zu backen. Dann duftet alles nach frischen Brötchen – und lecker sind die! Dazu passt der frischgepresste Apfelsaft prima – denn Henners Großeltern haben Apfelbäume im Garten, und daraus macht Henners Opa zusammen mit den Kindern im Handumdrehen den leckersten Apfelsaft. “Für den Heimweg haben wir Brötchen bekommen und ein frisches Brot für das Frühstück am nächsten Morgen”, erzählt KiTa-Leiterin Karola Buthmann, “das war richtig toll und hat den Kindern großen Spaß gemacht.” Da kann der Herbst ruhig ein bisschen bleiben, wenn er so tolle Sachen bringt – längst haben sich die Vorratsschränke der KiTa gefüllt mit selbstgemachter Marmelade: “Wir haben Apfel- und Quittengelee gekocht”, erzählt KiTa-Leiterin Karola Buthmann, “und Pflaumenmarmelade aus den Pflaumen, die uns Zoes Oma geschenkt hat.” Alles andere kommt aus dem eigenen KiTa-Garten – “und weil heute früh der erste Frost da war, haben wir die Eltern zu Hilfe gerufen, damit sie uns helfen, den Garten abzuernten. Und das ist wirklich großartig: Sobald wir sagen, dass wir Unterstützung brauchen, sind Eltern und auch Großeltern da und helfen, das ist nicht selbstverständlich und das ist einfach große Klasse.” Der Mangold muss geerntet werden, die letzten Kartoffeln aus der Erde, genauso wie die Möhren und die Rote Beete. Und zum Mittagessen gibts heute Suppe aus dem Spaghettikürbis aus dem Garten. Das gehört alles dazu, wenn man eine “gesunde KiTa” werden will, wie die KiTa Wirbelwind es anstrebt. Bei dem ganzen leckeren Obst und Gemüse aus dem Garten ist das gar kein Problem – und der Garten wird jetzt noch ein Stückchen größer. “Wir haben ein Stück Gartenland dazu bekommen”, freut sich Karola Buthmann, da kommt ein Gartenhaus für unsere Geräte und Fahrzeuge drauf.” Dafür ist heute früh schon ein Berg Kies angeliefert worden, den die Lütten, die Erzieherinnen und viele Eltern jetzt sorgfältig verteilen. “Und der Bürgermeister hat uns Gehwegplatten spendiert, damit unser Häuschen auch gerade steht.” Liebevoll bringen Karola Buthmann und ihr Team den Lütten die Natur im Lauf der Jahreszeiten mit all ihren Festen spielerisch und kreativ nahe – das klappt in der familiären Atmosphäre der Alten Schule ganz wunderbar. Die Kinder genießen sichtlich, was der Herbst mit sich bringt – das reicht von der Kürbissuppe bis zum Martinsfest, denn auch das gehört zum Herbst natürlich dazu. Und das wird in diesem Jahr ja quasi schon in doppelter Hinsicht gefeiert, denn im kommenden Jahr jährt sich Martin Luthers Thesenanschlag zum 500. Mal. “Natürlich feiern wir das Reformationsjahr tüchtig mit”, lacht Karola Buthmann. “Die Kinder haben schon Lutherrosen gebastelt und ganz viel Spannendes über Martin Luther erfahren.” Denn der wurde zwar am 10. November geboren, hat seinen Namen aber erst am 11. bekommen, am Martinstag, und wurde natürlich Martin genannt – über sein spannendes Leben gibt es eine Menge toller Geschichten zu hören. Das nächste Fest steht ja auch schon wieder an, das seines großen Namensvetters: St. Martin. Auch über ihn gibt es tolle Geschichte – wie die Gänse ihn verraten haben zum Beispiel, was der Grund für die Martinsgans sein soll. Und dann natürlich das Laternelaufen – mit selbstgebastelten Laternen, versteht sich. Mia, Lilja, Henner und Enrico arbeiten ganz konzentriert an ihren Laternen – lustige Eulen sind es und alle haben unterschiedliche Flügel und Klimperaugen. “Die brauchen wir”, sagt Mia, “wenn wir am nächsten Freitag Laternelaufen gehen.” Dann ist St. Martin und alle treffen sich zum großen Martinsfest um 17.30 Uhr an der Bosauer Kirche – zuerst wird eine Andacht gefeiert, dann gehts zum Laternelaufen und dann sind alle noch bei Kinderpunsch und was zum Knabbern zusammen. Da müssen die Laternen natürlich besonders schön leuchten. Mia klebt ihrer Eule noch ein Paar freundlicher, bewimperter Augen auf, zeigt sie stolz – “Gut, oder?” Super gut.



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