Reporter Eutin

Neue (Farb-) Akzente für die Lichterstadt

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Eutin (aj). Mancher sah auf der Jahreshauptversammlung der Eutiner Wirtschaftsvereinigung (WVE) im Mai die Lichterstadt bereits in die Jahre gekommen und vermochte keine rechte Attraktion mehr in der Aktion zu erkennen. Und auch von Seiten der Stadt gab es positive Rückmeldung auf eine angedachte konzeptionelle Erneuerung des Events: „Eine Auffrischung des Formates ist sicher eine gute Idee“, kommentierte Pressesprecherin Kerstin Stein-Schmidt seinerzeit.
Wie eine solche Auffrischung aussehen kann, präsentierte nun die Hamburger Künstlerin Gabriele Staarmann auf der Mitgliederversammlung der WVE: „Stefan Teichmann wird mit seiner Firma Tonkunst weiterhin die traditionelle Beleuchtung der Gebäude übernehmen, aber das Thema Lichterstadt soll inhaltlich und künstlerisch erweitert werden und dafür hat Gabriele Staarmann ihr Konzept vorgestellt“, erklärte der WVE-Vorsitzende Hans-Wilhelm Hagen auf Nachfrage. So könnten in der Lichterzeit ein Lichterlabyrinth auf der Schlosswiese und farblich akzentuierte Gebäude neue Anreize setzen, durch das vorweihnachtliche Eutin zu bummeln. Die Entwürfe von Staarmann, die den LichterGarten 2017 im Schlossgarten gestaltet hat, geben einen Vorgeschmack auf das, was möglich ist. Ziel ist es in jedem Fall, die Lichtinstallationen als „roten Faden“ durch die Innenstadt zu ziehen und damit markante Punkte miteinander zu verbinden. Für die Stadtbucht hat die Lichtkünstlerin beispielsweise schwimmende Objekte vorgeschlagen. In den Fenstern der Geschäftsstraßen könnte sich die Lichterstadt in Sternenmotiven wiederfinden: „Unser Ziel ist hier eine gewisse Einheitlichkeit. Deshalb geht unser Appell an die Geschäftsleute, sich zu beteiligen“, so Hagen. Die Preise für die Ausstattung seien bewusst moderat gehalten.
Am 8. November wird um 18.30 Uhr in der Buchhandlung Hoffmann ein Musterfenster einen konkreten Eindruck davon vermitteln, wie eine Gestaltung aussehen kann. In einem Rundbrief will die WVE in Kürze über das Projekt informieren und um Unterstützung werben. Auch für die Eisbahn betonte Hagen die Dringlichkeit, sich über Bandenwerbung einzubringen. Erstmals wird in diesem Jahr die Stadt Eutin die Illumination der öffentlichen Gebäude übernehmen. Grundsätzlich sei die Resonanz auf die aufgepeppte Lichterstadt positiv ausgefallen, berichtete Hans-Wilhelm Hagen: „Es gab große Zustimmung. Jetzt müssen wir Gas geben!“ Die Ergebnisse werden am 28. November zu bewundern sein, wenn Lichterstadt und Eisbahn eröffnet werden. Dafür kommt mit Terje Isungset ein Künstler aus Norwegen nach Eutin, der Musik, Eis und Kunst auf besondere Weise miteinander verschmelzen lässt. Der erhoffte frische Wind für die Lichterstadt dürfte also gesichert sein.


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