Michael Scheil
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Anzeige: ZVO checkt Abfallbehälter in Ostholstein

Mit Hilfe von Tonnenaufklebern gibt der ZVO den Bürgerinnen und Bürger in Ostholstein eine direkte Rückmeldung über die saubere Trennung und liefert Hinweise, was zu tun ist. Der rote Aufkleber ist ein Zeichen für (offensichtliche) falsche Befüllung und zeigt an, dass die entsprechende Tonne nicht geleert wurde.

Mit Hilfe von Tonnenaufklebern gibt der ZVO den Bürgerinnen und Bürger in Ostholstein eine direkte Rückmeldung über die saubere Trennung und liefert Hinweise, was zu tun ist. Der rote Aufkleber ist ein Zeichen für (offensichtliche) falsche Befüllung und zeigt an, dass die entsprechende Tonne nicht geleert wurde.

Ostholstein. Im Juni führen die Müllwerkerinnen und Müllwerker des ZVO Tonnenkontrollen bei allen Abfallbehältern im gesamten Kreis durch. Die Abfallexperten wollen wissen, ob sauber zwischen Restabfall, Biomüll, Papier/Pappe sowie Verpackungen (Gelbe Tonne) getrennt wird. Falsch befüllte Behälter bleiben stehen und müssen von den Bürgerninnen und Bürgern bis zum nächsten Abfuhrtag nachsortiert oder gegen Gebühr als Restabfall entsorgt werden.

Unter dem Motto „Wir lieben Recycling“ verfolgt der ZVO das Ziel, Mülltrennung nachhaltig zu verbessern. Richtig und sauber getrennte Abfälle sind die Voraussetzung für ein effizientes Recycling. Die unterschiedlichen Abfallfraktionen gehen unterschiedliche Verwertungswege. Fremd- und Störstoffe sind ein Problem. In der Altpapiertonne erschweren Störstoffe wie Plastik die Produktion von Recyclingpapier in der Papierfabrik - manchmal wird das Altpapier-Recycling sogar unmöglich.

 

Was für die Herstellung von Recyclingpapier aus alten Zeitungen und Zeitschriften offensichtlich ist, gilt ebenso für Kompost aus Bioabfall oder für Kunststoff-Flaschen aus Verpackungen.

Plastiktüten bilden noch immer den größten Störstoffanteil in den Biotonnen in Ostholstein. Der Zweckverband sieht der zunehmenden Verunreinigung in den Biotonnen mit Sorge entgegen. Werden die Plastiktüten nicht sorgfältig aussortiert, gelangen die in die natürliche Umwelt, in unsere Gärten, auf unsere Felder und langfristig sogar ins Grundwasser. Plastik zerfällt zu Mikroplastik, wird von Pflanzen und Tieren aufgenommen und reichert sich an.

 

Im Bundesdurchschnitt liegt die Fehlwurf-Quote in den der Gelben Tonne oder im Gelben Sack zwischen 30 und 40 Prozent. Fehlwürfe behindern die technisch anspruchsvolle Trennung der unterschiedlichen Kunststoffarten. Nach der Sortierung werden die Kunststoffe eingeschmolzen und zu Granulat. Fremdstoffe verkapseln sich im Granulat und der sogenannte Sekundärkunststoff verliert seine positiven Eigenschaften. Das erschwert die Nutzung des Granulats.

Es geht nicht allein um Fehlbefüllungen in den einzelnen Behältern für die Abfallarten Bioabfall, Leichtverpackungen oder Papier. Oft befinden sich große Mengen Papier, Verpackungen und vor allem Bioabfälle in der Restmülltonne. „Deutlich sinnvoller wären diese jeweils in der Papiertonne, in der Biotonne oder in der Gelben Tonne aufgehoben. Damit ließe sich das größte Potenzial zur Einsparung von Energie und Ressourcen heben“ betont Michael Rakete, Geschäftsbereichsleiter Abfallwirtschaft beim ZVO.

 

Die Abfallwirtschaft leistet durch die getrennte Erfassung und Verwertung von Abfällen einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Altpapier spart in erster Linie die Ressourcen Wasser und Holz, Kompost ersetzt Kunstdünger und Recyclingkunststoffe kommen ohne Erdöl aus. Das Recycling und die daraus resultierenden Produkte sparen wertvolle Energie. Anders als in den vergangenen Jahren, als 2020 die Verpackungstonnen und 2021 die Biotonne kontrolliert wurden, sind in diesem Jahr alle Abfallarten dran.

 

Der ZVO ist in Sachen Recycling und Klimaschutz auf die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. „Nur sauber getrennte Abfälle können zu Recycling- und Verwertungsprodukte werden und damit sowohl Energie und Ressourcen einsparen. Klimaschutz beginnt zu Hause bei jedem Einzelnen von uns. Deshalb sollen die Bürgerinnen und Bürger auch durch die Tonnenkontrollen ein Feedback bekommen“, erläutert Michael Rakete.

Die Tonnenkontrollen finden in der Zeit vom 13. bis 27. Juni statt. Anders als in 2020 und 2021 werden alle Abfallbehälter kontrolliert. (red)


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